Jorge Lorenzo schnappte Dani Pedrosa knapp die Bestzeit weg

MotoGP 2013

— 03.05.2013

Trainingsauftakt in Jerez: Lorenzo knapp vor Pedrosa

Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha) ist beim Europa-Auftakt in Jerez einen Tick schneller als Dani Pedrosa (Honda) - Valentino Rossi (Yamaha) Dritter

Die MotoGP ist zurück in Europa: Das erste Freie Training fand im spanischen Jerez bei leicht bewölktem Himmel und auf trockener Strecke statt, und die Spanier gaben den Ton an. Aber nicht Sensationssieger Marc Marquez (Honda) lag an der Spitze, sondern Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha). Der Lokalmatador umrundete den 4,423 Kilometer langen Kurs in 1:39,701 Minuten und war um drei Tausendstelsekunden schneller als Dani Pedrosa (Honda). Pedrosa hielt lange die Spitze und Lorenzo konnte ihn erst im letzten Angriff überflügeln.

Marquez konnte dagegen nicht seinen überragenden Speed von Austin reproduzieren. Bereits bei den Wintertestfahrten hatte sich angedeutet, dass der 20-Jährige auf dem winkeligen Kurs mehr Probleme hat. Das bestätigte sich nun auch im ersten Freien Training. Auf Lorenzo fehlten Marquez 0,784 Sekunden, womit er an der fünften Stelle landete. Im Gegensatz zu Marquez präsentierte sich Valentino Rossi (Yamaha) auf einer seiner Paradestrecken wieder stark. Der Routinier klassierte sich mit einem Rückstand von 0,366 Sekunden auf Platz drei.

Cal Crutchlow war mit der Tech-3-Yamaha ebenfalls wieder vorne dabei. Der Brite belegte den vierten Rang (+0,412 Sekunden). Alle weiteren Fahrer ab Marquez hatten bereits einen Rückstand von mehr als einer Sekunde. Speziell im vierten Sektor ließen viele Piloten Zeit liegen. In diesem Sektor befinden sich drei schnelle Rechtskurven. Wenn die Reifen abgefahrener sind und die rechte Flanke des symmetrischen Hinterreifens weniger Grip bietet, wirkt sich das genau dort aus.

Der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda/+1,098) begann das Jerez-Wochenende mit dem siebten Platz. Alvaro Bautista (Gresini-Honda/+1,137) landete direkt dahinter. Bester Ducati-Vertreter war beim Auftakt Nicky Hayden auf Rang sechs (+1,021). Sein Teamkollege Andrea Dovizioso hatte dagegen mehr Schwierigkeiten. Gleich nach seiner ersten Runde bog der Italiener wieder an die Box ab. Schließlich wurden es noch 19 Runden, allerdings betrug sein Rückstand 1,243 Sekunden.

Damit ordnete sich "Dovi" hinter dem schnellsten CRT-Vertreter auf Platz zehn ein. Andrea Iannone (Pramac-Ducati) und Testfahrer Michele Pirro folgten auf den Positionen elf und zwölf. Pirro ist in Jerez mit dem Testteam von Ducati im Einsatz und probiert ein neues Experimental-Bike aus. Ben Spies ist verletzungsbedingt nicht dabei. Bei Pramac gibt es keinen Ersatzfahrer für ihn. Pirro ist mit einer Wildcard und seiner Testmannschaft dabei und wird nicht von Pramac betreut.

Eine überzeugende Vorstellung lieferte wieder Aleix Espargaro (Aspar) ab. Der Spanier war klar der beste CRT-Vertreter und war als Neunter sogar schneller als Dovizioso. Da es in Jerez keine langen Geraden gibt, waren die CRT-Fahrer näher an den Prototypen dran. Espargaro fehlten 1,2 Sekunden auf die Bestzeit von Lorenzo. Ab Platz 13 folgten Hector Barbera (Avintia), Randy de Puniet (Aspar), Hiroshi Aoyama (Avintia) und Colin Edwards (Forward).

MotoGP-Rookie Bradley Smith blieb blass und war als 17. mitten im CRT-Feld zu finden. Zwei Sekunden betrug sein Rückstand. Die letzten Plätze belegten Yonny Hernandez (PBM), Danilo Petrucci (Ioda), Claudio Corti (Forward) und Bryan Staring (Gresini). Die beiden Tschechen Karel Abraham (Cardion) und Lukas Pesek (Ioda) waren die Schlusslichter.

Fotoquelle: FGlaenzel

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