Andrea Dovizioso ist zumindest mit der Konstanz zufrieden

MotoGP 2013

— 08.06.2013

Neues Ducati-Chassis kein großer Fortschritt

Das Fazit nach dem Mugello-Test fällt nüchtern aus: Andrea Dovizioso und Nicky Hayden sehen beim neuen Labor-Chassis von Ducati keine großen Fortschritte

Im Anschluss an den Grand Prix von Italien herrschte in den vergangenen Tagen viel Fahrbetrieb auf dem Mugello-Kurs. Am Montag testete die Moto2-Klasse und am Dienstag war die Moto3 dran. Von Mittwoch bis Freitag testete das Ducati-Werksteam. Am Mittwoch fuhren die beiden Testfahrer Franco Battaini und Michele Pirro. Schließlich stießen ab Donnerstag auch die beiden Stammfahrer Andrea Dovizioso und Nicky Hayden hinzu und konzentrierten sich auf das neue Labor-Bike. Außerdem drehten auch Andrea Iannone und Superbike-Weltmeister Max Biaggi mit der Pramac-Ducati Runden.

Im Fokus stand die Arbeit mit dem neuen Lab-Bike, mit dem Pirro in Jerez und Mugello die Rennen bestritten hat. Am Donnerstag und Freitag setzten in der Toskana am Nachmittag immer wieder kleine Regenschauer ein, weshalb hauptsächlich am Vormittag gefahren wurde. Obwohl Dovizioso und Hayden viele Runden abspulten, sind die Erkenntnisse ernüchternd. Das neue Motorrad ist zwar ein kleiner Fortschritt, aber den Anschluss an Honda und Yamaha hat Ducati damit nicht geschafft.

Dovizioso meint nach insgesamt 70 Runden: "Es waren vor allem am Freitag gute Tests. Wir haben an der Abstimmung und mit neuen Teilen gearbeitet, und sind mit dem neuen Rahmen gefahren. Wir versuchten das Maximum herauszuholen. Ich war auch konstant schnell. Ich bin den ganzen Tag in 1:48 Minuten gefahren, was sehr wichtig war. Als ich pushen wollte, bin ich 1:48,2 gefahren, was eine gute Zeit ist. Ich hätte auch schneller fahren können, aber ich bin zufrieden mit meinem Speed und meiner Konstanz", streicht der Italiener die positiven Aspekte hervor.

"Mit verschiedenen Änderungen bei der Gewichtsverteilung und meiner Sitzposition haben wir kleine Fortschritte geschafft. Sie waren aber nicht groß und dieser Rahmen ist nicht genug, um unseren Rückstand zu reduzieren. Für mich ist es trotzdem ein kleiner Fortschritt. Wir müssen sehen, ob das Motorrad für das Rennwochenende in Barcelona bereit ist, oder ob wir es nur am Testtag danach verwenden werden." Am Montag nach dem Grand Prix von Spanien findet ein offizieller Testtag für alle MotoGP-Teams statt.

Teamkollege Hayden drehte an den beiden Tagen insgesamt 103 Runden und nimmt deutlichere Worte in den Mund: "Um ehrlich zu sein, haben wir nicht den erhofften Fortschritt geschafft. Das ist sehr schade. Dieses Labor-Bike hat einige positive Seiten, aber im Moment ist die Rundenzeit sehr ähnlich mit unserem aktuellen Motorrad. Hoffentlich haben diese Testtage den Ingenieuren geholfen. Ich bedanke mich bei meinen Jungs, dass sie so hart arbeiten. Es ist nicht einfach, wenn man nach einem langen Rennwochenende testen geht."

Pirro wird in Barcelona Ben Spies im Pramac-Team vertreten. Er konzentrierte sich ebenfalls auf die Entwicklung seines Motorrades. "Der Test wurde vom Wetter beeinflusst, denn an allen drei Tagen hat es am Nachmittag geregnet. Im Vergleich zu den anderen Fahrern habe ich mich auf Aspekte beim Rahmen und beim Motor konzentriert, um die Entwicklung voranzutreiben."

"Wir haben positive Sachen gefunden. Hoffentlich erweisen sie sich in den kommenden Rennen als nützlich, wenn ich das Motorrad fahren werde, mit dem ich auch am vergangenen Sonntag unterwegs war. Mit unserer Arbeit bin ich zufrieden. Jetzt warten wir auf Barcelona, um zu sehen, ob einige Dinge dort besser funktionieren."

Iannone sieht Fortschritte beim Labor-Bike

Im Pramac-Team konzentrierte sich Iannone auf die Entwicklung. Am Mittwoch fuhr der Italiener mit seiner gewohnten GP13, um Problemen vom Rennsonntag auf die Spur zu kommen. Am Donnerstag und Freitag rückte der Rookie schließlich auch mit dem Labor-Bike aus. "Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance dazu erhalten habe", meint Iannone nach dem Test. "Ich finde es etwas besser als das andere Motorrad. Es gibt beim Fahren einige Vorteile, wie die Agilität bei Richtungswechseln", geht er ins Detail.

"Ich habe meine Pace im Vergleich zum Rennwochenende, wo ich viele Probleme hatte, gesteigert. Es war wichtig, dass ich mich verbessere, damit wir das Problem beim Stoßdämpfer besser verstehen. Jetzt kann ich ruhigen Gewissens nach Barcelona fahren. Dort wird wichtig werden, wie ich mich nach einem Reifenwechsel verbessern kann. Derzeit fahre ich mit einem neuen Reifen die gleichen Rundenzeiten wie mit einem Reifen, der schon 26 Runden absolviert hat. Ich muss lernen, wie ich aus einem neuen Reifen Vorteile ziehen kann."

Fotoquelle: Ducati

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