Honda-Pilot Dani Pedrosa kommt mit acht Punkten Rückstand nach Jerez

MotoGP 2013

— 01.05.2013

Pedrosa: "Möchte nicht ständig alles erklären"

Der Honda-Werkspilot spricht über seinen Charakter und die Verantwortung, für seine Fans an den Rennwochenenden stets greifbar zu sein

Dass Dani Pedrosa nach den ersten beiden Rennen der Saison nur als drittbester Spanier der WM-Wertung zum Heimrennen nach Jerez kommt, ist nach den Wintertests und der zweiten Saisonhälfte 2012 eine Überraschung. Vorbei scheint die starke Form des zuletzt von Kevin Schwantz stark kritisierten Honda-Werkspiloten, der 2013 noch nicht gewinnen konnte. Oder lag es in Katar und den USA an den äußeren Bedingungen?

"In Katar konnten wir einfach kein gutes Setup erarbeiten. Die Bedingungen änderten sich ständig. Aus irgendeinem Grund konnten wir nicht die Haftung herstellen, die unsere Gegner hatten. Ich habe alles aus mir herausgeholt, doch durch den fehlenden Grip war nicht mehr drin", bedauert Pedrosa im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Dass sein unerfahrener Teamkollege Marc Marquez beide Rennen vor Pedrosa beendete, erhöht den Druck im Team. "Marc war großartig. Er fuhr ein tolles Rennen. Ohne Zweifel, er hat ein sehr gutes Debüt abgeliefert", lobt Routinier Pedrosa.

"Wir kommen gut miteinander klar. Ich freue mich für ihn und das Team, dass er ein gutes Debüt hatte", bemerkt der Vizeweltmeister von 2012. "Ob ich enttäuscht war? Mit Sicherheit, weil ich nicht das volle Potenzial des Motorrads ausloten konnte, auch wenn ich mein Bestes gab. Man muss nicht lange nach dem Grund suchen. Ich bin der gleiche, der ich im vergangenen Jahr und in der Vorsaison war. Es lag einfach an den Bedingungen, die nicht ideal waren."

Beim dritten Rennen der Saison soll nun der erste Sieg folgen. "Die Atmosphäre in Jerez ist besonders. Es ist, als ob man davon umhüllt wird. Man wird von der Unterstützung der Fans getragen", erinnert sich Pedrosa. "Der Start des Rennens ist der beste Moment. Die spanischen Fans wollen, dass ein Spanier das den Spanischen Grand Prix gewinnt. Sie jubeln also für einen."

Doch die heimischen Fans können auch zur Belastung werden. "Man möchte zum Mittagessen oder einem Interview-Termin, bei dem man schön spät dran ist", beschreibt Pedrosa. "Es ist schön, wenn Leute ein Foto oder Autogramm wollen, doch wenn man in Eile ist und schnell weiter muss, dann drehen die Leute durch. Sie wissen nicht, dass man es eilig hat."

"Dadurch bekommt man ein schlechtes Image, das man gar nicht beabsichtigt. Das ist für mich definitiv der schlimmste Teil des Wochenendes", stellt er heraus. Wie Ex-Teamkollege Casey Stoner zählt auch Pedrosa zu den ruhigen Typen im MotoGP-Paddock. Auch wenn der Mediendruck und die Erwartungen der Fans nicht mit denen eines Valentino Rossi zu vergleichen sind, so belastet die Öffentlichkeitsarbeit Pedrosa dennoch.

"Ich bin ein stiller Mensch. Abseits des Renngeschehens bin ich recht ruhig. Ich möchte nicht im Rampenlicht stehen. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, dann möchte ich einfach ein Kerl in einer Gruppe sein", stellt der Spanier klar. "Wir müssen immer alles erklären. Ich mag es nicht, ständig alles erklären zu müssen. Wir sind nie alleine, wenn wir Interviews geben müssen bei Pressekonferenzen oder nach einem Rennen. Es gibt immer sehr viele Leute, die um einen herum sind. Man kann sich also nicht einfach nett mit einer anderen Person unterhalten."

Fotoquelle: FGlaenzel

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