Ducati-Corse-Chef Bernhard Gobmeier fordert noch etwas Geduld

MotoGP 2013

— 30.05.2013

Gobmeier über Mugello: "Druck, aber auch Motivation"

Der Ducati-Corse-Chef bremst nach wie vor hohe Erwartungen und erklärt, warum man die Fortschritte nicht immer auch in der Zeitenliste sieht

Die Ducati-Piloten konnten sich beim vergangenen Rennen gut aus der Affäre ziehen. Die Plätze vier und fünf waren für das Team ein erfreuliches Ergebnis, auch wenn Valentino Rossi im vergangenen Jahr unter ähnlichen Bedingungen einen zweiten Platz einfahren konnte. In Mugello möchten Andrea Dovizioso und Nicky Hayden den Aufwärtstrend bestätigen. Dabei helfen könnte der zusätzliche Mugello-Test, der zwischen Jerez und Le Mans absolviert wurde.

Ducati-Corse-Chef Bernhard Gobmeier erwartet aber keine Wunder: "Es war sicher allen zu Beginn klar, dass wir eine sehr schwierige Aufgabe vor uns haben. Es wurde viel harte Arbeit geleistet. Wir müssen nun aufholen. Die anderen Teams und Fahrer machen ebenfalls Fortschritte, was es schwieriger macht, sie einzuholen", hebt der Deutsche hervor. "Andererseits können wir eine positive Entwicklung beobachten."

"Es gibt große Erwartungen, doch wir möchten einen Schritt nach dem anderen machen. Wir möchten nicht zu viel versprechen. Unser einziges Versprechen ist, dass wir sehr hart arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen", schildert Gobmeier, der durch die Vorstellung in Frankreich neuen Mut getankt hat: "Wir sind nach dem guten Ergebnis von Le Mans voller Zuversicht. Wir konnten das Motorrad wieder ein bisschen verbessern."

Nicht nur Ducati macht Fortschrite

"Natürlich half uns der Mugello-Test vor einigen Wochen auch dabei, ein besseres Setup für Le Mans zu erarbeiten. Es sollte uns auch hier ein bisschen helfen, um besser ins Wochenende zu starten. Doch wie wir wissen, sind alle Fahrer und Teams sehr professionell. Sie haben sehr viele Daten von den Motorrädern. Sie sollten also auch in der Lage sein, ihre Motorräder recht schnell und gut abzustimmen, wie wir bei den vergangenen Rennen sehen konnten", warnt Gobmeier.

Beim Heimrennen möchte sich Ducati natürlich besonders gut schlagen. Die Tifosi träumen von einem Podium ihres Landsmannes Dovizioso: "Sicher ist es Druck, doch andererseits auch Motivation. Das Heimrennen - es ist das Heimrennen, weil Ducati nicht so weit entfernt ist und wir hier viel getestet haben - hält viel Motivation bereit, um hier gute Leistungen zu bringen", berichtet Ducati-Corse-Chef Gobmeier.

Großen Anteil an den Fortschritten bei Ducati hat Testfahrer Michele Pirro, der bereits in Jerez mit der Entwicklungs-Maschine fuhr. "Wir haben mit Michele fünf Fahrer, der mit einer Wildcard an den Start geht. Es ist ein guter Mix aus Erfahrenheit und neuen Fahrern aus anderen Klassen, die frischen Input liefern", bemerkt Gobmeier. In den vergangenen Jahren testete Franco Battaini die Desmosedici abseits der Rennen. Doch der Italiener fuhr deutlich langsamer als die Stammpiloten und lieferte teilweise andere Feedbacks ab als Rossi und Hayden.

Gobmeier lobt Pirro

"Es hilft immer, wenn man einen Testfahrer hat, der schnell ist", weiß auch Gobmeier. "Besonders wichtig ist, dass der Input des Testfahrers mit den Meinungen der Stammpiloten übereinstimmt. Die Richtung ist dann die gleiche. Wenn man einen Fahrer hat, der eine ganz andere Herangehensweise und einen anderen Fahrstil hat, dann sind die Ergebnisse fragwürdig. Doch wir können froh sein, dass die Eindrücke von Pirro denen der Stammpiloten sehr ähnlich sind."

Neue Teile werden Hayden und "Dovi" in Mugello aber nicht verwenden. "Es stimmt, dass es eine Verzögerung gibt und wir mit dem neuen Motorrad in Jerez und als wir es hier gefahren sind, nicht die gewünschten Resultate geholt haben. Das war etwas frustrierend, weil wir uns mehr erwartet haben", bedauert Routinier Hayden. Gerüchte, dass Ducati einen Ableger der Labor-Maschine bereits in Barcelona einsetzen möchte, weist Gobmeier zurück.

"Ich weiß nicht, woher diese Gerüchte immer kommen. Wir probieren am Labor-Motorrad einige Dinge. Wir warten, bis wir eine bessere Lösung gefunden haben, um einen Schritt nach vorne zu machen und das unter Rennbedingungen zu testen. Das Labor-Motorrad ist momentan noch das Labor-Motorrad und immer noch experimentell. Diesen Weg behalten wir bei", stellt er klar.

Fotoquelle: FGlaenzel

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