Marc Marquez begeistert die MotoGP-Szene mit seinem Fahrstil und seiner offenen Art

MotoGP 2013

— 30.05.2013

Marquez: "Es ist eine schwierige Strecke"

MotoGP-Neuling Marc Marquez ist gespannt auf die hohen Geschwindigkeiten in Mugello - Um schnell zu sein, muss die Abstimmung des Motorrades passen

Rookie Marc Marquez ist in dieser Saison der einzige Fahrer, der bei allen vier Rennen auf dem Podest stand. Dass der Spanier unglaublich schnell ist, war im Vorfeld bekannt. Doch dass er auch diese Konstanz an den Tag legen kann, untermauert sein überragendes Talent zusätzlich. Zuletzt in Le Mans fuhr der Honda-Werksfahrer sein erstes Regenrennen. "In Le Mans habe ich vor allem zu Rennbeginn sehr viel gelernt. Als noch viel Wasser auf der Strecke stand, war es sehr schwierig", blickt Marquez auf Frankreich zurück."Wir müssen diesbezüglich noch einige Probleme lösen."

Trotzdem blieb er im Gegensatz zu arrivierten Fahrern sitzen und wurde mit dem dritten Platz belohnt. "Als es abtrocknete, hatte ich ein sehr gutes Gefühl für die Strecke. Ich habe gesehen, dass in der MotoGP auch bei Regenrennen der Reifenverschleiß sehr wichtig ist", lautet seine wichtigste Erkenntnis. "In der Moto2 war das nicht einer der wichtigsten Dinge, denn man konnte bis zum Ende attackieren. In der MotoGP muss man sich auch um die Reifen kümmern."

Nun steht das berühmte Mugello auf dem Programm. Auf der 1,1 Kilometer langen Zielgeraden werden Geschwindigkeiten von über 340 km/h erreicht. Wie geht Marquez an diese Sache heran? "Am Ende der Geraden wird es sicher interessant sein, weil die höchsten Top-Speeds gefahren werden. Es geht auch ein wenig Auf und Ab. Es wird auch sehr interessant sein, hier mit dem MotoGP-Bike zu fahren, denn es ist eine der schwierigsten Strecken."

"Es wird sicher für alle schwierig, denn das Wetter sieht nicht sehr gut aus. Es ist aber für alle gleich. Ich brauche aber noch mehr Kilometer, damit ich eine gute Abstimmung finde. Ich will konzentriert arbeiten, damit ich für Regen oder Trockenrennen bereit bin. Nach dem Freitagstraining wird es einfacher sein ein Ziel für dieses Wochenende zu setzen", zeigt sich der Sensationsrookie abwartend.

Abstimmung entscheidet

Fahrer und Fans schwärmen von der italienischen Traditionsstrecke gleichermaßen. Marquez ist ebenfalls begeistert, aber nicht unter jeder Voraussetzung: "Wenn man eine gute Abstimmung hat, dann kann man diese Strecke genießen. Passt es nicht ganz, dann hat man zu kämpfen. Vor zwei oder drei Jahren hatte ich es sehr genossen, weil wir eine gute Abstimmung gefunden hatten. Im Vorjahr war das gesamte Wochenende schwierig, weil die Abstimmung nicht passte."

Deshalb zählt Mugello nicht ganz zu seinen Lieblingskursen: "Es ist nicht meine Lieblingsstrecke, aber sie ist wie ich gesagt habe. Wenn man eine gute Abstimmung findet, dann ist es eine der schönsten Strecken im Kalender. Passt es nicht, dann hat man stark zu kämpfen, weil es hier viele Richtungswechsel gibt und sich alle Kurven recht ähnlich sind. Wenn man Probleme hat, dann werden sie hier noch größer."

Noch nicht in die Entwicklung eingebunden

"Generell gefällt es mir hier, weil es schwierig ist und man sehr konzentriert sein muss." Kann Mugello eine Standortbestimmung für Marquez sein? Katar war sein erstes MotoGP-Rennen überhaupt, Austin war Neuland, in Jerez lief es zunächst schwierig und Le Mans war sein erstes Regenrennen. Zudem war der 20-Jährige noch nie zuvor in Mugello auf der MotoGP-Honda unterwegs. "Es wird interessant, weil es eine der schwierigen Strecken ist, so wie Barcelona. Es wird interessant werden zu sehen, wie hier mein Level ist", meint der Spanier.

In die Entwicklung der RC213V ist er allerdings noch nicht eingebunden, weil ihm noch die Erfahrung fehlt. "Im Moment kann ich noch nicht klar sagen, dass ich dies oder jenes will. Auf einigen Strecken habe ich noch Probleme. Die Bremsstabilität ist sehr gut. In der Kurvenmitte kann Yamaha einen höheren Speed fahren, aber das liegt auch am Charakter des Motorrades. Ich fühle mich auf dem Motorrad sehr gut und kann nicht klar herausstreichen, wo wir uns verbessern können." In der WM liegt Marquez sechs Punkte hinter seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa auf Platz zwei.

Fotoquelle: FGlaenzel

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