Schneller als Dani Pedrosa war in Barcelona noch kein MotoGP-Fahrer

MotoGP 2013

— 15.06.2013

Pedrosa fliegt mit Rekordrunde zur Pole-Position

Mit einer absoluten Rekordrunde sichert sich Dani Pedrosa in Barcelona die Pole-Position - Cal Crutchlow und Jorge Lorenzo in Reihe eins - Bradl auf zehn

Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa hat sich mit einer Knaller-Runde die Pole-Position für sein Heimrennen in Barcelona gesichert. Der Vizeweltmeister schockte die versammelte Konkurrenz mit einer Runde in 1:41,893 Minuten. Noch nie zuvor war ein Grand-Prix-Bike auf dem Circuit de Catalunya unter 1:42 Minuten gefahren. Mit diesem neuen Rundenrekord eroberte Pedrosa nach Mugello seine zweite Pole-Position in Folge. In seinem letzten Angriff katapultierte sich Cal Crutchlow mit der Tech-3-Yamaha auf den zweiten Platz. Sein Rückstand auf Pedrosa betrug 0,608 Sekunden.

"Es ist toll, auf die Pole-Position zu fahren, vor allem hier vor meinen Fans. Ich hoffe morgen auf einen guten Start und ein gutes Rennen", sagt Pedrosa. Am Sonntag startet der 27-Jährige seinen 200. Grand Prix. Passend zu diesem Anlass eroberte er seine 26. Pole in der MotoGP - die gleiche Zahl wie seine Startnummer. Zum zweiten Mal nach Katar wird Crutchlow in diesem Jahr aus der ersten Reihe angreifen. Zudem gelang ihm mit Platz zwei auch ein Prestigeerfolg gegen das Yamaha-Werksteam.

"Wir haben einen guten Job gemacht. Es ist gut, zurück in der ersten Reihe zu sein, wo ich schon lange nicht mehr war. Hoffentlich können wir diese Leistung morgen wiederholen", blickt der Brite auf den Sonntag. Crutchlow will seinen dritten Podestplatz in Folge erobern. Für Yamaha verliefen die 15 Minuten äußerst hektisch. Valentino Rossi und Jorge Lorenzo fuhren auf die Strecke, kehrten aber ohne Rundenzeit wieder an die Box zurück. Speziell Lorenzo verschwand wütend in der schattigen Box und fuhr neun Minuten vor Ablauf der Zeit mit dem Ersatzmotorrad wieder auf die Strecke. Es gab ein Problem mit der Kupplung an der ersten M1.

Dieses Problem wirkte sich auf die Taktik aus: Die anderen Fahrer konnten erneut an die Box fahren und rund sechs Minuten vor Schluss mit einem zweiten neuen weichen Hinterreifen angreifen. Lorenzo holte sich auch noch einen neuen Hinterreifen ab und ging drei Minuten vor Ablauf der Zeit erneut auf die Strecke. Im Gegensatz zur Konkurrenz blieb dem Weltmeister nur noch ein Angriff. Er nutzte ihn und zog Startplatz drei an Land. Auf Pedrosa fehlten 0,673 Sekunden.

"Ich hatte ein Problem mit der Kupplung und musste deshalb das Motorrad wechseln", nennt Lorenzo die Gründe für die Hektik. "Ich hatte dann nur zwei schnelle Runden, daher war es schwierig in den Rhythmus zu kommen." Rossi konnte sein gestecktes Ziel dagegen nicht erreichen. Das Qualifying bleibt in diesem Jahr seine Schwäche, denn auf die Pedrosa-Zeit betrug sein Rückstand eine Sekunde.

Damit wird der Italiener am Sonntag von Startplatz sieben aus der dritten Reihe starten. Auch Rookie Marc Marquez kam nicht an die Performance seines Honda-Teamkollegen heran. Neun Zehntelsekunden fehlten auf die Rekordzeit von Pedrosa. Damit wurde es Startplatz sechs in der zweiten Reihe. Besser lief es für Alvaro Bautista, der sich mit der Gresini-Honda vor heimischem Publikum in Szene setzte und Vierter wurde.

