Rookie Marc Marquez war am Freitag mit Abstand der Schnellste

MotoGP 2013

— 20.04.2013

Marquez: "Es war erst Freitag"

Marc Marquez will in seine starken Freitagszeiten nicht allzu viel hineininterpretieren - Am Samstag wird auch die Konkurrenz schneller werden

Der erste Trainingstag auf dem neuen "Circuit of The Americas" stand ganz im Zeichen von Marc Marquez. Der Rookie setzte dort fort, wo er Mitte Mrz den Test beendet hatte, nmlich auf Platz eins. Der Spanier nutzte den Erfahrungsvorteil perfekt, aber dennoch war er klar in seiner eigenen Liga, denn seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa nahm er eine halbe Sekunde ab. Dem Yamaha-Duo brummte Marquez mehr als 1,6 Sekunden auf. Trotzdem will der amtierende Moto2-Weltmeister nicht viel von der Favoritenrolle wissen.

"Es ist fr alle eine neue Strecke. Natrlich hatten wir und alle Honda-Fahrer einen groen Vorteil, weil wir den Test hier gemacht haben. Unter dem Strich ist es aber eine neue Strecke und niemand wei, wie sich das Rennen entwickeln wird und wie sich die Reifen verhalten werden", schtzt Marquez die Gesamtsituation ein. "Wir mssen arbeiten und versuchen fr das Rennen bereit zu sein, egal ob wir fr das Podium, die Top 5 oder um den Sieg kmpfen knnen."

Hat Marquez die Geheimnisse der Strecke besser als die versammelte Konkurrenz ausgelotet? "Ich wei nicht, warum ich mich auf diesem Kurs von Beginn an wohl fhle. Ich muss es genieen. Natrlich bin ich am Limit, denn jeder greift an." Auffallend war im zweiten Training nicht nur sein Speed ber eine Runde, sondern der Spanier konnte das hohe Tempo auch konstant halten. "Ich fhle mich sehr gut. Wichtig ist, dass ich am Nachmittag sehr konstant war, denn wir arbeiten fr das Rennen."

"Es war ein wichtiger Tag, aber der Samstag und der Sonntag werden noch wichtiger werden, weil sich der Grip der Strecke immer mehr verbessert. Zudem wird es heier. Deshalb mssen wir die Abstimmung anpassen. Die Reifen verhalten sich dann auch anders. Wir mssen 100 Prozent geben, denn alle werden schneller werden", ist sich Marquez bewusst. Alle Fahrer hatten mit dem niedrigen Griplevel zu kmpfen.

"Ehrlich gesagt war der Grip fr alle gleich. Es fhlte sich genauso an wie am ersten Testtag. Der Grip war nicht so gut, aber dann ist es besser geworden. So hat es sich auch am Freitag angefhlt. Im ersten Training gab es kaum Grip, im zweiten war es dann besser und am Samstag wird die Strecke noch schneller sein." Deshalb sollten die Rundenzeiten am Samstag weiter fallen. "Morgen wird es viel besser sein, denn die Zeiten werden schneller werden."

"Mit dieser Erfahrung gehen wir es Training fr Training an. Im Warmup werden wir dann unser Level im Vergleich zu den anderen Fahrern sehen." Kann Marquez in Austin schon seinen ersten MotoGP-Sieg feiern? "Nach dem Warmup kann ich vielleicht mehr sagen. Ich wei es nicht. Es war erst der Freitag", lsst sich der 20-Jhrige nicht festnageln. "Einfach ist es nicht, aber es fllt mir einfacher als in Katar, weil ich konstanter fahren kann."

Strecke liegt Honda

Bereits im Vorfeld wurde vermutet, dass der CoTA mehr Honda als Yamaha liegen wrde. Dieser Eindruck hat sich am Freitag auch besttigt. "Es gibt viele Beschleunigungspunkte. Es ist anders als Katar, wo es mehr eine Yamaha-Strecke war. Diese Strecke ist mehr 'Stop-and-Go' und liegt Honda besser", findet Marquez. "Aber die ersten Kurvenkombinationen liegen Yamaha besser. Wir mssen bei der Abstimmung den richtigen Kompromiss eingehen."

Speziell die erste Kurve ist mit der steilen Steigung einzigartig im Kalender. Einmal verpasste Marquez dort auch den Bremspunkt. "Die erste Kurve ist etwas Besonderes, denn man hat das Gefhl, dass man spter bremsen kann. Bremst man aber spter, dann kommt man von der Ideallinie ab. Das macht es interessant", erlutert er aus Fahrersicht.

Zum ersten Mal gastiert die MotoGP an diesem Wochenende in Texas. Generell gefllt Marquez die USA. "Mir gefllt es hier sehr gut. Auch Indianapolis hat mir sehr gut gefallen, denn ich mag die Menschen hier und den Lebensstil." Zeit zum Genieen hat er allerdings weniger, denn es wartet noch viel Arbeit: "Wir haben eine gute Pace, aber trotzdem mssen wir uns noch in vielen Bereichen verbessern, vor allem bei der Elektronik. Wen es mehr Grip gibt, muss man bei der Elektronik viel verndern. Abgesehen davon fhle ich mich sehr gut."

Fotoquelle: Repsol

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