Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis blickt zuversichtlich in die Zukunft

MotoGP 2013

— 12.04.2013

Jarvis hofft auf mehr Rennen außerhalb von Europa

Der Yamaha-Rennleiter sieht auf Grund der wirtschaftlichen Probleme in Europa auch Chancen und fordert mehr Rennen in Südostasien

Die Wirtschaftskrise hat der MotoGP kräftig zugesetzt. Kawasaki und Suzuki zogen den Stecker und übrig blieben nur noch Honda, Yamaha und Ducati. Doch auch die Zuschauer können sich die teuren Rennstreckenbesuche teilweise nicht mehr leisten. Die richtige Antwort auf dieses Problem wäre laut Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis eine Expansion in neue Märkte.

"Was wir uns wünschen sind Stabilität und Wachstum. Wir haben viele Änderungen miterlebt und ich denke, dass es an der Zeit ist, eine Periode der Stabilität zu haben. Zudem sollte der Sport wieder einen Wachstumsschub erhalten. Ich würde es begrüßen, wenn der Sport andere Märkte auf der Welt erschließt, besonders Südostasien: Die MotoGP ist dort sehr wichtig und wir haben im Moment nur ein Rennen in Sepang hier", erklärt Jarvis.

"Es gibt dort definitiv Kapazitäten für mehr Rennen. Ich würde es gut heißen, wenn die Meisterschaft zu einer globalen Meisterschaft wächst", betont er. In Südamerika, Afrika und Südostasien würde der Yamaha-Rennleiter die MotoGP-Piloten gern häufiger fahren sehen. "Es gibt eine sehr hungrige MotoGP-Fangemeinde. Wir glauben an diesen Sport, müssen aber zusammen mit den Teams, der Dorna, der FIM nach Wachstum streben und versuchen, es zu promoten."

Mit der Rückkehr von Suzuki und den Kundenangeboten von Honda (Production-Racer) und Yamaha (M1-Motoren) dürfte die MotoGP bereits 2014 einen kräftigen Schub erhalten. "Ich sehe keine großen Probleme sondern Chancen. Wenn die Möglichkeit besteht, dass wir mehr Motorräder - mehr Yamahas - in der Startaufstellung sehen können, dann ist das eine Chance", hebt Jarvis hervor.

"Die Rezession ist extrem schwierig. Jeder ist betroffen, in jedem Sport, in jeder Branche, in jedem Gewerbe auf der Welt. Wir leiden mit den anderen. Eine Antwort darauf sind Kostensenkungen - Reduzierungen der Test oder technische Regeln, die zum Beispiel die Anzahl der Motoren limitieren. Das wird die große Herausforderung sein: den Sport trotz vernünftiger Kosteneinsparungen in der Zukunft zu erhalten", so Jarvis.

Doch Kosteneinsparungen sind nicht das Allheilmittel: "Ich denke, wir müssen mehr machen, als die Kosten zu senken. Wir müssen sehen, wie wir unter diesen Umständen das Interesse für den Sport steigern, wie wir die Popularität stärken und wie wir den Sport einer größeren Zuschauermenge zeigen können", fordert er.

Fotoquelle: Yamaha

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