Altmeister Valentino Rossi fuhr den Erwartungen zuletzt hinterher

MotoGP 2013

— 23.05.2013

Gibernau: "Würde Rossi gerne siegen sehen"

Ex-Rivale Sete Gibernau wünscht Valentino Rossi in der laufenden Saison viel Erfolg und bezeichnet die Zeit in der MotoGP als "beste Jahre" seines Lebens

Das Verhältnis von Valentino Rossi und Sete Gibernau darf spätestens seit Jerez 2005 als schlecht eingestuft werden. Während sich die beiden MotoGP-Piloten in den beiden vergangenen Jahren noch um den Titel duellierten, brach Rossi seinen Gegner mit seinem Manöver beim Saisonauftakt in Spanien vor acht Jahren. Fortan kommunizierten der Italiener und der Spanier nur noch recht selten. Doch nach einigen Jahren ist etwas Gras über die Sache gewachsen. Zumindest Gibernau hat offensichtlich kein Problem mit Rossi.

Im Gegenteil: Gibernau hofft, dass Ex-Konkurrent Rossi den Spaniern nach seiner Rückkehr zu Yamaha Paroli bieten kann. Bisher tat sich der 34-Jährige recht schwer, Weltmeister Jorge Lorenzo und die beiden Honda-Werkspiloten hinter sich zu lassen. Durch den Sturz in Le Mans ist auch Markenkollege Cal Crutchlow am Altmeister vorbeigezogen, der nach dem Saisonauftakt in Katar so optimistisch war.

"Ich habe einige Male mit Valentino gesprochen. Ich teilte ihm mit, dass ich ihn gerne wieder siegen sehen würde", wird Gibernau von 'MotoGP.com' zitiert. Doch die Zeit ist auch in der MotoGP nicht stehen geblieben. "Die Wahrheit ist, dass sich die Technik mit den neuen Motorrädern, den Reifen und der Elektronik ein bisschen verändert hat und die jungen Piloten dazugekommen sind. Das macht es Valentino momentan etwas schwieriger."

Gibernau macht auch die Bridgestone-Reifen für die Probleme des "Doktors" verantwortlich, der in den ersten vier Saisonrennen mit der Werks-Yamaha nur einen Podestplatz einfahren konnte. "Es scheint, als ob es jetzt sehr viel Haftung auf der Kante des Reifens gibt. Die Kurvengeschwindigkeiten sind sehr hoch. Man benötigt nicht mehr den Stil, den Valentino hatte, als ich noch fuhr", analysiert der neunmalige Grand-Prix-Sieger und betont: "Ich würde ihn gerne wieder um Siege kämpfen sehen."

Nachdem Gibernau seine Karriere nach einer enttäuschenden Saison als Ducati-Werksfahrer Ende 2006 beendete, kehrte er 2009 überraschend zurück. Doch bereits nach sechs Rennen ging dem privaten Ducati-Team das Geld aus. Gibernau war arbeitslos. Doch besonders die Jahre, in denen er gegen Rossi gekämpft hat, sind Gibernau im Gedächtnis geblieben, der sich gerne an diese Zeit zurückerinnert.

"Ich habe tolle Erinnerungen an die ganzen Jahre, in denen wir sehr hart um die Meisterschaft gekämpft haben. Das waren die besten Jahre meines Lebens", betont der Spanier, der Ex-Rivale Rossi alles Gute wünscht: "Ich würde es gerne sehen, wenn Valentino bis zu seinem Karriereende gewinnt. Ich hoffe, dass er in diesem Jahr wieder um die Meisterschaft oder zumindest um Siege kämpfen kann."

Fotoquelle: Yamaha

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