Jorge Lorenzo kommt nach seinem Sieg in Katar als WM-Führender nach Austin

MotoGP 2013

— 16.04.2013

Bekommt Yamaha in Austin Probleme?

Die lange Start/Ziel-Gerade und die vielen langsamen Kurven, die eine gute Traktion fordern, könnten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi zu schaffen machen

Weltmeister Jorge Lorenzo und Teamkollege Valentino Rossi konnten die Honda-Werkspiloten beim Saisonauftakt in Katar deutlich hinter sich lassen. Die M1 war der RC213V auf dem Losail International Circuit deutlich überlegen. Doch beim zweiten Lauf der Saison 2013 könnte sich das Blatt schon wenden. Honda gab beim privaten Vorsaison-Test auf dem neuen Circuit of the Americas (COTA) klar den Ton an und gab Yamaha bis zum Rennen einige Hausaufgaben auf.

Ob diese erledigt wurden, wird sich am Wochenende zeigen. "Katar lief richtig gut für uns. Es war ein großartiger Start in eine spannende Saison. Es ist immer wichtig, einen guten Start zu haben, doch Losail war erst das erste Rennen in einer langen Saison. Wir müssen unsere Gedanken neu sortieren" fordert Auftaktsieger Lorenzo. "In den USA erwartet uns eine komplett andere Strecke. Nicht nur das Layout, auch der Asphalt, das Klima und einige andere Umstände sind anders."

"Der Kurs in Austin hat eine sehr lange Gerade und viele Kurven, die im ersten Gang gefahren werden, in denen man eine gute Beschleunigung und Traktion benötigt", analysiert der Spanier und deutet auf die Achillesferse seiner M1, die am Kurvenausgang der Honda etwas unterlegen ist. "Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch dort ein gutes Ergebnis erzielen können. Ich möchte in Austin gewinnen. Das ist mein Anspruch, auch wenn ich weiß, dass es in den USA deutlich schwieriger wird."

Rossi stapelt tief

"Austin wird sicher kein einfaches Rennen für uns werden, doch das Podium von Katar schenkt uns eine Extra-Motivation", bemerkt der wieder erstarkte Teamkollege Rossi, der sich gern an seine Aufholjagd vom Grand Prix in Katar erinnert. "Wir haben dort tolle Arbeit geleistet und können mit mehr Gewissheit nach Austin gehen. Unsere Gegner werden sehr stark sein, doch unser Ziel ist es, Punkte zu holen."

"Ich bin zuversichtlich, weil ich den Kurs sehr mag und mein erster Eindruck, den ich mir beim Test verschaffen konnte, besagt, dass der Kurs sehr schön ist. Das Layout ist ziemlich speziell: Es geht bergab und bergauf. Die erste Bremszone ist sehr technisch. Die zweite Kurve und den Übergang zu den Schikanen finde ich am besten. Die Gerade ist sehr lang, was gut ist, um zu überholen. Ich freue mich sehr auf das Rennen auf dem COTA", so der Italiener.

Austin betont die Schwächen der M1

Teammanager Wilco Zeelenberg wird in Austin erstmals vor Ort sein. "Ich konnte vor einigen Wochen nicht beim Test auf dem COTA dabei sein, doch was ich über die Strecke hörte, war, dass die Eindrücke sich zu anderen Kursen deutlich abgrenzten", erklärt der Niederländer und grübelt: "Vielleicht liegt das an dem neuen besonderen Layout."

Die starke Vorstellung in Katar ist auch bei Zeelenberg haften geblieben. "Wir konnten in Katar gewinnen. Es war ein toller Start für uns und auch für Yamaha. Doch wir müssen nach vorne sehen. Die Saison ist lang und hart", warnt der Yamaha-Teammanager. "Theoretisch ist Austin kein Kurs, der uns entgegen kommt. Wir müssen sehen, wie sehr wir unsere Performance verglichen mit den Tests verbessern können. Bis Sonntag werden wir nichts Genaues wissen."

"Wir gehen mit anderen Voraussetzungen nach Austin als vor einem Monat", stellt Teamdirektor Massimo Meregalli klar. "Die Daten, die wir dort sammeln konnten, werden uns helfen, ein Basis-Setup zu finden, mit denen wir in die Trainings starten. Das Ergebnis aus Katar wird ebenfalls hilfreich sein. Die letzten Änderungen, die wir am Motorrad vorgenommen haben, werden eine Hilfe sein. Austin wird kein einfaches Rennen für uns, doch es wird mit Sicherheit besser laufen als beim Test. Der Ort ist sehr schön und die Temperaturen waren vor einem Monat perfekt. Wir freuen uns auf dieses Rennen, vor allem nach der Motivation des vergangenen Rennens."

Fotoquelle: Yamaha

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