In Mugello fielen am Wochenende gleich zwei MotoGP-Rundenrekorde

MotoGP 2013

— 05.06.2013

Mugello: Einsatz der hitzeresistenten Reifen hat sich bewährt

Aufgrund der hohen Belastungen und der hohen Temperaturen stellte Bridgestone den MotoGP-Teams in Mugello spezielle Hinterreifen zur Verfügung

Nachdem es die MotoGP-Piloten am ersten Trainingstag zum Grand Prix von Italien in Mugello mit einer teilweise noch feuchten Strecke zu tun hatten, standen der Samstag und der Sonntag in der Toskana im Zeichen von Sonnenschein und hohen Temperaturen. Die Asphalttemperaturen kletterten bis in den Bereich von 44 Grad Celsius und auf Seiten des alleinigen Reifenlieferanten Bridgestone ist man froh, bereits im Vorfeld eine spezielle Reifenkonstruktion ausgewählt zu haben.

"Nachdem im vergangenen Jahr die neuen 1.000er-Maschinen eingeführt wurden, haben wir uns die Härtegrade der Reifen für jede Rennstrecke im Kalender noch einmal genau angesehen", erklärt Bridgestone-Chefingenieur Masao Azuma und fügt hinzu: "Mugello gehört seit jeher zu den Strecken, die den Reifen besonders zusetzen. Durch die stärkeren Motorräder wurden die Belastungen noch verstärkt. Aus diesem Grund brachten wir für das diesjährige Mugello-Wochenende unsere hitzeresistente Konstruktion mit." Diese stand den Piloten der Prototypen für das Hinterrad in den Mischungen Soft sowie Medium/Hard (asymmetrisch) zur Verfügung.

"Für die CRT-Piloten brachten wird zudem wieder die etwas weicheren Slicks mit", verweist Azuma auf das diesjährige Reifenreglement und hält fest: "Dadurch trat zum ersten Mal der Fall ein, dass wir in Mugello auch auf der rechten Schulter eines Hinterreifens die weiche Mischung im Einsatz hatten." Auch in diesem Fall wurde "aus Sicherheitsgründen auf die hitzeresistente Konstruktion zurückgegriffen", wie der zehnfache Rennsieger aus der 125er-Klasse betont.

Mit dem Verlauf des Mugello-Wochenendes zeigt man sich bei Bridgestone zufrieden. "Die Reifen haben sich so verhalten wie erwartet", sagt Azuma. Daran ändert nach Ansicht des Japaners auch die Meinung einiger Piloten, wonach es mit der hitzeresistenten Konstruktion speziell auf der Kante der Reifen andere Gripverhältnisse gibt, nichts: "Die Performance der Reifen war insgesamt betrachtet sehr gut. Das zeigt sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass mit diesen Slicks sowohl im Qualifying als auch im Rennen neue Rundenrekorde gefahren wurden."

An eine spezielle hitzeresistente Reifenkonstruktion für das Vorderrad denkt man bei Bridgestone allerdings nicht. "Der Hinterreifen eines Motorrads ist naturgemäß ganz anderen Belastungen ausgesetzt als der Vorderreifen. Vorn wirken die Bremskräfte und die Fliehkräfte in Kurvenfahrt. Hinten muss zusätzlich beim Beschleunigen die Kraft auf den Boden gebracht werden. Das hat sehr hohe Reifentemperaturen zur Folge. Zwar werden beim Bremsen auch die Vorderreifen heiß, doch die Bremsphasen sind im Verlauf einer Runde in der Regel deutlich kürzer als die Beschleunigungsphasen", erklärt Azuma und schiebt hinterher: "Aus diesem Grund können die Belastungen am Vorderrad selbst auf Strecken wie Aragon oder Sepang von unserer normalen Konstruktion getragen werden."

Fotoquelle: Bridgestone

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