Valentino Rossi wirkte nach dem ersten Freien Training in Katar sehr erleichtert

MotoGP 2013

— 04.04.2013

Rossi: "Ich bin so froh!"

Der Yamaha-Rückkehrer führt das erste Freie Training in Katar lange an und liegt am Ende nur knapp zurück: Fahren mit der Yamaha macht dem "Doktor" wieder Spaß

Die drei Yamaha-Piloten Jorge Lorenzo, Cal Crutchlow und Valentino Rossi beendeten den ersten Schlagabtausch in Katar in einer eigenen Liga. Yamaha-Rückkehrer Rossi führte die Session lange an und wurde am Ende nur knapp von Teamkollege Lorenzo und Tech-3-Pilot Crutchlow geschlagen. Der Rückstand betrug lediglich 0,071 Sekunden. Die Zeit des "Doktors" war trotz stark verschmutzter Strecke deutlich schneller als die Qualifying-Zeit mit der Ducati vor einem Jahr.

"Wir haben am Motorrad nur geringe Änderungen vorgenommen. Ich kann mich voll und ganz auf die Linie konzentrieren, um schneller zu werden. Ich bin sehr froh, weil ich nur knapp hinter Jorge bin. Es sieht so aus, als ob wir um ein gutes Ergebnis kämpfen können", erklärt Rossi, der wieder lachen kann. "Es ist toll. Ich bin sehr froh. Nach zwei schwierigen Jahren konnte ich das erste Rennen kaum abwarten. Das Gefühl war von der ersten Runde an sehr gut. Ich führte das Training lange an. Es ist ein tolles Gefühl."

Geringer Rückstand auf Lorenzo

"Am Ende waren wir sehr nah dran. Wir können am Wochenende noch an einigen Verbesserungen arbeiten. Es gibt noch Bereiche, in denen wir uns steigern können", bemerkt er und betont: "Ich bin so froh! Wir mussten die Änderungen aus Jerez bestätigen. Das Motorrad war hier von Beginn an richtig gut. Die Rundenzeiten sind nicht schlecht. Wir müssen abwarten, bis sich die Bedingungen hier auf der Strecke verbessern."

"Ich bin fast überall schnell. Doch es ist erst das erste Freie Training", warnt der Italiener. Auf eine Runde konnte der neunmalige Weltmeister mit dem amtierenden MotoGP-Champ bereits mithalten. Doch bei den Longruns sieht Rossi noch Aufholebedarf: "Ich muss mir die Daten anschauen. Jorge ist ziemlich schnell. Doch das Besondere ist, dass er schnell ist, ohne den Reifen zu sehr zu belasten. Er kann 22 Runden sehr schnell fahren. Das muss ich verbessern. Zwei oder drei Runden kann ich ihm folgen, doch darüber hinaus muss ich mich noch verbessern. Er nutzt das Motorrad in einigen Bereichen besser als ich. Doch das ist normal."

Die Werks-Yamaha von Rossi wurde seit dem Jerez-Test nicht mehr umgebaut. Die Spezifikation und das Setup waren mit dem des finalen Tests identisch. "Mit dem Setup von Jorge habe ich kein 100-prozentiges Gefühl für die Front. Ich habe damit beim Bremsen zu kämpfen. Ich komme immer etwas zu schnell in der Kurve an. Das wurde mit dem Setup in Jerez besser. Es ist ein Paket aus geänderter Gewichtsverteilung und einer anderen Gabeleinstellung und ein paar weiteren Änderungen. Damit passe ich das Motorrad an meinem Stil an.", so Rossi.

Sorgen macht sich "Vale" noch um die Performance zu Rennbeginn. Da sieht er vor allem Lorenzo und Dani Pedrosa im Vorteil. "Sie sind von Beginn an schnell. Sonntag werden wir mehr wissen. Um von Beginn an schneller zu sein, muss das Vertrauen stimmen. Man muss ein Risiko eingehen, ohne zu wissen, wie sich das Motorrad verhält. Wenn man zu 100 Prozent mit dem Motorrad vertraut ist, kann man mehr riskieren."

Ducati ist Vergangenheit

Mit der Zeit von 1:56.756 Minuten war Rossi bereits deutlich schneller als mit der Ducat Desmosedici vor einem Jahr. "Dieses Motorrad passt deutlich besser zu meinem Stil. Ein anderer Fahrer kann mit der Ducati durchaus schnell sein. Dovizioso war nicht so schlecht unterwegs. Doch für mich war es schwierig. Ich bin zu alt für einen Wechsel (lacht; Anm. d. Red.)", scherzt der Yamaha-Werkspilot.

"Wenn man mich auf dem Motorrad beobachtet, dann sieht man, dass ich mich viel wohler fühle als mit der Ducati. Meine Situation war in den vergangenen Jahren eine andere. Ich hatte sehr viel Druck. Alle erwarteten, dass ich an der Spitze bleibe. Doch mir war bewusst, dass das nicht möglich ist. Ich konnte das Motorrad nicht zu 100 Prozent fahren. Die Situation war schwierig, besonders die Gespräche mit den Journalisten und Fans. Alle erwarteten etwas, das ich nicht erfüllen konnte. Hier macht es mehr Spaß", betont der Italiener.

Fotoquelle: FGlaenzel

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