Weltmeister Jorge Lorenzo lieferte wieder eine überzeugende Vorstellung ab

MotoGP 2013

— 01.06.2013

Lorenzo auch im dritten Training voran

Weltmeister Jorge Lorenzo stellt in Mugello auch im dritten Freien Training die Bestzeit auf - Marc Marquez nach einem weiteren Sturz nicht für Q2 qualifiziert

Im dritten Freien Training fiel wie gewohnt die endgültige Entscheidung für die Gruppeneinteilung für das Qualifying. Das Wetter zeigte sich in Italien von seiner besseren Seite: Über dem schnellen Mugello-Kurs blinzelte die Sonne durch die Wolken. Es war trocken und es konnte fleißig gefahren werden. An der Spitze setzte Yamaha die starke Form fort. Weltmeister Jorge Lorenzo stellte in 1:47,972 Minuten die Bestzeit auf. Sein Teamkollege Valentino Rossi wurde von Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa vom zweiten Platz der kombinierten Zeitenliste verdrängt. Der Spanier war um 0,250 Sekunden langsamer als Lorenzo.

Damit hatte Honda die Lücke vom Freitag geschlossen. Stark präsentierte sich auch Stefan Bradl mit der LCR-Honda, denn auch er konnte sich steigern und fuhr auf den dritten Platz. Sein Rückstand auf Lorenzo betrug eine halbe Sekunde. Rossi fehlten sechs Zehntelsekunden auf Lorenzo, womit er sich an der vierten Stelle einreihte. Pünktlich zum Start des dritten Trainings präsentierte Rossi traditionell seinen speziellen Mugello-Helm, der in diesem Jahr im Schildkröten-Design erstrahlt.

Ein Fahrer stieg am Samstag nicht mehr auf sein Motorrad: Ben Spies musste erkennen, dass sein Comeback zu früh gekommen ist. Am Freitag wurden seine körperlichen Schwächen deutlich. In den vergangenen vier Wochen wurden bei der Rehabilitation Fortschritte erzielt, doch die Muskeln sind in seiner Schulter immer noch nicht so stark aufgebaut, dass der Texaner sicher und souverän fahren kann. Gemeinsam mit dem Pramac-Team und Ducati-Corse wurde die Entscheidung getroffen, dass Spies an diesem Wochenende nicht mehr fahren wird und seine Rehabilitation fortsetzen soll.

In den nächsten Tagen wird er sich untersuchen lassen, um die weitere Vorgehensweise festzulegen. Nach dem Freitagstraining hatte Spies seine Situation geschildert. Speziell bei schnellen Richtungswechseln machte sich die fehlende Kraft bemerkbar. Marquez ließ sich in der Früh im Medical Center untersuchen, denn er hatte Schmerzen in der rechten Schulter. Es wurde ein kleiner Bruch festgestellt. Zudem war sein Kinn vom bösen Sturz am Vortag stark geschwollen. Er fuhr im dritten Freien Training und will dann entscheiden, ob er weiterfährt.

Marquez schafft es nicht in die Top 10

Nach Plan lief es allerdings nicht: 20 Minuten vor Ablauf der Zeit lag die Honda im Kiesbett von Kurve zwölf. Marquez war von der Strecke abgekommen und schließlich im Kiesbett gestürzt. Alleine konnte er das Motorrad nicht aufheben, doch er konnte mit Hilfe der Streckenposten in langsamer Fahrt an die Box zurückkehren. Zu diesem Zeitpunkt lag Marquez nur auf dem zehnten Platz der kombinierten Zeitenliste aller drei Freien Trainings.

Bis zum Schluss blieb es spannend. Die Top 10 sind direkt für Q2 qualifiziert. Marquez konnte in den Schlussminuten noch zulegen, doch er war für die Top 10 zu langsam. Der Spanier belegte Rang zwölf und muss demnach am Nachmittag in Q1 antreten, wo die schnellsten beiden Fahrer ins Q2 aufsteigen. Es ging knapp zu, denn Marquez fehlten lediglich zwei Zehntelsekunden auf die rettenden Top 10. Dafür schaffte CRT-Pilot Aleix Espargaro (Aspar) erneut das Kunststück, sich als Zehnter direkt für Q2 zu qualifizieren.

Neben Lorenzo, Pedrosa, Bradl und Rossi sind noch Alvaro Bautista (Gresini-Honda), Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha), die beiden Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso und Nicky Hayden, und eben auch Espargaro für Q2 qualifiziert. Eine positive Vorstellung lieferte Ducati-Testfahrer Michele Pirro ab, der mit dem Labor-Bike unterwegs ist. Als Neunter ist er ebenfalls erstmals in Q2 vertreten. Von den Top 10 konnten lediglich Rossi und Crutchlow ihre Zeiten vom Freitagnachmittag nicht verbessern.

Marquez ist der erste Topfahrer, der es nicht direkt ins Q2 geschafft hat. Er wird mit Fahrern wie Andrea Iannone (Pramac-Ducati), Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) und Randy de Puniet (Aspar) um die begehrten beiden Plätze kämpfen, die für Q2 nötig sind. Smith drehte trotz seiner Verletzung des linken kleinen Fingers munter seine Runden und war im dichten Sandwich knapp hinter Platz zehn dabei. Ein turbulentes Training erlebte Bryan Staring an seine 26. Geburtstag. Zu Trainingsbeginn stürzte der Brite von der FTR-Honda des Gresini-Teams. Auch Hiroshi Aoyama purzelte von seiner FTR-Kawasaki.

Direkt qualifiziert für Q2:
Jorge Lorenzo (Yamaha)
Dani Pedrosa (Honda)
Valentino Rossi (Yamaha)
Stefan Bradl (LCR-Honda)
Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha)
Alvaro Bautista (Gresini-Honda)
Andrea Dovizioso (Ducati)
Nicky Hayden (Ducati)
Michele Pirro (Ducati)
Aleix Espargaro (Aspar)

Teilnehmer in Q1:
Andrea Iannone (Pramac-Ducati)
Marc Marquez (Honda)
Bradley Smith (Tech-3-Yamaha)
Hector Barbera (Avintia)
Randy de Puniet (Aspar)
Colin Edwards (Forward)
Danilo Petrucci (Ioda)
Karel Abraham (Cardion)
Yonny Hernandez (PBM)
Hiroshi Aoyama (Avintia)
Claudio Corti (Forward)
Lukas Pesek (Ioda)
Michael Laverty (PBM)
Bryan Staring (Gresini)

Fotoquelle: Yamaha

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