Cal Crutchlow konnte in Austin Werkspilot Valentino Rossi klar bezwingen

MotoGP 2013

— 24.04.2013

Ist Crutchlows M1 soweit weg von den Werks-Yamahas?

In Katar und Austin kann Cal Crutchlow an der Spitze mitmischen: Wie groß ist der Unterschied zwischen der Tech-3-Yamaha und den Werksmaschinen?

Wie zu Beginn der Saison 2012 scheint Cal Crutchlow auch 2013 verglichen mit der Vorsaison einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Beim Saisonauftakt in Katar mischte der Brite in den Trainings stets an der Spitze mit und auch auf dem für ihn neuen Kurs in Austin war Crutchlow sehr konkurrenzfähig. Der erste Podestplatz der Saison ist nur noch eine Frage der Zeit. In der Fahrerwertung liegt der Tech-3-Pilot derzeit auf Position fünf.

Dennoch scheint Crutchlow nicht komplett zufrieden zu sein. Immer wieder klagte er während der Vorsaison über die mangelnde Unterstützung von Yamaha. Bereits Ende 2012 hoffte er auf einen Wechsel ins Werksteam. Doch durch Valentino Rossis Rückkehr ins Yamaha-Werksteam und Andrea Doviziosos Wechsel zu Ducati waren die beiden übrigen Plätze weg und Crutchlow musste ein weiteres Jahr bei Herve Poncharal dranhängen. Betrachtet man die Leistungen des Briten, dann war das sicher kein Fehler.

Als WM-Fünfter ist Crutchlow momentan bester Satelliten-Pilot. Mit dem von Yamaha gelieferten Material ist er aber nicht besonders zufrieden. "In Katar lag es an der Elektronik, denn ich konnte den beiden Honda-Jungs auf der Zielgeraden nicht im Windschatten folgen. Ich hatte in einen Spritsparmodus geschaltet", berichtet der ehemalige Supersport-Weltmeister. "Wenn ich alleine gefahren wäre, dann hätte ich schnellere Zeiten fahren können. Da mich die Hondas in der Kurvenmitte aufgehalten haben, konnte ich ohnehin nicht beschleunigen."

"Das Werksteam hat ein anderes Chassis, eine andere Schwinge, eine andere Elektronik. Nur der Motor ist gleich", vergleicht der Tech-3-Pilot. "Mein Paket ist aber sehr gut. Wenn man aber in die Tiefe geht, dann sieht man, dass ich die Rundenzeiten von Lorenzo aus dem Vorjahr gefahren bin, als er das Rennen gewonnen hat. Der Unterschied war, dass er diesmal schneller gefahren ist. Mein Paket ist gut und ich bin zufrieden damit, aber es scheint das Limit des Pakets zu sein."

Bei der Konkurrenz fährt man 2013 eine etwas andere Strategie als bei Yamaha. Ducati rüstet in dieser Saison auch das Pramac-Team mit Werks-Material aus. In Austin gingen die Satelliten-Piloten zwar mit einer älteren Verkleidung an den Start, doch unter der Karbon-Hülle sind die Desmosedicis identisch. Und auch Honda liefert den Kundenteams LCR und Gresini in dieser Saison Werks-Material. Die RC213V von Stefan Bradl und Alvaro Bautista stehen den Werks-Rennern von Dani Pedrosa und Marc Marquez laut Shuhei Nakamoto in nichts nach.

"Unsere Strategie ist nicht so anders wie bei Honda", stellt Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis klar. "Cals Motorspezifikation entspricht jener des Werksteams. Von der reinen Performance sollte es mehr oder weniger gleich sein. Es gibt vielleicht kleine Unterschiede bei der Abstimmung oder bei Updates, aber prinzipiell wollen wir die Kundenmaschinen so nahe wie möglich beim Werksteam haben."

"Wenn ich mir die Geschwindigkeitsmessungen auf diesem Kurs ansehe, dann fehlen mir immer noch zwei bis drei km/h", bemerkt Crutchlow, der den Unterschied zwischen seiner Yamaha M1 und den Maschinen der Werkspiloten als größer einstuft. Besonders auf den Geraden fühlt sich der Brite trotz gleicher Motorspezifikation benachteiligt. "Ich kann nicht mehr tun, als mit meinem Material so schnell wie möglich fahren. Ich gebe ihnen mein Feedback. Vielleicht muss ich das komplette Jahr mit diesem Material fahren."

Fotoquelle: FGlaenzel

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