Jorge Lorenzo schnappte Valentino Rossi die Bestzeit vor der Nase weg

MotoGP 2013

— 31.05.2013

Yamaha dominiert im Trockenen, Crash von Marquez

Jorge Lorenzo und Valentino Rossi dominieren das zweite Freie Training in Mugello - Marc Marquez übersteht Hochgeschwindigkeitscrash ohne schwere Verletzungen

Yamaha dominiert das trockene zweite Freie Training in Mugello. Am Nachmittag zeigte sich die Sonne über dem italienischen Traditionskurs und es konnte im Gegensatz zum ersten Training fleißig mit Slicks trainiert werden. Das Tempo gaben die drei Yamaha-Fahrer klar vor. Valentino Rossi und Jorge Lorenzo brannten die schnellsten Rundenzeiten in den 28 Grad warmen Asphalt und lieferten sich ein Fernduell um Platz eins.

Am Ende hatte der Weltmeister mit seiner besten Runde in 1:48,375 Minuten die Nase knapp vor seinem Teamkollegen. Rossi, der zwischen 2002 und 2008 das MotoGP-Rennen in Mugello gewonnen hat, war lediglich um 34 Tausendstelsekunden langsamer. Cal Crutchlow mischte mit der Tech-3-Yamaha ebenfalls vorne mit und reihte sich als Dritter ein. Sein Rückstand betrug 0,297 Sekunden. Alle weiteren Fahrer lagen schon über eine Sekunde zurück. Schnellster bei der Top-Speed-Messung auf der langen Zielgerade war Marc Marquez, der mit 342 km/h gemessen wurde.

Der Honda-Werksfahrer hatte allerdings Riesenglück: Rund 20 Minuten vor Ablauf der Zeit lag der Youngster in Kurve eins im Kiesbett und versuchte auf allen Vieren wegzukrabbeln. Die Hilfskräfte eilten herbei und legten Marquez auf eine Trage und brachten ihn in den Krankenwagen. Was war geschehen? Bei der Anfahrt zu Kurve eins kam er beim Bremspunkt links auf die Wiese und verlor auf dem nassen Gras die Kontrolle. An dieser Stelle fährt man über 340 km/h! Marquez und das Motorrad rutschten entlang der Betonmauer.

Der Rookie wurde per Krankenwagen zu Checks ins Medical Center gebracht. Kurz darauf gab es Entwarnung: Marquez hatte sich keine schweren Verletzungen zugezogen. Ein weiterer Fahrer hatte am Freitag Glück: Im ersten Freien Training am Vormittag war Andrea Dovizioso heftig abgeflogen und hatte im Kiesbett mehrere Rollen gemacht. In der Mittagspause ließ sich der Italiener den Nacken röntgen, doch glücklicherweise wurde keine Verletzung festgestellt.

Obwohl es im zweiten Freien Training trocken war, waren die Verhältnisse knifflig, denn der Regen hatte den Grip von der Strecke gewaschen und der Asphalt war "grün". Zu Beginn der letzten Viertelstunde erwischte es auch Rookie Bradley Smith, der per kleinem Highsider von seiner Tech-3-Yamaha geworfen wurde und hart auf den Asphalt aufschlug. Mit Schmerzen kauerte der Brite im Kiesbett, bis auch zu ihm die Hilfskräfte eilten. Dieser Vorfall ereignete sich ausgangs Kurve sieben. Er wurde anschließend im Medical Center auf eine Verletzung am linken Arm hin untersucht.

Zum sportlichen Aspekt: Alle Fahrer waren hauptsächlich mit den weichen Slicks unterwegs und alle verbesserten ihre Zeiten vom Vormittagstraining. Hinter den drei Yamaha-Fahrern folgte Ducati-Werksfahrer Nicky Hayden auf Platz vier. Dem Ex-Weltmeister fehlten genau 1,003 Sekunden auf Lorenzo. Obwohl Yamaha die Favoritenrolle aufgrund der langen Geraden an Honda abgeschoben hatte, konnte Dani Pedrosa, der die WM anführt, nichts entgegensetzen. Der amtierende Vizeweltmeister hatte als Fünfter einen Rückstand von 1,008 Sekunden.

Dichtes Verfolgerfeld

Das Verfolgerfeld lag dicht beisammen und auch Ducati spielte auf der hauseigenen Teststrecke eine Rolle. Lokalmatador Andrea Iannone (Pramac) und Dovizioso waren als Sechster und Siebter ebenfalls gut mit dabei. Dagegen arbeitete Iannones Pramac-Teamkollege Ben Spies an seinem Comeback und wurde 16. Im dichten Verfolgerfeld war auch Stefan Bradl dabei. Der Deutsche sortierte sich mit seiner LCR-Honda als Achter ein. Zwischen den Plätzen vier und zwölf betrug der Abstand weniger als vier Zehntelsekunden.

Überraschend präsentierten sich die beiden CRT-Fahrer von Aspar konkurrenzfähig. Die ART von Aprilia hatte ein Motorupdate erhalten, aber trotzdem fehlten Aleix Espargaro 16 km/h auf die schnellsten Prototypen. Der weichere Reifen für die CRT-Fahrer hilft dafür in den schnellen Kurven und bei Richtungswechseln. Bester CRT-Vertreter war Randy de Puniet als Neunter. Der Franzose war damit schneller als Ducati-Testfahrer Michele Pirro, der in Mugello mit einer Wildcard und dem Lab-Bike unterwegs ist.

Auf den Positionen elf bis 14 folgten Alvaro Bautista (Gresini-Honda), Espargaro und die beiden Sturzopfer Smith und Marquez. Avintia hat in Mugello ein Motorupdate an der FTR-Kawasaki zur Verfügung. Trotzdem fehlten Hector Barbera zwei Sekunden auf die Spitze. Der Spanier war als 15. aber immerhin um sieben Zehntelsekunden schneller als Spies direkt dahinter. Ab Position 18 folgten die weiteren CRT-Fahrer.

Fotoquelle: FGlaenzel

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