Jorge Lorenzo startet von der Pole-Position in den Grand Prix von Katar

MotoGP 2013

— 06.04.2013

Lorenzo holt die erste Pole-Position der neuen Saison

Jorge Lorenzo hält im Katar-Qualifying Cal Crutchlow in Schach und startet von der Pole-Position ins erste MotoGP-Rennen 2013 - Stefan Bradl auf Startplatz fünf

Beim Saisonauftakt in Katar wurde in der MotoGP zum ersten Mal nach dem neuen Qualifying-Format gefahren. Zunächst stand Q1 über 15 Minuten auf dem Programm, bevor sich die Topstars in Q2 einen Schlagabtausch über 15 Minuten lieferten. Es ging nur um die perfekte Runde und den Kampf um die Pole-Position. Zunächst fuhren alle Fahrer einen Versuch und sie holten sich für die Schlussminuten noch einen neuen weichen Hinterreifen an der Box ab. Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha) machte alles richtig, fuhr alleine seine Runden und sicherte sich in 1:54,714 Minuten die Pole-Position.

Lorenzos härtester Gegner war Cal Crutchlow mit der Kunden-Yamaha des Tech-3-Teams. Der Brite bestätigte im Qualifying seine starke Leistung über eine Runde und musste sich um lediglich 0,202 Sekunden geschlagen geben. "Ich freue mich natürlich sehr über diese Pole-Position. Ich habe alles herausgeholt und habe über das Limit angegriffen, um die beste Runde zu fahren", sagt Lorenzo. "Es war schwierig, denn Cal kann eine extrem schnelle Runde fahren."

"Ich musste mein ganzes Talent nutzen, um dieses Tempo zu fahren. Ich bedanke mich bei Yamaha. Auf dieser Strecke haben wir ein gutes Paket. Morgen werden wir sehen, wie es über die Distanz läuft." Auch Crutchlow war mit seiner Leistung sehr zufrieden. Kann er am Sonntag auf das Podest fahren? "Ich hoffe es. Das gesamte Team hat gut gearbeitet. Ich bin sehr froh. Wir sind gut in die Saison gestartet und hatten gute Wintertests in Malaysia und Jerez. Diesen Schwung haben wir mitgenommen."

"Unser Tempo ist gut, aber wir können noch einige Bereiche verbessern. Wir werden uns die Daten ansehen. Es wird aber schwierig werden, die Werksfahrer herauszufordern. Ich werde mein Bestes geben", so der Tech-3-Pilot. Das Honda-Werksteam mischte nicht ganz an der Spitze mit. Zunächst fuhren Pedrosa und Marc Marquez hintereinander, doch plötzlich drehte Pedrosa das Gas zu und Marquez wäre seinem Teamkollegen beinahe aufgefahren.

Schließlich konnte sich Pedrosa noch auf Platz drei in die erste Startreihe steigern. Sein Rückstand auf Lorenzo betrug 0,437 Sekunden. "Es ist nach den schwierigen Trainings gut, dass ich in der ersten Reihe stehe. Das ist eine wichtige Verbesserung", kommentiert Pedrosa. "Wir haben das Motorrad auch verbessert und ich fühle mich damit jetzt wohler. Für das Rennen müssen wir uns noch etwas steigern. Ich hoffe, dass wir ein gutes Rennen fahren können."

Eine starke Leistung zeigte Andrea Dovizioso bei seinem ersten Qualifying mit der Ducati. Der Italiener eroberte Startplatz vier und war damit schneller als Valentino Rossi, der mit seiner "geliebten" M1 nur Siebter wurde. Während Dovizioso 0,446 Sekunden auf Lorenzo fehlten, hatte Rossi einen Rückstand von 0,997 Sekunden auf seinen Yamaha-Teamkollegen. Marquez konnte sich nach den starken Freien Trainings nicht ganz an der Spitze in Szene setzen und er wird sein erstes MotoGP-Rennen als Sechster (+0,931) in Angriff nehmen.

Bradl in Startreihe zwei

Für Stefan Bradl (LCR-Honda) lief es im Qualifying mit weichen Hinterreifen deutlich besser als noch am Vortag. Der Deutsche mischte mit den Superstars mit und zog Startplatz fünf in der Mitte der zweiten Reihe an Land. Sein Rückstand auf die Pole-Position betrug 0,763 Sekunden. Neben Rossi werden Alvaro Bautista (Gresini-Honda/+1,156) und Rookie Bradley Smith (Tech-3-Yamaha/+1,601) in der dritten Reihe stehen.

Andrea Iannone (Pramac-Ducati) schaffte in Q1 die Qualifikation für Q2, musste aber deswegen mit einem gebrauchten Hinterreifen fahren. Trotzdem hielt der Rookie den erfahrenen Ducati-Werksfahrer Nicky Hayden in Schach, der nicht an die Leistung Doviziosos anschließen konnte und hinter Iannone Elfter wurde. Die vierte Reihe komplettierte Aleix Espargaro (Aspar), der klar der beste Claiming-Rule-Fahrer war. In Q2 ließ er sich teilweise von Lorenzo ziehen, doch die Prototypen-Elite konnte er schließlich nicht besiegen.

Qualifying 1: Espargaro schlägt Pramac-Duo

Zunächst begann das Qualifying mit dem ersten Abschnitt, der ebenfalls über 15 Minuten ging. 14 Fahrer nahmen daran teil und die schnellsten beiden Fahrer kamen weiter in Q2. Die weiteren Fahrer belegten die Startplätze 13 bis 24. Es entwickelte sich ein enger Dreikampf zwischen Espagraro und dem Pramac-Ducati-Duo Iannone und Ben Spies. Der US-Amerikaner war im vierten Freien Training gestürzt und hart auf seine angeschlagene linke Schulter gefallen. Er biss die Zähne zusammen und gab alles.

Der größte Unterschied zwischen den Prototypen und dem Claiming-Rule Bike war auf der langen Zielgeraden: Iannone wurde mit 339 km/h gemessen und Espargaro mit nur 315 km/h. In den Kurven konnte der Spanier die Handlingvorteile der Aprilia nutzen und den Geschwindigkeitsnachteil wettmachen. Espargaro schaffte die Sensation und stellte in 1:57,151 Minuten die Bestzeit auf. Iannone war um 0,052 Sekunden langsamer und klassierte sich als Zweiter. Somit kamen Espargaro und Iannone in Q2 weiter.

Spies konnte gerade noch Espargaros Aspar-Teamkollegen Randy de Puniet in Schach halten. Spies wird am Sonntag als 13. die fünfte Startreihe anführen. Daneben werden de Puniet und Rookie Lukas Pesek (Ioda) stehen. Plätze in der sechsten Reihe eroberten Yonny Hernandez (PBM), Hiroshi Aoyama (Avintia) und Karel Abraham (Cardion). In Reihe sieben stehen Colin Edwards (Forward), Danilo Petrucci (Ioda) und Claudio Corti (Forward). Von ganz hinten werden Hector Barbera (Avintia), Bryan Staring (FTR-Honda) und Michael Laverty (PBM) starten.

Fotoquelle: Yamaha

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