2014 könnte das MotoGP-Starterfeld weiter anwachsen

MotoGP 2013

— 11.06.2013

2014 28 Teilnehmer im MotoGP-Feld?

Im kommenden Jahr könnte das Starterfeld der MotoGP auf bis zu 28 Motorräder anwachsen: Was machen Suzuki, Marc VDS und Tuenti?

Schon in diesem Jahr ist das Starterfeld der MotoGP mit 24 regulären Teilnehmern so groß wie seit vielen Jahren nicht mehr, und im kommenden Jahr könnte die Zahl der Starter möglicherweise sogar noch anwachsen. Im Idealfall könnten 2014 sogar 28 Motorräder in der Startaufstellung stehen. Die drei Werksteams Honda, Yamaha und Ducati haben bereits zugesagt, auch im kommenden Jahr wieder jeweils vier Prototypen einzusetzen.

Die übrigen zwölf Starter werden derzeit von den CR-Teams gestellt, die frei käufliche Motoren auf Superbike-Basis und Kunden-Chassis einsetzen. Diesen Teams bieten sich in der nächsten Saison zusätzliche technische Möglichkeiten. So wird Yamaha vier Kundenmotor der M1 verleasen, und auch Honda bietet mit einer Kundenversion der RC213V eine Alternative zu den bisherigen CRT-Motorrädern. Honda will bis zu fünf Motorräder verkaufen, gleichwohl sich die Nachfrage bisher in Grenzen hält.

Dazu klopfen neue Interessenten an die MotoGP-Tür. So wird davon ausgegangen, dass Suzuki nach einer zweijährigen Pause wieder in die Königsklasse der Motorrad-WM einsteigen wird. Zwar steht eine offizielle Entscheidung des Herstellers noch aus, doch das Testprogramm mit dem neuen Prototypen läuft bereits auf Hochtouren. Am kommenden Montag wird die Maschine in Barcelona erstmals in Europa getestet.

Suzuki-Einstieg doch mit Werksteam?

Allerdings gibt es noch eine Hürde für den Suzuki-Einstieg. Die Dorna hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass Suzuki kein eigenes Werksteam in die MotoGP schicken kann, sondern mit einem bestehenden Rennstall zusammenarbeiten müsse. In den vergangenen Monaten wurde über eine mögliche Kooperation von Suzuki mit der Aspar-Mannschaft von Jorge Martinez spekuliert, deren Pilot Randy de Puniet unlängst den Suzuki-Prototypen in Motegi testete, doch von einer Einigung sind beide Parteien noch weit entfernt.

Davide Brivio, der das Testprogramm von Suzuki leitet, setzt offenbar darauf, dass die Dorna bei einer Zusage von Suzuki entgegen ihrer Ankündigung doch ein eigenes Werksteam zulassen wird. "Suzuki ist einer der größten Motorradhersteller der Welt. Ich denke alle Parteien würden sich freuen, wenn sie in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation zurückkommen würden", wird der Italiener von 'MCN' zitiert. "Es wäre schade, wenn sich Suzuki zum Einstieg entscheiden und sie dann aus irgendeinem Grund keinen Startplatz erhalten würden."

Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Dorna. In der Tat ist es kaum vorstellbar, dass die WM-Organisatoren dem Einstieg eines vierten Prototypen-Herstellers Steine in den Weg legen würden. Somit könnte das Starterfeld von heute 24 auf 26 anwachsen. Neben Suzuki könnte es zudem 2014 noch zwei weitere neue Teilnehmer in der MotoGP geben.

Redding und Marc VDS klopfen an die MotoGP-Tür

So gilt es als sicher, dass Scott Redding, der aktuell nach seinen Siegen in Le Mans und Mugello die Gesamtwertung der Moto2 anführt, im kommenden Jahr in die MotoGP aufsteigen wird. Der Brite kämpft derzeit um einen Platz auf einem Prototypen, allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass der 20-Jährige gemeinsam mit seinem Team Marc VDS die Klasse wechselt. Außerdem wird das Tuenti-Team, welches mit Pol Espargaro in der Moto2 antritt, mit der MotoGP in Verbindung gebracht.

"Carmelo (Ezpeleta, Dorna-Boss) hat Marc van der Straten (Teambesitzer) in Le Mans getroffen, und ihm gesagt, dass er es ihn so schnell wie möglich wissen lassen soll, wenn er einen Platz in der MotoGP haben möchte", erklärt Marc-VDS-Teamchef Michael Bartholemy gegenüber 'MCN'. "Es liegt nun in der Hand der Dorna, aber ich glaube, dass ein Partner wie Marc VDS für die Meisterschaft sehr interessant wäre", sagt der Belgier.

Marc VDS wäre ein möglicher Kandidat für einen der Production-Racer von Honda. Zuvor war darüber spekuliert worden, das Team des belgischen Bier-Milliardärs könne einen geleasten Yamaha-Motor in einem Kalex-Chassis einsetzen. Kalex-Konstrukteur Alex Baumgärtel bestätigte im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' zwar entsprechende Überlegungen, hält einen MotoGP-Einstieg seines Unternehmens im kommenden Jahr aber für ausgeschlossen: "Ich glaube nicht, dass es passiert. Es gibt im Moment keine Aktivitäten oder Vorbereitungen", sagte Baumgärtel.

Fotoquelle: Keith Rizzo

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