In der kommenden Saison werden alle Fahrer die Einheits-ECU verwenden

MotoGP 2013

— 23.05.2013

Einheitselektronik macht Fortschritte

Bisher funktioniert das Magneti-Marelli-Steuergerät und die Software recht gut: Updates nach dem Jerez-Test sorgen für weitere Steigerungen

Seit der Saison 2013 haben die Teams die Chance, das Einheitssteuergerät von Magneti Marelli zu verwenden, dass ab 2014 Pflicht sein wird. Momentan gibt es die Einheits-ECU aber nur mit der Einheits-Software. Im kommenden Jahr können die Teams dann frei wählen, ob sie ihre eigene Software verwenden möchten oder die von Magneti Marelli. Alle Teams, die sich für eine eigene Software entscheiden, müssen aber mit vier Litern Sprit weniger auskommen.

In der laufenden Saison verwenden bereits Forward, Ioda, Avintia und PBM (beim Eigenbau-Motorrad) die Einheits-Elektronik. Nach den anfänglichen Problemen bei den Tests scheint das Paket mittlerweile sehr gut zu funktionieren. "Wir sind sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. Das System war sehr gut so wie es von Magneti Marelli geliefert wurde, aber jetzt fangen wir an, es zu verbessern", bemerkt Corrado Cecchinelli, der Technikdirektor der Dorna im Gespräch mit 'MotoGP.com'.

"Wir haben nach Jerez einen wichtigen Test durchgeführt, und die Ergebnisse waren zufriedenstellend", schildert er. In Frankreich kam bereits eine überarbeitete Version zum Einsatz: "Wir benutzen die neue Software, die viele kleine Dinge beinhaltet. Die wichtigsten Änderungen helfen bei der Wheelie-Kontrolle und in der Kurven-Ausfahrt. Und alle Fahrer sind glücklich, sodass jetzt alle von ihnen das Update verwenden."

Während die Werke spezielle Elektronik-Lösungen für ihre Prototypen bauen, muss Magneti Marelli mit der Einheits-Elektronik eine Art Allgemein-Lösung anbieten. "Das einzige, was niemand erkennt, ist, dass die ECU für alle Maschinen passen muss. Das ist etwas, das niemand wirklich versteht, aber es ist jede Menge Arbeit", betont Cecchinelli. "Die große Herausforderung ist, allen Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen, was bedeutet, alle Teams zu fragen, was sie brauchen und was sie haben möchten, und zu versuchen, die Wünsche so schnell wie möglich umzusetzen."

"Wir planen, in nicht so kleinen Schritten bei den Tests nach den Rennen Updates einzuführen. Wir wollen keine Neuerungen während eines Rennwochenendes anbringen, wo es die Arbeit der Teams stören könnte. Daher ist der Plan mehr oder weniger, zu jedem Test nach den Rennen etwas vorzustellen", so der Dorna-Technikdirektor. Im kommenden Jahr erwartet Magneti Marelli dann eine noch größere Herausforderung.

Doch Cecchinelli ist überzeugt, dass das vorhandene Steuergerät gut funktionieren wird: "Ich denke, es wird das Beste sein, was wir haben können, für eine Mehrzweck-Software natürlich. Du wirst nie die gleiche maßgeschneiderte Software haben können, wie wenn du mit nur einer Maschine arbeitest", erklärt er. "Wir sind zuversichtlich für 2014! Wir sehen, wo wir jetzt stehen, und ich vertraue den Menschen, die an dem Projekt beteiligt sind. Aber wie ich schon sagte, es wird immer ein Mehrzweck-Software sein - sie wird, meiner Meinung nach, viel besser sein als das, was die unabhängigen Teams selber haben, aber nicht auf dem Niveau der Top-Werkteams."

Fotoquelle: FGlaenzel

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