Beim Privattest in Alcarras sah Honda ein Licht am Ende des Tunnels

MotoGP 2013

— 10.04.2013

Honda bekommt die Elektronik in den Griff

Nach einem erfolgreichen Privattest in Alcarras reisen Jonathan Rea und Leon Haslam zuversichtlich zur zweiten Runde der Superbike-WM nach Aragon

Nach einer durchwachsenen Leistung beim Saisonauftakt in Phillip Island erlebte das Honda-Team in der vergangenen Woche beim offiziellen Test der Superbike-Weltmeisterschaft in Aragon eine kalte Dusche. Das Team bekam die neue Elektronik nicht in den Griff, Jonathan Rea und Leon Haslam klagten ber das strrische Fahrverhalten der CBR1000RR. "Es ist kein Geheimnis, dass wir einige Probleme hatten, da wir keine guten Basis-Mappings fr die neue Elektronik hatten", gibt Paul Breedels, technischer Koordinator des Team zu.

"Der Entwicklungs-Prozess ist sehr kompliziert und wurde dadurch erschwert, dass nicht nur alle das neue System kennenlernen, sondern wir auch verstehen mssen, wie die Fahrer auf nderungen reagieren", so Breedels. Auch Haslam muss eingestehen: "An den ersten beiden Tagen hatten wir in Aragon groe Probleme - im Grunde kann man das gar nicht als Test bezeichnen. Unsere Jungs haben zwar am Abend des zweiten Tages eine Lsung gefunden, aber wegen des schlechten Wetters am Schlusstag hatten wir keine Gelegenheit, das zu berprfen."

Als Konsequenz nahm Honda kurzfristig einen zustzlichen Test ins Programm und mietete dazu die Strecke im spanischen Alcarras, 175 Kilometer westlich von Barcelona. Das zahlte sich aus. "Wir haben in den vergangenen Tagen in Alcarras sicherlich einige Fortschritte gemacht, aber bevor wir am Freitag in Aragon auf unserer Rivalen treffen, ist es schwierig zu sagen, wie gro sie sind", sagt Rea. "Ich habe jetzt ein gutes Gefhl fr das Motorrad und bin zuversichtlicher als nach dem Test in der Vorwoche in Aragon, wo wir keinerlei Fortschritte gemacht haben."

"Wir haben hart an allen Aspekten der neuen Elektronik gearbeitet. Die Motorbremse ist nun viel gleichmiger, wodurch ich die Scheitelpunkte der Kurven besser treffe, whrend ich mich in Aragon manchmal wie ein Passagier auf dem Motorrad gefhlt habe", so Rea. Teamkollege Haslam verlngerte den Test sogar um einen Tag. "Ich bin etwas lnger als Jonathan in Alcarras geblieben, habe gestern einige Reifen ausprobiert, die sie schon am Montag gefahren sind und konnte darauf letztlich recht gute Rundenzeiten fahren. Daher war der Alcarras-Test auf jeden Fall ntzlich, obwohl wir mit einem weien Blatt Papier begonnen haben."

"Wir haben Fortschritte gemacht und eine gute Basis-Abstimmungen gefunden, daher fahren wir nun etwas optimistischer zu den Rennen nach Aragon", blickt Haslam zuversichtlich auf die zweite Runde der Saison 2013, die am kommenden Wochenende in Aragon stattfindet. "Die vergangene Woche war zwar sehr intensiv, aber auch sehr ntzlich. Wir haben nun fr beide Fahrer eine gute Basis-Abstimmung gefunden, allerdings mssen wir bis zum Freitag warten, wo wir im Vergleich zu unseren Rivalen stehen", gibt sich Breedels noch zurckhaltend. "Aber jetzt freuen wir uns wirklich auf Aragon. Das htte man vor einer Woche noch nicht von mir gehrt."

Fotoquelle: Honda

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