Beim Vorsaisontest wurde klar, dass der harte Hinterreifen zu schnell abbaut

MotoGP 2013

— 01.05.2013

Bridgestone: Mit extraharten Regenreifen nach Jerez

Der MotoGP-Reifenlieferant hat nach dem Vorsaisontest entschieden, bei Regen eine extraharte Mischung anzubieten - Keine asymmetrischen Trockenreifen

Bei den beiden bisherigen Rennen der Saison 2013 leistete Bridgestone gute Arbeit. Für den Europaauftakt in Jerez stehen die Japaner aber vor keiner leichten Aufgabe, auch wenn sie den Kurs deutlich besser kennen als die Strecken in Katar und den Vereinigten Staaten. Doch das anspruchsvolle Layout und der aggressive Belag erschweren die Aufgabe für den MotoGP-Reifenausrüster. Das große Temperaturfenster, das in Jerez zu dieser Jahreszeit möglich ist, erleichtert die Wahl der Mischungen nicht.

"Ich freue mich sehr auf dieses Wochenende, weil es immer etwas Besonderes ist, in Europa zu fahren. Durch den spannenden Saisonstart und die Erfolge der spanischen Fahrer in der Meisterschaft erwarte ich viele und laute Zuschauer in Jerez", erklärt Motorsport-Chef Hiroshi Yamada. "Während des Jerez-Tests haben Reifenanalysen gezeigt, dass unsere harte Hinterreifenmischung für Regen mit den neuen Maschinen und durch die aggressive Oberfläche der Strecke schnell verschleißt und stark abbaut."

"Wir haben unsere Produktion sofort umgestellt, um sicherzustellen, einen alternativen extraharten Hinterreifen für Regen bei dem kommenden Rennen anzubieten. Dieser besondere Regenreifen wurde nur für den Spanien Grand Prix gemacht und ist eine Mischung, die nicht zu unserem regulären Angebot an Regenreifen gehört", berichtet Yamada. Während die Regenreifen hart und extrahart am einen Ende der Skala sind, geht es bei den Trockenreifen genau in die andere Richtung.

Weich und mittel vorne und weich und mittel (symmetrisch) hinten sind ziemlich weiche Mischungen. Auf dem acht Rechts- und fünf Linkskurven umfassenden Kurs kommen einmalig im Kalender keine asymmetrischen Reifen zum Einsatz. "Jerez ist ein technischer Kurs mit einem Mix von schnellen und langsamen Kurven", bemerkt Shinji Aoki, der Chef der Entwicklungsabteilung. "Es ist ein guter Kurs zum Testen, weil es verschiedenste Kurven gibt."

"Das bedeutet, man benötigt einen Reifen, der sehr ausgeglichen ist und ein gutes Handling von geringen bis hohen Geschwindigkeiten und flachen bis überhöhten Kurven ermöglicht. Die Oberfläche ist glatt, was einfacher für mittlere Lauffläche ist, doch sie ist auch recht aggressiv. Wir müssen also Mischungen wählen, die dieser hohen Abnutzung standhalten", schildert der Japaner. "Zudem sind die Temperaturen während des Rennwochenendes historisch hoch. Doch wir haben in den vergangenen Jahren auch schon deutlich kühlere Bedingungen erlebt. Unsere Reifen müssen also in einem breiten Temperaturfenster funktionieren."

"Beim Vorsaisontest in Jerez konnten wir unsere Regenreifen unter verschiedensten Bedingungen von leicht feucht bis komplett nass testen. Wir fanden heraus, dass der Verschleiß der harten Regenreifen hinten in einigen Fällen zu heftig war", berichtet Aoki. "Jeder Fahrer wird an diesem Wochenende zwei extraharte Regenreifen als Alternative zum harten Regenreifen erhalten."

Fotoquelle: Repsol

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