Ben Spies leidet immer noch an seiner Schulterverletzung aus dem Vorjahr

MotoGP 2013

— 10.05.2013

Spies: Das Comeback kam zu früh

Ben Spies leidet immer noch unter seiner angeschlagenen Schulter und macht in den USA ein Rehabilitationsprogramm - Er ist nach der Operation zu früh wieder gefahren

Die Leidenszeit von Ben Spies ist immer noch nicht zu Ende. Die katastrophale Saison 2012 wurde mit einem heftigen Sturz in Sepang beendet. Damals verletzte sich der US-Amerikaner schwer an seiner rechten Schulter. Speziell die Muskeln waren stark beschädigt. Die Operation ist nun schon mehr als ein halbes Jahr her, doch Spies ist körperlich immer noch nicht fit. In Katar und Austin kämpfte er sich über die Distanz. In den USA kamen noch stechende Schmerzen in der Brustgegend hinzu. Deshalb ließ der Superbike-Weltmeister von 2009 Jerez aus und wird auch in Le Mans fehlen.

Er befindet sich derzeit in Texas und arbeitet an der Rehabilitation, um die Muskeln in der rechten Schulter wieder aufzubauen. "Ich mache vier oder fünf Tage die Woche Rehabilitation für je drei Stunden. Es ist sehr gut, denn wenn man so viel Muskelmasse verliert, dann versucht man das mit anderen Körperteilen zu kompensieren", erläutert Spies bei 'Motor Cycle News'. "Wenn aber jemand in erster Linie mit dir arbeitet, dann schaut er, dass du den schwachen Muskel beanspruchst, wenn du versucht es mit anderen Muskeln zu kompensieren."

Und genau das war das Problem, das in Austin aufgetreten war. "Ich habe ein Problem mit dem Brustmuskel, wo sich dieser Muskel mit der Schulter verbindet. Die Heilung braucht Zeit. Der Arzt wollte nicht, dass ich fahre, damit ich auch meiner Schulter Genesungszeit verschaffe. Es hätte vermutlich nicht geschmerzt, wenn meine Schulter bei 100 Prozent gewesen wäre, aber ich habe so viel Muskelmasse am Rücken verloren, dass die Rehabilitation wirklich schwierig ist."

Und die fehlende Kraft ist auch ein Sicherheitsproblem, denn Stürze können schneller passieren. "Sollte jemand ein Foto meiner Schulter machen, dann ist sie nur zwei Drittel so groß wie die andre Seite. Diese Muskeln müssen langsam wieder aufgebaut werden", beschreibt Spies die große körperliche Einschränkung. Zudem ist das Comeback auch zu früh gekommen. Er nahm an beiden Wintertests in Malaysia teil, anschließend beim Test in Jerez und danach folgten die ersten beiden Rennwochenenden.

'"Seit die Schulter wieder halbwegs okay ist, musste ich ständig reisen und verpasste dadurch viel Rehabilitation." Rückblickend gesehen hätte sich Spies auf seinen Körper konzentrieren und erst im Laufe der Saison zurückkommen sollen. Mit der aktuellen Ducati ist derzeit kein Blumentopf zu gewinnen und alle Fahrer warten derzeit auf die Neuentwicklungen. "Ich muss zugeben, dass ich zu früh zurückgekommen bin, aber ich hatte gute Gründe dafür. Ich bin bei einem neuen Team und wollte mich an das Motorrad gewöhnen."

Dafür bekam Spies nun von seinem Körper die Rechnung präsentiert. Die Ärzte hatten das aber kommen sehen: "Sie glauben, dass ich zu früh zurückgekommen bin. Ihrer Meinung nach benötigt die Genesungszeit nach der Operation sechs bis acht Monate." Derzeit lautet der Plan, dass Spies in Mugello wieder auf seine Pramac-Ducati steigen wird. "Es wird schwierig sein, bis Mugello zu 100 Prozent fit zu sein."

"Ich muss die Rehabilitation machen, damit ich versuchen kann, eine gute mittlere und zweite Saisonhälfte zu haben", sagt Spies bei 'Motor Cycle News' über seine Pläne. Bis die Muskelkraft wieder komplett aufgebaut ist, wird es aber noch dauern. "Ich möchte wieder auf dem Motorrad sitzen und mich nicht um andere Dinge sorgen. Ich möchte Resultate holen und für Ducati und das Team mein Bestes geben. Ich blicke auf eine bessere mittlere Saisonhälfte und auf ein gutes Saisonende, aber auch auf 2014. Ich möchte nicht zurückkommen und ohne Grund zu kämpfen haben." In Le Mans wird Spies von Testfahrer Michele Pirro vertreten.

Fotoquelle: FGlaenzel

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