Die Daten zeigen, dass der Airbag von Marc Marquez perfekt funktionierte

MotoGP 2013

— 03.06.2013

Marquez: Airbag verhindert Horror-Verletzung

Alpinestars veröffentlicht die Sturz-Telemetriedaten von Marc Marquez' Hochgeschwindigkeits-Sturz im zweiten Freien Training von Mugello

Es war zweifellos die Schrecksekunde des fünften Rennwochenendes der laufenden Saison: Honda-Werkspilot Marc Marquez greift im zweiten Freien Training von Mugello am Ende der Geraden zu abrupt in die Bremse und bringt das Vorderrad seiner RC213V kurzzeitig zum Blockieren. Mit dem Lösen der Bremse beruhigt der Spanier die zu diesem Zeitpunkt 337,9 km/h schnelle Maschine, driftet aber durch den Linksknick, den die Gerade vor der ersten Kurve macht, in Richtung Mauer.

Vor dem Zusammenstoß mit der parallel zur Strecke verlaufenden Mauer springt Marquez von seiner Werks-Honda ab. Der Absprung erfolgte bei etwa 280 km/ - also in etwa der dreifachen Geschwindigkeit, die Motorradfahrer auf öffentlichen Landstraßen fahren. Durch das rechtzeitige Zünden des Airbags und mit viel Glück überstand der amtierende Moto2-Weltmeister den Sturz mit ein paar Prellungen und einem angeschwollenen Kinn.

Ausrüster Alpinestars veröffentlichte nach dem Rennen die Telemetriedaten der Kombi. Seit einigen Jahren setzen Alpinestars und Dainese Lederkombis mit Airbags an, die vor allem den Schulter- und Nackenbereich vor schweren Verletzungen schützen sollen. Die Daten zeigen, dass der Airbag innerhalb von 50 Tausendstelsekunden zündete. Damit war das Luftpolster 30 Tausendstelsekunden vor dem ersten Aufprall bereit, die einwirkenden Kräfte besser zu verteilen.

Die maximale Aufprallenergie konnte nicht genau gemessen werden. Das Airbag-System kann Kräfte bis zu 25 g aufzeichnen und kam beim Sturz ans Limit. Doch Marquez ließ sich von seinem Sturz nicht beirren. Am Samstagvormittag ging der Honda-Werkspilot erneut zu Boden. Und auch im Rennen sammelte der Spanier eine Bodenprobe. Damit kam der MotoGP-Rookie auf insgesamt vier Stürze in Mugello, der zweite war jedoch mit Sicherheit der schlimmste.

Fotoquelle: Alpinestars

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