Marc Marquez, Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo geben momentan den Ton an

MotoGP 2013

— 24.05.2013

Werden die Spanier in Zukunft limitiert?

Die MotoGP-Verantwortlichen rätseln, wie man verhindern kann, dass die Motorrad-Weltmeisterschaft zu einer rein spanischen Angelegenheit wird

Vier Rennen - vier spanische Sieger. Seit dem Rücktritt von Casey Stoner machen die Spanier die Siege in der MotoGP unter sich aus. In den kleinen Klassen sieht es ähnlich aus: Scott Redding war in Le Mans der erste Nicht-Spanier, der ein Rennen gewinnen konnte. Bis zu seinem Sieg mussten die Fans die spanische Hymne in Dauerschleife ertragen. In den kommenden Jahren dürfte sich das vermutlich nicht ändern.

Deshalb stellt sich die Dorna die Frage, wie man diese Dominanz in den Griff bekommen kann, um den WM-Status nicht zu gefährden. "Wir haben Marquez, Lorenzo, Pedrosa und viele weitere starke Spanier in der Moto2 und Moto3. Es ist schwierig, sie auf Grund ihrer Nationalität zu limitieren. Aus sportlicher Sicht ist eine Selektion nach diesem Kriterium unfair", fasst Paolo Ciabatti, der MotoGP-Direktor von Ducati, im Gespräch mit 'GPOne.com' zusammen.

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta machte vor Kurzem den Vorschlag, die Anzahl der Fahrer einer Nation zu limitieren. "Es ist vermutlich ein unfaires Mittel, das aber durch eine Entscheidung gerechtfertigt würde: Wir wollen nicht die besten Athleten der Welt, sondern die Besten ihrer Nationen. Es wäre keine absolute Neuheit, doch ein Purist würde sicher die Nase rümpfen", prognostiziert Ciabatti.

"Wie sollte man ein Land bestrafen, das besser gearbeitet hat? Selbst Stoner wurde in Spanien trainiert, auch wenn es für die lokalen Fahrer sicher einfacher ist, einen Vorteil zu erhalten", erklärt der Ducati-MotoGP-Direktor, der in den vergangenen Jahren zusehen musste, wie Italien die Vormachtstellung im Motorradsport verlor. "Es gab eine Lücke und die Initiative hing zu sehr an den Einzelnen. Es gab keine organisierte Bewegung", kritisiert er.

Doch auch die Austragungsorte sind derzeit ein viel diskutiertes Thema. Asien und Südamerika werden in Zukunft mehr Rennen erhalten. "Spanien und Italien leiden wirtschaftlich gesehen. Die Zukunft ist, in neue Nationen weiterzuziehen", weiß auch Ciabatti. "Wir müssen neue Ressourcen finden." Momentan gehören vier Rennen in Spanien und zwei in Italien zum Kalender.

Fotoquelle: Repsol

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