Marc Marquez holte sich in Frankreich seine zweite Pole-Position in der MotoGP

MotoGP 2013

— 18.05.2013

Marquez schnappt Lorenzo knapp die Pole weg

Trotz des Sturzes im vierten Freien Training fährt Marc Marquez in Le Mans auf die Pole-Position - Andrea Dovizioso überrascht als Dritter, Stefan Bradl Fünfter

Im Qualifying für den Grand Prix von Frankreich entwickelte sich ein enges Duell zwischen Rookie Marc Marquez (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha). Marquez legte die Bestzeiten vor und Lorenzo nagte an der Zeit, doch es ging sich knapp nicht aus. Marquez eroberte in 1:33,187 Minuten die Pole-Position und steht in Le Mans zum zweiten Mal nach Austin auf dem besten Startplatz. Sein Teamkollege Dani Pedrosa stürzte und konnte am Ende nicht mehr mitmischen. Der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda) zog Startplatz fünf an Land, Superstar Valentino Rossi (Yamaha) belegte Rang acht.

Im Mittelpunkt stand das Duell der beiden Spanier. Zwei Wochen nach dem kontroversen Überholmanöver ging es diesmal um den besten Startplatz. Marquez hatte auch diesmal die Nase vorne und verwies Lorenzo um 0,030 Sekunden auf den zweiten Platz. Im vierten Freien Training war Marquez gestürzt, doch das nagte nicht an seinem Selbstvertrauen. "Ich bin mit der Ersatzmaschine gefahren", bestätigt er nach dem Qualifying.

"Es war nicht einfach, nach dem Sturz das Vertrauen zurückzugewinnen. Das hat Zeit gebraucht, ich habe mir eine oder zwei Runden Zeit gelassen. Doch dann habe ich es als Qualifying betrachtet und wie zuvor Druck gemacht. Mein Rhythmus war nicht schlecht. Jorge hat auch einen guten Rhythmus. Wir müssen abwarten, wie das Wetter morgen wird. Wir versuchen, unser Bestes zu geben."

Lorenzo nahm die knappe Niederlage gelassen: "Während des Wochenendes haben wir intensiv daran gearbeitet, das Gefühl für den Vorderreifen zu verbessern. In Jerez hatten wir diesbezüglich Schwierigkeiten", erläutert er. "Wir wollten ein konstanteres Tempo anstreben. Das haben wir geschafft. Ich konnte zudem eine sehr schnelle Runde fahren, doch leider konnte ich Marc heute nicht schlagen. Er war heute sehr schnell. Unser Hauptziel war jedoch, das Motorrad für das Rennen vorzubereiten. Und das haben wir geschafft. Mal sehen, was morgen passiert."

Eine starke Vorstellung zeigte Andrea Dovizioso, der die Ducati zum ersten Mal in diesem Jahr in die erste Startreihe stellte. Auf dem Bugatti-Circuit funktioniert die Desmosedici deutlich besser als auf manch anderen Strecken. Dovizioso fuhr seine persönliche Bestzeit alleine und hatte einen Rückstand von 0,422 Sekunden auf Marquez. "Wir wussten, dass unser Motorrad hier besser funktioniert. Die erste Startreihe hatte ich aber nicht erwartet", gibt Dovizioso überrascht zu.

"Mein Tempo ist nicht schlecht. Wir sind verglichen mit den anderen Strecken näher an der Spitze. Diese Rundenzeit hatte ich nicht erwartet. Die Zwischenzeiten haben mich überrascht. Unser Tempo ist hier besser." Das stimmt ihn auch für den Grand Prix optimistisch: "Ich hoffe, dass ich im Rennen einen guten Rhythmus fahren kann. Das ist unser Ziel. Hoffentlich bleibt es trocken, doch auch im Nassen funktioniert die Ducati."

Bradl verpasst Reihe eins knapp

Dovizioso führte das Verfolgerfeld an, denn die Fahrer auf den Plätzen drei bis sechs lagen innerhalb von einer Zehntelsekunde. Jeder dieses Quartetts hätte es in die erste Startreihe schaffen können. Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) fehlten sechs Tausendstelsekunden auf "Dovi" und musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Den Sturz im vierten Freien Training hatte er abgehakt. Bradl präsentierte sich deutlich stärker als zuletzt in Jerez.