Bradl in Startreihe vier

Dagegen musste sich der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda) mit Startplatz zehn begnügen. Der Zahlinger fuhr zwar konstante Runden, doch im engen Mittelfeld war sein Rückstand von 1,2 Sekunden zu groß, um für einen Spitzenplatz in Frage zu kommen. Generell lagen die Prototypen hinter der Spitze eng beisammen. Zwischen Platz vier und zehn herrschte ein Zeitabstand von vier Zehntelsekunden.

Die Ergebnisse von Ducati fielen gemischt aus: Nicky Hayden setzte seine Form am Samstag fort und eroberte Platz fünf in der Mitte der zweiten Reihe. Sein Rückstand auf Pedrosa betrug neun Zehntelsekunden. Andrea Dovizioso war zwar nur um weniger als zwei Zehntel langsamer, doch das reichte nur zu Platz neun.

Damit war der Italiener auch einen Tick langsamer als Pramac-Ducati-Pilot Andrea Iannone, der Achter wurde. Auf den Tag genau vor zehn Jahren gewann Loris Capirossi in Barcelona das erste MotoGP-Rennen für Ducati. Die beiden langsamsten Fahrer in Q2 waren Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) und Aleix Espargaro (Aspar), die am Sonntag von den Positionen elf und zwölf angreifen werden. Espargaro war klar der beste CRT-Vertreter.

Q1: Pirro mit dem Labor-Bike langsamer als de Puniet

Im ersten Qualifikationsabschnitt über 15 Minuten traten insgesamt 14 Fahrer an. Darunter waren die drei Prototypen von Smith sowie das Pramac-Ducati-Duo Iannone und Michele Pirro. Die versammelten CRT-Fahrer spielten keine Rolle bei der Vergabe der beiden Plätze, die den Einzug ins Q2 bedeuteten. Lange sah es gut für beide Pramac-Fahrer aus, doch Smith steigerte sich noch deutlich und markierte in 1:42,607 Minuten die Bestzeit. Damit verdrängte der Brite Iannone um 0,035 Sekunden auf den zweiten Platz.

Somit zogen Smith und Iannone in den nächsten Abschnitt ein. Ducati-Testfahrer Pirro musste sich mit dem neuen Labor-Bike noch der CRT-Aprilia von Randy de Puniet (Aspar) geschlagen geben. Um 0,144 Sekunden war der Italiener mit der Neuentwicklung langsamer als der routinierte Franzose. De Puniet wird am Sonntag auf Startplatz 13 in der fünften Reihe stehen. Daneben qualifizierten sich Pirro und Hector Barbera (Avintia).

Aus Reihe sechs werden Colin Edwards (Forward), Karel Abraham (Cardion) und Danilo Petrucci (Ioda) angreifen. Die Plätze 19 bis 21 in Reihe sieben gingen an Claudio Corti (Forward) und das PBM-Duo Michael Laverty und Yonny Hernandez. Laverty war mit der PBM-Eigenentwicklung einmal mehr schneller als Hernandez mit der ART von Aprilia. Ganz hinten in der letzten Reihe müssen sich Bryan Staring (Gresini), Lukas Pesek (Avintia) und Javier Del Amor (Avintia) aufstellen.

Del Amor übernahm im vierten Freien Training die FTR-Kawasaki von Hiroshi Aoyama. Der Japaner war im dritten Freien Training gestürzt und hatte sich dabei die Finger der linken Hand verletzt. Aoyama wurde am Nachmittag in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Del Amor war zwar der langsamste Fahrer, doch er stürzte nicht und qualifizierte sich problemlos für seinen ersten Grand Prix.

Fotoquelle: Repsol

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