Ben Spies konnte aufgrund seiner Schulter die Ducati noch nicht ans Limit bringen

MotoGP 2013

— 08.06.2013

Spies über Ducati: "Es ist auch nur ein Motorrad"

Ben Spies sieht auf technischer Seite keine wesentlichen Unterschiede zwischen Yamaha und Ducati - Kleine Details an verschiedenen Fronten sind anders

Ben Spies befindet sich derzeit in der schwierigsten Periode seiner Karriere. Nach der Desastersaison bei Yamaha versucht der US-Amerikaner bei Ducati wieder Schwung zu finden. Derzeit ist seine Schulter aber das größte Problem. Auch technisch läuft es bei dem italienischen Hersteller derzeit nicht rund. Das Pramac-Team wurde in die große Ducati-Struktur integriert. Spies und Andrea Iannone haben direkt Verträge mit Ducati. Alle vier Stammfahrer sollen gemeinsam mit Testfahrer Michele Pirro die Entwicklung vorantreiben.

Soweit die Theorie. In der Praxis hatten Andrea Dovizioso und Nicky Hayden seit Saisonbeginn einen anderen Tank, eine andere Gewichtsverteilung und eine etwas andere Verkleidung zur Verfügung, während die Pramac-Fahrer mehr oder weniger mit der Desmosedici des Vorjahres unterwegs sind. Da Spies derzeit an seiner Rehabilitation arbeitet, ist er zurzeit nicht aktiv in die Entwicklungsarbeit eingebunden. Dafür probierte Iannone in den vergangenen Tagen zum ersten Mal das neue Labor-Bike in Mugello aus.

Beim bisherigen Standardmaterial der GP13 gibt es feine Unterschiede zwischen Pramac und dem Werksteam. Spies beziffert sie aber als gering. "Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass Andrea und ich das gleiche Motorrad haben. Ich weiß auch, dass Nicky einige Teile verwendet, die wir nicht haben, aber der Großteil der Motorräder ist gleich", wird der Superbike-Weltmeister von 2009 von 'Crash.net' zitiert.

"Aufgrund meiner Verletzungen mache ich mir darüber aber keine Sorgen. Ich konzentriere mich darauf, dass ich wieder zu 100 Prozent fit werde. Bei den gemeinsamen Tests war Nicky immer einen Schritt vor mir. Ich habe das Motorrad aber nie ans Limit gebracht, weshalb wir uns nur schwer vergleichen können." Spies ist in seiner Karriere schon die unterschiedlichsten Motorräder gefahren. In den ersten Wochen auf der GP13 hat er auch die Unterschiede und Problemstellen der Ducati ausgemacht.

"Ducati ist lange mit einem Stahlrohrgitterrahmen gefahren und hat die geringste Erfahrung mit Aluminium. Sie arbeiten erst seit einem Jahr daran und für die Ingenieure ist es noch sehr neu. Hauptsächlich müssen wir an der Präzision der Frontpartie arbeiten", streicht er bei 'Crash.net' heraus. Den Stein der Weisen hat man damit aber noch nicht gefunden. Auch das Chassis des Labor-Bikes, in das die Erkenntnisse der vergangenen Monate eingeflossen sind, hat keinen Quantensprung nach vorne gebracht.

"Es könnte das Chassis sein, es könnte die Gewichtsverteilung sein. Es könnten viele verschiedene Dinge sein. Deshalb ist es so schwierig zu lösen. Es ist ein anderes Biest. Ich sage nicht, dass es kein großartiges Motorrad sein kann, aber wir brauchen mehr Zeit, um mehr über das Chassis zu lernen. Der Unterschied zwischen japanischen Motorrädern und der Ducati liegt in kleinen Details. Es gibt keine einzige Sache, die extrem anders ist. Unter dem Strich ist es schließlich auch nur ein Motorrad."

Fotoquelle: Pramac

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