Suzuki-Testfahrer Randy de Puniet war in Barcelona recht zügig unterwegs

MotoGP 2013

— 18.06.2013

Brivio: Warum Suzuki ein Jahr länger Zeit wartet

Trotz der sehr guten Testzeiten stehen über der Performance von Suzuki noch einige Fragezeichen - Test-Manager Davide Brivio gibt Antworten

Das erste aussagekräftige Rollout der neuen Suzuki-MotoGP-Maschine in Barcelona kann definitiv als Erfolg eingestuft werden. Mit weniger als acht Zehntelsekunden Rückstand leistete Testpilot Randy de Puniet gute Arbeit. Warum wartet Suzuki also noch ein Jahr und kommt nicht wie vermutet 2014, sondern erst 2015 in die Königsklasse zurück? "Suzuki ist der Meinung, dass wir mehr Entwicklungszeit benötigen", wird Test-Team-Manager Davide Brivio von 'MotoGP.com' zitiert.

"Es stehen einige wichtige Regeländerungen bevor - eine neue Elektronik und noch striktere Verbrauchswerte", bemerkt Brivio. Ab 2014 dürfen nur noch 20 Liter Kraftstoff verwendet werden, sofern man eine eigene Software einsetzt. Mit der Einheits-Software wären es 24 Liter. "Es ist nicht einfach, in die MotoGP zu kommen und die zwei starken Konkurrenten herauszufordern, die momentan dominieren."

"Wir möchten uns darauf vorbereiten und bereit sein. Ein weiteres Jahr wird sehr nützlich sein, um das Motorrad abzustimmen und die Entscheidungen über die Spezifikation zu treffen. Wir haben es also um ein Jahr verschoben. Doch ich denke, dass es sehr wichtig und absolut positiv ist, dass Suzuki die Rückkehr in die MotoGP verkündet hat", bilanziert Test-Team-Manager Brivio, der von den Rundenzeiten in Barcelona sehr angetan war.

Doch an der Suzuki war noch das bekannte Steuergerät von Mitsubishi verbaut. Bereits in der ersten MotoGP-Ära vertraute Suzuki auf diese Elektronik. "Wir sind immer noch mit der ECU von Mitsubishi unterwegs. Das ist der traditionelle Suzuki-Partner. Durch die Regeln in der MotoGP müssen wir zu Magneti Marelli wechseln, doch die Teile wurden erst im Werk angeliefert."

"Die Elektronikabteilung studiert die Teile und versucht, sie zu verstehen. Wir hoffen, dass wir gegen Ende des Jahres die Hardware am Motorrad verwenden können, um ein paar Runden damit zu absolvieren. Zudem hoffen wir, dass wir 2014 nutzen können, um diese Technologie zu entwickeln", so Brivio.

Fotoquelle: FGlaenzel

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