Die Leasing-Motoren werden in etwa denen der Yamaha-Werksmaschinen entsprechen

MotoGP 2013

— 06.06.2013

Kalex führt Gespräche mit Yamaha

Konstrukteur Alex Baumgärtel bestätigt, dass Kalex mit Yamaha, Pons und Marc VDS in Verbindung steht, denkt aber nicht, dass man bereits 2014 aufsteigt

Im kommenden Jahr wird sich in der MotoGP einiges tun: Honda und Yamaha planen Alternativ-Angebote für private Teams, die in der MotoGP an den Start gehen möchten. Während Honda einen käuflichen Ableger der RC213V anbietet, hat sich Yamaha zu einem Motorenleasing entschieden. Vor allem das Yamaha-Angebot weckt momentan Interesse. In diesem Zusammenhang wurde der Name Kalex zuletzt häufig genannt.

"Ich habe mit Yamaha gesprochen, um mich zu informieren. Ich habe ebenfalls mit Pons und Marc VDS gesprochen. Es gibt von Yamaha eine Deadline", bemerkt Kalex-Konstrukteur Alex Baumgärtel im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Yamaha muss bis Ende Juni wissen, wer 2014 Motoren leasen möchte. Bisher gibt es laut Baumgärtel keine konkreten Planungen. "Die Teams sollten jetzt in die Puschen kommen, wenn Interesse besteht. Dann müsste man sehen, was sich wie und in welcher Zeit umsetzen lässt."

Die Chancen, dass 2014 eine oder mehrere Kalex-Yamaha in der MotoGP-Startaufstellung stehen, schätzt Baumgärtel aber gering ein: "Ich glaube nicht, dass es passiert. Es gibt im Moment keine Aktivitäten oder Vorbereitungen", betont der Deutsche und beziffert die Wahrscheinlichkeit mit unter 50 Prozent. "So ein Projekt hätte man bereits im vergangenen Jahr starten sollen."

Doch sollte Kalex den Schritt in die MotoGP wagen, dann wohl nur über Yamaha. Das bekräftigt der Kalex-Konstukteur: "Ich halte das für die einzige sinnvolle Variante." Einen getunten Serien-Motor lehnt Baumgärtel ab. Yamaha wartet momentan gespannt auf die Meldungen der Teams. Doch nicht jedes potenziell interessierte Team wird auch Yamaha-M1-Motoren erhalten.

"Yamaha und die Dorna werden die Teams bestimmen. Das jeweilige Team muss einen Vertrag mit dem Chassis-Hersteller machen. Doch vorher muss der Chassis-Lieferant wissen, was Yamaha bereitstellt", erklärt Yamaha-Rennleiter Lin Jarvis 'MotoGP.com'. "Ob es Kalex, FTR oder Suter sein wird - alle drei sind Spitzen-Hersteller und ich bin mir sicher, dass sie in der Lage sind, ein konkurrenzfähiges Chassis zu bauen."

Der Honda-Production-Racer drehte in Motegi bereits erste Testrunden. Doch Kalex-Konstukteur Baumgärtel bezweifelt, dass die Kunden Hondas konkurrenzfähig genug sein werden, "da sie nicht das Seamless-Getriebe (Getriebe ohne Zugkraftunterbrechung; Anm. d. Red.) und auch keine pneumatische Ventilsteuerung hat. Der Motor hat normale Ventilfedern. Das macht sicher 1.000 Umdrehungen aus. Dadurch geht Leistung verloren."

"Zudem ist das Motorrad mit Showa- und Nissin-Elementen ausgerüstet. Dadurch ist man etwas benachteiligt. Es ist aber momentan schwierig zu beurteilen. Die Teams, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe, sind kaum daran interessiert", erklärt Baumgärtel. Honda wird etwa eine Million Euro für die Production-Racer verlangen. Dafür darf der Kunde das Motorrad dann auch behalten. "Was bringt der Kauf? Man hat am Ende etwas, das auch keiner kauft", fragt sich Baumgärtel.

Fotoquelle: Yamaha

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