Cal Crutchlow biss sich in Katar an den Honda-Werkspiloten die Zähne aus

MotoGP 2013

— 09.04.2013

Yamaha gegen Honda: Die Fahrweisen sorgen für Spannung

Derzeit scheint die Yamaha M1 das Maß der Dinge zu sein, zumindest solange die Piloten freie Bahn haben - Die beiden Tech-3-Piloten analysieren die Situation

Das Yamaha-Werksteam ist in Katar mit einem Doppelsieg in die neue Saison gestartet. Die Honda-Piloten kämpften beim Saisonauftakt mit stumpfen Waffen. Vizeweltmeister Dani Pedrosa, der Ende 2012 und bei den Tests kräftig auftrumpfen konnte, verblasste am vergangenen Wochenende und durfte sich die Siegerehrung aus der Honda-Box ansehen. Teamkollege Marc Marquez kam immerhin als Dritter durchs Ziel, musste sich im Schlussspurt aber Valentino Rossi geschlagen geben, der zwischenzeitlich mehrere Sekunden Rückstand hatte.

Weniger Glück als das Yamaha-Werksduo hatte das Satellitenteam. Rookie Bradley Smith stürzte im Rennen und Cal Crutchlow, der sich in den Trainings stark in Szene setzen konnte, kam einfach nicht an den Hondas vorbei, obwohl er deutlich schneller fahren konnte. "Die Yamaha ist auf der Strecke das schnellste Motorrad. Solange Lorenzo und ich freie Strecke hatten, waren wir am schnellsten. Doch wir müssen sicherstellen, dass keine Hondas vor uns fahren", warnt der Brite.

"Bei Bradl und Bautista ist es ähnlich. Sie sind ebenfalls ziemlich schnell. Es liegt am Paket. Sie fahren in den Kurven ziemlich eckig und wir eher rund", analysiert Crutchlow. "Die Yamaha verhält sich wie einer 250er. Sie benötigt und will ein hohes Tempo in der Kurve. Wenn das nicht der Fall ist, leiden wir sehr stark. Die Honda hat am Kurvenausgang sehr viel Drehmoment. Dadurch können sie so eckig fahren. Wenn sie wollen, können sie aber auch hohe Kurvengeschwindigkeiten fahren."

Wäre Lorenzos Sieg also in Gefahr geraten, wenn Pedrosa in der Startphase in Führung gegangen wäre? Diese Frage lässt sich im Nachhinein nicht beantworten. Fest steht aber, dass die Yamaha-Piloten ihren Vorteil bei der Rundenzeit im Rennen nur nutzen können, wenn sie vor den Honda-Piloten liegen und genug Vorsprung haben, wenn eine Gerade folgt. "Es ist ziemlich unterhaltsam", bemerkt auch Tech-3-Pilot Crutchlow.

Die Charakteristik-Unterschiede zwischen der Honda RC213V und der Yamaha M1 verlangen von den Fahrern Kompromisse beim Fahrstil. "Man muss die Yamaha mit sehr viel Ruhe bewegen und sich unter Kontrolle haben. Man darf nicht zu hart pushen", schildert MotoGP-Neuling Smith. "Die Yamaha mag es, wenn man ausgeglichen agiert. Man muss mit dem Hinterrad auf dem Boden bleiben, sonst lenkt das Motorrad nicht ein. Beim Anbremsen und bei den Richtungswechseln muss man sanft vorgehen."

Fotoquelle: Repsol

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