Die harten Bremszonen in Le Mans liegen dem Fahrstil des Deutschen besser. Er kämpfte um einen Platz in der ersten Reihe, doch letztendlich wurde es Rang fünf. Im letzten Angriff hing der Zahlinger zudem am Hinterrad von Marquez und ließ sich von seinem ehemaligen Konkurrenten um den Moto2-Titel um den Kurs ziehen. Die zweite Reihe komplettierte schließlich Pedrosa. Zu Beginn des Qualifyings katapultierte sich der Spanier zwischenzeitlich auf den zweiten Platz, doch dann klappte das Vorderrad in der Bremszone zu Kurve drei - der Dunlop-Schikane - plötzlich ein und Pedrosa lag im Kiesbett.

Er kehre zurück an die Box und stieg auf die Ersatz-Honda. Der Vizeweltmeister konnte sich persönlich auch noch steigern, doch die anderen Fahrer legten mehr zu und Pedrosa landete schließlich auf dem sechsten Platz. Startreihe sieben führt Alvaro Bautista (Gresini-Honda) auf Rang sieben an. Superstar Rossi spielte im Qualifying keine Rolle und wurde Achter. Auf Marquez büßte der Italiener acht Zehntelsekunden ein.

Alle weiteren Fahrer lagen mehr als eine Sekunde zurück. Rookie Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) wird am Sonntag neben Rossi auf Startplatz neun stehen. Reihe vier teilt sich Ducati-Werksfahrer Nicky Hayden mit dem Aspar-Duo. Hayden konnte nicht so eine schnelle Runde wie Dovizioso aus dem Ärmel schütteln und wurde Zehnter. Bester CRT-Fahrer war Aleix Espargaro als Elfter, der seinen Teamkollegen Randy de Puniet in Schach hielt. Der Lokalmatador war in Q2 als Zwölfter der langsamste Fahrer.

Q1: Aspar schlägt Pramac

Im ersten Qualifyingabschnitt über 15 Minuten lautete das Duell: Aspar gegen Pramac. Espargaro und de Puniet setzten sich mit der Claiming-Rule-Aprilia gegen die beiden Prototypen von Ducati durch. Aprilia feierte einen weiteren kleinen Prestigeerfolg gegen Ducati. Auch für de Puniet war es bei seinem Heimrennen ein schöner Erfolg, denn er schlug seinen Teamkollegen Espargaro und sicherte sich in 1:34,715 Minuten die Bestzeit. Espargaro war nicht zufrieden und musste sich um 0,178 Sekunden geschlagen geben.

Somit kamen die beiden Aspar-Fahrer weiter ins Q2, während für Pramac Endstation war. Andrea Iannone, der sich noch von seiner Unterarmoperation erholt, wird am Sonntag von Startplatz 13 losfahren. Daneben wird sich Ducati-Testfahrer Michele Pirro aufstellen, der den verletzten Ben Spies vertritt. Die fünfte Startreihe komplettiert der Spanier Hector Barbera (Avintia). Den Claiming-Rule-Fahrern steht auch in Le Mans ein weicherer Hinterreifen als den Prototypen zur Verfügung.

In der sechsten Reihe werden Danilo Petrucci (Ioda), Colin Edwards (Forward) und Karel Abraham (Cardion) stehen. Edwards fährt in Le Mans mit einem neuen FTR-Chassis, über das er sich positiv äußerte. Abraham ist seit seinem Schlüsselbeinbruch erstmals wieder dabei und nimmt trotz Schmerzen das Rennen ins Visier. Dahinter qualifizierten sich Claudio Corti (Forward), Michael Laverty (PBM) und Bryan Staring (Gresini) für Reihe sieben. Ganz hinten stehen Lukas Pesek (Ioda), Yonny Hernandez (PBM) und Hiroshi Aoyama (Avintia).

Fotoquelle: FGlaenzel

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