Wie nah kommen die CRT-Bikes durch den extraweichen Reifen 2013 noch heran?

MotoGP 2013

— 01.05.2013

Viel Lob für den extraweichen CRT-Reifen

Bridgestones CRT-Alternativreifen lässt die Lücke zu den Prototypen kleiner werden: Müssen sich die Prototypen-Piloten auf Überraschungen gefasst machen?

Ein zentrales Problem der CRT-Vertreter in der Debüt-Saison 2012 waren zweifellos die Reifen. Durch die geringere Leistung hatten die Claiming-Rule-Piloten oft Schwierigkeiten, die Pneus im Temperaturfenster zu halten. In der Regel waren Aleix Espargaro, Colin Edwards und Co. mit der weicheren Mischung unterwegs. Die harte Spezifikation brachten die deutlich leistungsschwächeren Motorräder einfach nicht auf Temperatur.

Für 2013 hat Bridgestone nun eine extraweiche Mischung im Angebot, die exklusiv für die CRT-Piloten angefertigt wurde. "Das generelle Feedback der CRT-Piloten besagte, dass sie an den Rennwochenenden gerne etwas weicheres hätten", verrät Bridgestone-Mitarbeiter Carmine Moscaritolo im Gespräch mit 'MotoGP.com'. "Nach Gesprächen mit den Fahrern und der Dorna und der Auswertung der Daten wurde uns klar, dass ein weicherer Reifen für die CRT-Piloten der richtige Weg ist für 2013."

"Die Konstruktion entspricht der von den anderen Mischungen. Es ist nur die Mischung, die anders ist. Die Konstruktion, die in der vergangenen Saison eingeführt wurde, ist bereits weicher als in dem Jahr zuvor. Das funktionierte bei den CRT-Bikes bereits besser. Nur die Mischung musste noch weicher werden", schildert Moscaritolo. Die Fahrer und Teams begrüßen die weichere Mischung.

"Im vergangenen Jahr konnten wir sehen, dass die CRT-Piloten nie die härtere Mischung fuhren. Die Dorna und die IRTA hörten sich unsere Vorschläge an und entschieden sich dazu, eine weichere Spezifikation zu bringen, weil wir nie die härtere verwendeten", fügt Sergio Verbena, Crewchief bei Forward, hinzu. "Die Bridgestone-Reifen müssen die richtige Temperatur erreichen, um richtig zu funktionieren."

"Die CRT-Bikes haben nicht genug Leistung und Beschleunigung, um den Reifen zu belasten, damit dieser die richtige Temperatur erreicht. Wir konnten mit der harten Spezifikation nie die richtige Temperatur erreichen. Deshalb lieferten die Reifen nie die volle Haftung", blickt der Forward-Ingenieur zurück. "Ich denke, dass wir die Renndistanz bei jedem Rennen mit der weicheren Spezifikation erreichen sollten. Wenn er doch zu weich sein sollte, dann haben wir aber immer noch das Qualifying, in dem wir den Reifen verwenden können."

Doch haben die CRT-Piloten mit dem extraweichen Reifen besonders im Qualifying damit nicht einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Prototypen? "Ich denke, wir werden auf bestimmten Kursen wie Jerez oder dem Sachsenring einige Überraschungen sehen, wie sich die CRTs mit dem weichen Slick qualifizieren", prognostiziert Bridgestone-Mitarbeiter Moscaritolo. "Einige Werks- und Satelliten-Piloten werden überrascht sein, wie nah die CRT-Fahrer kommen. Die Prototypen-Fahrer werden den weicheren Reifen nicht erhalten. Ich bin mir sicher, dass sie ihn gerne hätten, denn er ist für das Qualifying eine Hilfe, doch er wird ausschließlich den CRT-Fahrern zur Verfügung stehen."

Fotoquelle: FGlaenzel

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