Jorge Lorenzo gewann zum dritten Mal in Folge in Mugello

MotoGP 2013

— 07.06.2013

Biaggi: Sieg war für Lorenzo wichtig

Mit dem Sieg in Mugello meldete sich Jorge Lorenzo in der WM zurück - Max Biaggi zollt seinem Freund Respekt und äußert seine Meinung über Marc Marquez

Jorge Lorenzo hat sich mit dem Sieg in Mugello in der WM zurückgemeldet. Nach seinem Auftakterfolg in Katar hatte der Yamaha-Werksfahrer in Austin und Jerez keine Chance gegen Honda. Der Spanier forderte öffentlich von Yamaha Verbesserungen, wenn man den Titel erfolgreich verteidigen will. Nach Jerez kam das schwierige Regenrennen in Le Mans, wo Lorenzo kein Gefühl für die Reifen hatte und Siebter wurde. Nun der Sieg in Mugello, womit er den WM-Rückstand auf Dani Pedrosa (Honda) auf zwölf Zähler verringern konnte. Es war ein wichtiger Erfolg, zumal Rookie Marc Marquez (Honda) durch den Sturz Federn lassen musste.

"Es war eine taktische Meisterleistung", lobt Superbike-Weltmeister Max Biaggi bei 'GPOne.com' seinen Freund Lorenzo. " Nach der zehnten oder zwölften Runde hat er das Tempo erhöht und sie gekillt. Sie konnten ihm nicht mehr folgen. Es war ein wichtiger Sieg, weil er Punkte aufholen musste. Es war ein perfektes Rennen, weil Marquez keine Punkte geholt hat. Das war für Joge das Beste." Auch Biaggi hat den "Superrookie" auf der Rechnung.

Und es gibt eine Parallele zwischen Marquez und Biaggi. Als der Römer nach vier WM-Titeln in der 250er-Klasse im Jahr 1998 in die Königsklasse aufstieg, gewann er sofort seinen ersten Grand Prix. Der Sieg in Suzuka machte weltweit Schlagzeilen. Es war aber keine Eintagsfliege, denn Biaggi wurde anschließend Dritter, Dritter und Zweiter. Erst bei seinem fünften Rennen in der Königsklasse riss die Podestserie, denn der Italiener wurde in Le Castellet Fünfter.

Marquez gewann seinen zweiten Grand Prix und fuhr in seinen ersten vier Rennen auf das Podest. In Mugello war er bis zum Sturz auf Kurs zu Platz zwei. Biaggis Einstand konnte der Spanier damit knapp nicht schlagen. "Ich fühle mit ihm mit, weil er so jung ist. Niemand will Stürze sehen, doch er hat Zeit um zu zeigen wie schnell er ist. In seinem zweiten Jahr wird er wie alle Fahrer besser sein. Er hat sein großes Talent gezeigt und wird es Jorge und Dani schwer machen", ist Biaggi überzeugt.

"Jorge ist die Gegenwart und die Zukunft. Vom Altersunterschied her ist aber Marc die Zukunft." Marquez hat bei Honda den Platz von Casey Stoner übernommen. Auch der Australier hat von der Ferne den Einstand des 20-Jährigen verfolgt. Er tritt aber auf die Euphoriebremse: "Er hat ganz sicher Talent und er ist interessant zu verfolgen, aber er muss sitzen bleiben. Das ist die wichtige Sache", wird der zweifache MotoGP-Weltmeister von 'Autosport' zitiert. "Zu viele Leute sagen, dass er nur besser werden kann. Was auch immer zu Beginn passiert, muss sich nicht unbedingt fortsetzen."

"In meinen ersten Rennen hatte ich keine tollen Resultate, aber schaut euch an, wo ich gelandet bin." Stoner eroberte in seiner ersten MotoGP-Saison einen Podestplatz und startete seine Siegesserie zu Beginn seiner zweiten Saison. Er verweist in Zusammenhang mit Marquez auch auf Lorenzo und Pedrosa, die ebenfalls einen starken Einstand in der Königsklasse hatten. "Marc hat einen fantastischen Job abgeliefert, aber man darf nicht vergessen was Jorge und Dani in ihren ersten Rennen gelungen ist."

Stoner verweist auf die Vergangenheit

"Lorenzo war in seinem ersten Rennen Zweiter, Dritter in seinem zweiten Rennen und das dritte hat er gewonnen", blickt Stoner auf 2008. Ähnlich verlief der Einstand von Pedrosa in der Saison 2006. "Dani war in seinem ersten Rennen Zweiter. Das erste Rennen von Marquez war nicht so gut wie Danis oder Jorges. Sein zweites Rennen war besser. Er hat harte Konkurrenz." In den vergangenen beiden Jahren war in erster Linie Lorenzo der WM-Gegner von Stoner. Der Australier schätzt die Qualitäten des Spaniers: "Er war immer stark, als ich gegen ihn fuhr. Zudem machte er sehr wenige Fehler. Er war immer an der Spitze und schwer zu schlagen."

Die Leser von 'Motorsport-Total.com' sehen Honda in der Favoritenrolle auf den WM-Titel. In einer Umfrage, bei der 1.224 Stimmen abgegeben wurden, sehen 31,54 Prozent Pedrosa als Favorit auf den WM-Titel, gefolgt von Marquez mit 27,86 Prozent. Auf Lorenzo entfielen lediglich 20,67 Prozent der Stimmen. Superstar Valentino Rossi haben nur 15,60 Prozent auf der Rechnung. Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) werden nur 4,33 Prozent Außenseiterchancen auf den Titel eingeräumt.

Biaggi war in Mugello vor Ort und besuchte auch die Yamaha-Box. Lorenzo und Biaggi sind seit Jahren enge Freunde. Dagegen ist das Verhältnis zwischen Biaggi und Rossi immer noch unterkühlt. Deshalb war Biaggi nur auf Lorenzos-Seite der Box zu sehen. Mit Rossi gab es keine Gespräche. "Nein, ich habe keine Verbindung zu ihm. Das habe ich nur mit Jorge", sagt der zweifache Superbike-Weltmeister bei 'GPOne.com."

Fotoquelle: FGlaenzel

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