Jorge Lorenzo siegte in Barcelona in beeindruckender Manier

MotoGP 2013

— 16.06.2013

Makelloser Lorenzo erntet die Früchte der Arbeit

Jorge Lorenzos Zuversicht nach dem Qualifying war begründet: In Barcelona fährt der Yamaha-Pilot souverän zum Sieg und macht die WM spannend

Obwohl der Samstag beim Großen Preis von Katalonien in Barcelona für Jorge Lorenzo sehr problematisch verlaufen war und der Yamaha-Pilot nur Startplatz drei erobert hatte, strahlte er große Zuversicht aus: "Ich weiß, dass mein Renntempo gut ist", hatte der 25-Jährige gestern gesagt. 24 Stunden später stand fest, dass diese Aussage werde Durchhalteparole noch Zweckoptimismus war. Der Spanier fuhr bei seinem Heimrennen souverän an der Spitze und gewann nach dem Erfolg in Mugello das zweite Rennen in Folge.

Die Vorentscheidung über den Sieg fiel schon kurz nach dem Start. In der ersten Kurve schob sich Lorenzo an Polesetter Dani Pedrosa (Honda) vorbei. Einmal in Führung, gab Lorenzo diese während der 25 Rennrunden nicht mehr ab und fuhr ähnlich souverän wie in Mugello dem Sieg entgegen. Ganz so einfach wie in Italien war es heute für den amtierenden Weltmeister aber nicht: "Ich wünschte, ich hätte das gleiche gute Gefühl wie in Mugello gehabt. Dort konnte ich einen Vorsprung herausfahren, heute war es wesentlich schwieriger", sagt Lorenzo.

"Das Rennen war deutlich anstrengender. Dennoch konnte ich meine Konzentration wahren und habe nur einen kleinen Fehler gemacht. Das war nicht einfach, denn der Vorderreifen hat fast bei jedem Bremsen, fast in jeder Kurve für haarige Momente gesorgt", berichtet der Spanier. "Aber dieses Rennen hat gezeigt: Wenn du stark bist und nicht aufgibst, kannst du die Früchte deiner Arbeit ernten. Dani hat nie aufgegeben, aber ich konnte das Tempo konstant hoch halten. In den letzten fünf Runden war ich stärker."

Schlussspurt sichert den Sieg

Wie ein Uhrwerk spulte Lorenzo seine Runden ab. Fünf Runden vor dem Rennende zog er dann das Tempo an und fuhr den entscheidenden Vorsprung vor Pedrosa und dessen Teamkollegen Marc Marquez hinaus. Nach der Wiederholung des Vorjahressiegs strotz Lorenzo nun vor Selbstvertrauen. "Es war wichtig, dass ich nach dem schwierigen Qualifying mental stark geblieben bin. So kann ich weiter um den Titel kämpfen. Wir kämpfen in fast jedem Rennen um den Sieg, das ist das Wichtigste." In der WM-Wertung verkürzte Lorenzo den Rückstand auf Pedrosa auf sieben Punkte.

Wie die meisten anderen Piloten klagte auch Lorenzo bei Asphalttemperaturen von über 50 Grad Celsius über den fehlenden Grip der Bridgestone-Reifen: "In der Aufwärmrunde habe ich gespürt, dass der Hinterreifen stark rutscht, das war ähnlich wie in Le Mans. Aber in der ersten Runde wurde es glücklicherweise immer besser", erklärt Lorenzo.

"Das Problem war aber der Vorderreifen, der stark abgebaut hat", so der Spanier. Obwohl alle Prototypen-Fahrer heute mit dem harten Vorderreifen gestartet waren, brach dieser rasch ein. Lorenzo fordert daher Reifenlieferant Bridgestone auf, Abhilfe zu schaffen: "Wir verlangen nach jedem Rennen härtere Vorderreifen, aber bisher sind keine gekommen. Ich hoffe, dass sich das bis zum nächsten Rennen ändert, denn beim Bremsen ist es manchmal gefährlich", warnt der Yamaha-Pilot.

Große Vorfreude auf Assen

Die Tatsache, dass er und Teamkollege Valentino Rossi bereits den vierten von fünf erlaubten Motoren einsetzen, macht Lorenzo mit Blick auf die Meisterschaft keine Sorgen: "Wir benutzen derzeit einen Motor. Die anderen befinden sich in der Überholung, weil wir ein Problem festgestellt haben. Vielleicht können wir sie noch einmal benutzen", so der Spanier. "Aber selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, können wir die Meisterschaft beenden. Theoretisch sollte es kein Problem geben, so lange kein Motor kaputt geht."

In 13 Tagen steht für die MotoGP im niederländischen Assen das siebte Saisonrennen auf dem Programm. Die Vorfreude darauf ist bei Lorenzo groß: "Assen ist meine Lieblingsstrecke. Ich mag das Land und die Landschaft und auch die Leute, die sehr nett sind. Ich habe dort schon mehrmals gewonnen." Auch das Wetter könnte Yamaha dort in die Karten spielen: "Wir müssen unsere Probleme bei heißen Bedingungen in den Griff bekommen. Sollte es dort deutlich kühler sein, wäre das ein Vorteil für uns."

Fotoquelle: Yamaha

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