Trotz fehlendem Grips war Valentino Rossi mit seiner Leistung zufrieden

MotoGP 2013

— 20.04.2013

Rossi auf der Suche nach dem Grip

Valentino Rossi beklagt am ersten Trainingstag in Austin fehlenden Grip - Die Vormachtstellung der Honda bereitet dem Italiener Sorgen

Den ersten Trainingstag auf dem "Circuit of The Americas" (CoTA) in Austin beendete Valentino Rossi (Yamaha) in der MotoGP auf Position fünf. Seine schnellste Runde fuhr der Italiener in 2:06.868 Minuten. Damit war er 1,837 Sekunden langsamer als Honda-Pilot Marc Marquez, der am Freitag das Geschehen in Austin dominierte. Obwohl Rossi damit langsamster der fünf Prototypen-Piloten war, die im März bereits auf der Strecke getestet hatten, war er mit seiner Leistung insgesamt zufrieden: "Ich bin glücklich, denn gestern Nachmittag war ich ähnlich schnell wie Jorge. Beim Test war er viel schneller als ich", sagt Rossi.

Am Freitag fehlten dem 34-Jährigen nur gut zwei Zehntelsekunden auf die Zeit seines Teamkollegen, beim Test am 14. März hatte sein Rückstand auf Jorge Lorenzo noch über 0,6 Sekunden betragen. Allerdings blieb Rossi - wie seine Konkurrenten auch - deutlich hinter den Testzeiten zurück. "Der Strecke hat nicht besonders viel Grip", machte der neunmalige Weltmeister als Ursache dafür aus. "Wir hoffen, dass das besser wird, dann können wir heute und am Sonntag schneller fahren. Vor allem hinten fehlt der Grip, das Motorrad bewegt sich bei der Beschleunigung sehr stark."

Während des ersten Trainingstages, entwickelte sich die Strecke ständig weiter. "Der Grip hat sich stark verändert, am Nachtmittag sind wir vier Sekunden schneller gefahren. Die Temperatur macht bei unseren Reifen einen großen Unterschied", erklärt Rossi. Bei den Tests war es in Austin deutlich wärmer als am Freitag. Daher war die Haftung deutlich geringer. "Am Nachmittag war es immer noch schlechter als bei den Tests. Dort bin ich 2:04.9 Minuten gefahren, gestern bin ich 2:06.8 gefahren, war also zwei Sekunden langsamer."

Neben den kühleren Temperaturen und Schmutz auf der Fahrbahn sah Rossi noch eine dritte Ursache für den fehlenden Grip: "Ich denke es liegt am Asphalt der Strecke, der bietet nicht genug Grip." Darüber hatten im November bereits die Formel-1-Piloten bei der Premiere auf dem CoTA geklagt. "Wir hoffen, dass die Strecke durch die vielen Motorräder sauberer wird und dass mehr Gummi gelegt wird", sagt Rossi.

Vom fehlenden Grip abgesehen erkennt Rossi gegenüber den Tests aber eine deutliche Steigerung: "Das Motorrad lässt sich nun besser fahren", sagt der 34-Jährige. Sorge bereitet ihm jedoch die starke Form der Konkurrenz: "Das Problem ist der Abstand zu Honda, vor allem zu Marquez, aber auch zu Pedrosa und Bradl. Sie sind klar schneller als wir", muss Rossi eingestehen. Vor allem in den Sektoren zwei und drei verlor der Italiener die entscheidenden Zehntelsekunden.

Angesichts des Speeds der Honda glaubt Rossi im Rennen nicht an einen Sieg. "Es wird sehr schwierig werden, aufs Podium zu fahren. Aber wir werden es versuchen." Um die Lücke zu den drei Honda zu schließen, will Yamaha morgen an der Feinabstimmung der M1 arbeiten und dabei vor allem das Heck ins Blickfeld nehmen: "Wir werden heute versuchen, die Gewichtsverteilung zu verändern. Wir wollen mehr Gewicht nach hinten verlagern, um am Hinterrad mehr Grip zu bekommen, allerdings ohne das gute Gefühl für das Vorderrad zu verlieren", erklärt Rossi.

Fotoquelle: Yamaha

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