In der Tech-3-Box wurde nach dem Feuer aufgeräumt und alles in Ordnung gebracht

MotoGP 2013

— 18.04.2013

Austin: Feuer in der Tech-3-Box

Ein elektrischer Starter löste in der Nacht auf Donnerstag ein Feuer in der Tech-3-Box aus - Laut Herve Poncharal kann seine Mannschaft problemlos in Austin antreten

Am Donnerstagvormittag herrschte plötzlich Hektik in den Boxen des neuen "Circuit of The Americas" in Texas: In der Tech-3-Garagre war ein Feuer ausgebrochen, doch die Sprinkleranlage löste sofort aus und die Feuerwehr schritt rasch ein und löschte den Brand. Auch an den Nachbarboxen wurde die Sprinkleranlage ausgelöst, wodurch unter anderem bei Yamaha, LCR, und Cardion aufgeräumt und der Boden getrocknet werden musste. Der größte Schaden entstand allerdings bei Tech 3: Ein Starter, der normalerweise zum Anlassen der Motorräder verwendet wird, fing Feuer. Computer, Monitore und Fernseher wurden beschädigt. Trotzdem ist man bei Tech 3 sicher, dass das kein Problem an diesem Wochenende darstellen wird, weil Motorräder und Material unbeschädigt sind.

"Unglücklicherweise gab es in der Tech-3-Garage in der Nacht einen kleinen Zwischenfall", berichtet Teamchef Herve Poncharal. "Die MotoGP-Maschinen werden mit einem elektrischen Starter gestartet. Über Nacht werden sie an der Box aufgeladen. Das ist der gewöhnliche Ablauf und machen wir schon seit Beginn der Viertaktära. Leider fing eine der Batterien über Nacht Feuer. Dank der Feuerschutzmaßnahmen des 'Circuit of The Americas' und der lokalen Feuerwehr konnte der Schaden in Grenzen gehalten werden."

"Das Sprinklersystem aktivierte sich sofort und auch die Feuerwehr war rasch vor Ort. Dafür bin ich sehr dankbar. Wir werden jetzt genau untersuchen, warum dieses Problem aufgetreten ist, und werden die nötigen Maßnahmen ergreifen, damit es nicht mehr vorkommt. Ich entschuldige mich auch beim Yamaha-Werksteam, LCR-Honda und beim Cardion-Team, denn auch in ihren Boxen wurde die Sprinkleranlage aktiviert", sagt Poncharal.

Die MotoGP-Familie hielt nach diesem Vorfall zusammen. "Es hätte viel schlimmer kommen können, aber mit der Unterstützung von Yamaha und der MotoGP-Gemeinde bin ich mir sicher, dass wir an diesem Wochenende ohne weitere Probleme teilnehmen können." Das Feuer brach gegen ein Uhr Nachts aus.Yamaha Managing-Direktor Lin Jarvis bedankt sich in erster Linie bei den Veranstaltern der neuen Anlage. "Wenn wir nicht an dieser Strecke mit dieser guten Einrichtung wären, hätten wir vielleicht sechs Motorräder verloren."

"Das wäre eine andere Geschichte gewesen", malt er das schlimmste Szenario an die Wand. "Die Motorräder wurden nicht beschädigt. Wir haben nur Computer, Monitore und Server verloren. Allerdings sind die Transportboxen mit den Ersatzteilen voller Wasser. Wir können an diesem Wochenende fahren, aber wir mussten alles auseinandernehmen, um sicher zu gehen, dass kein Rost ansetzt", erläutert Jarvis.

"Wir haben glücklicherweise nicht alles verloren. Einen Server haben wir zwar verloren, aber wir haben zwei. Die Laptops waren nicht an der Box, aber andere Computer waren betroffen. Wir haben genug Ressourcen für dieses Wochenende. Wir müssen heute alles überprüfen, aber das große Fragezeichen sind die Folgeschäden. Nach diesem Rennen geht es weiter nach Jerez. Es muss alles trocken sein, damit kein Rost auftritt. Die mechanischen Teile sind kein Problem, weil man alles sehen kann. Schwieriger ist es bei der Elektrik. Rost und elektrische Probleme sind die Bedenken."

Auch Tech-3-Fahrer Cal Crutchlow ahnt, dass man Glück im Unglück hatte: "Auf jeder anderen Strecke wäre es ein Desaster geworden, weil es hier ein sehr gutes Sicherheitssystem gibt. Es war ein dummer Fehler, den jedes Team macht. Das hätte jedem passieren können. Es hätte auch die WM zerstören können."

Fotoquelle: FGlaenzel

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Formel 1 USA

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