Jorge Lorenzo war in Austin schnellster Verfolger der Werks-Honda

MotoGP 2013

— 22.04.2013

Lorenzo bejubelt 100. MotoGP-Podium

In Austin musste sich Jorge Lorenzo mit Platz drei zufrieden geben - Damit fuhr der Yamaha-Pilot in der MotoGP zum 100. Mal auf das Podium

Nach seinem Sieg beim Saisonauftakt in Katar hatte Jorge Lorenzo beim zweiten Saisonrennen der MotoGP auf dem "Circuit of The Americas" in Austin/Texas keine realistische Siegchance. Von Startplatz drei aus gestartet, konnte er den beiden Werks-Honda von Marc Marquez und Dani Pedrosa nicht folgen und musste sich daher mit Position drei zufrieden geben. Wer nach dem Rennen einen enttuschten Spanier erwartet hatte, wurde von Lorenzo allerdings eines besseren belehrt.

"Es ist okay, Position drei ist wirklich gut", freut sich der 25-Jhrige ber das Ergebnis, das seine 100. Podiumsplatzierung seit dem Aufstieg in die MotoGP war. Positiv war fr den amtierenden Weltmeister im Rennen, dass er den Abstand zu den Honda im Vergleich zum Zeittraining deutlich verringern konnte: "Im Qualifying war ich eine Sekunde langsamer als die Honda, daher hatte ich erwartet, das Rennen zehn oder 15 Sekunden hinter ihnen zu beenden. Es waren aber nur drei Sekunden, das war sehr gut. Es fehlten nur zwei Zehntelsekunden pro Runde, um um den Sieg zu kmpfen."

Der entscheidende Schritt gelang Lorenzo im sonntglichen Aufwrmtraining: "Im Warmup haben wir das Motorrad stark verndert. Wie haben die Haarnadelkurven von Erste- zu Zweite-Gang-Kurven verndert. Das war eine deutliche Verbesserung", erklrt der Spanier. Ganz zufrieden war er mir seiner M1 jedoch nicht: "Wir konnten das Getriebe aber nicht perfekt abstimmen, der zweite Gang war immer noch zu lang bersetzt. Dadurch kam ich beim Start nicht gut weg, sonst htte ich Mark vielleicht packen knnen", meint Lorenzo.

Nachdem er ber weite Strecken ein einsames Rennen gefahren war, holte Lorenzo gegen Ende auf den zweitplatzierten Pedrosa auf, sah von einem Angriff aber ab: "Ich htte Dani in der letzten Runde vielleicht noch angreifen knnen, aber dann wre das Risiko, dass ich strze, grer als 50 Prozent gewesen." So entschied sich Lorenzo dafr, die 16 Punkte fr die Meisterschaft mitzunehmen. Das Unternehmen Titelverteidigung wird seiner Ansicht ohnehin schwierig genug: "Das wird sehr hart. Es gibt viele Fahrer, die sehr talentiert und mental stark sind. Aber ich fhle mich mental strker als noch im vergangenen Jahr."

Auch in Austin waren die Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft einer Art spanische Meisterschaft mit internationaler Beteiligung. Acht von neun Podiumspltzen wurden von Spaniern eingenommen. Befragt, warum die Iberer derzeit so dominant sind, sagt Lorenzo: "Das ist schwierig zu erklren. Das ist fr mich zu 50 Prozent Zufall und zu 50 Prozent die Arbeit des Verbands. Sie haben viel Meisterschaften fr Kinder geschaffen, in denen sie aufwachsen knnen. Wir haben eine Menge guter Fahrer."

Fotoquelle: FGlaenzel

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