Jorge Lorenzo steht nur noch ein frisches Triebwerk zur Verfügung

MotoGP 2013

— 20.06.2013

Motorenprobleme bei Yamaha?

Die Yamaha-Fahrer Jorge Lorenzo und Valentino Rossi verwendeten schon vier Motoren und haben in diesem Jahr nur noch ein frisches Triebwerk zur Verfügung

Mit Siegen in Mugello und Barcelona hat Jorge Lorenzo seinen WM-Rückstand auf Honda-Konkurrent Dani Pedrosa auf sieben Punkte reduziert. An praktisch jedem Wochenende lautet der Zweikampf Lorenzo gegen Pedrosa. Dazu mischt Rookie Marc Marquez auch mit und sorgt für Spannung. Lorenzo muss auf der Strecke gegen Honda kämpfen. Nun musste sich der Weltmeister auch mit der Technik plagen. Im Qualifying in Barcelona gab es Probleme mit der Kupplung an seiner M1. Es drohen aber noch weitere dunkle Wolken in Zukunft.

Yamaha hat an den ersten sechs Wochenenden schon vier Motoren im Einsatz gehabt. Laut Reglement sind fünf Triebwerke pro Fahrer in einer Saison erlaubt. Kommt ein weiteres Aggregat zum Einsatz, muss der Fahrer einmal aus der Boxengasse starten. Für Lorenzo könnte sich im Herbst dieses Szenario im WM-Kampf anbahnen. Bei Honda ist derzeit alles sicher: Pedrosa und Marquez hatten erst zwei Motoren im Einsatz. Somit stehen jeweils noch drei komplett frische Triebwerke zur Verfügung.

Hat Yamaha ein Motorenproblem? Bereits in Jerez berichtete Lorenzo von einem Motorproblem im Warmup. Dieser Motor wurde nach dem Aufwärmtraining nie wieder eingesetzt und nach Mugello von der Allokation gestrichen. Ähnlich die Situation bei Rossi: Der zweite Motor wurde in Mugello noch im Qualifying eingesetzt, anschließend aber ebenfalls aus der Allokation gestrichen. Somit müssen Lorenzo und Rossi die verbleibenden zwölf Rennwochenenden mit drei gebrauchten und einem frischen Motor bewältigen.

"Wir hatten bei jedem Fahrer ein Problem, weshalb sich die Ingenieure aus Sicherheitsgründen dazu entschieden, den vierten Motor zu versiegeln und den zweiten als Ersatz aufzuheben", bestätigt Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli bei 'MotoGP.com'. "Zunächst muss verstanden werden, was geschehen ist, damit wir die Probleme so bald wie möglich lösen können." Wann der fünfte Motor zum ersten Mal zum Einsatz kommen wird, ist noch offen.

"Wir wissen es nicht, aber unsere Zuverlässigkeit ist recht gut. Unsere Ingenieure sind sich sicher. Solange kein Unfall, wie im Vorjahr in Assen auftritt, sollten wir die Saison mit fünf Motoren zu Ende fahren können." Derzeit plant Yamaha nicht mit einem sechsten Motor und dem damit verbundenen Start aus der Boxengasse. Wie schnell es gehen kann, zeigte Assen im Vorjahr: Lorenzo wurde beim Start von Alvaro Bautista aus dem Weg gerammt. Der Yamaha-Motor saugte im Kiesbett einen Stein an und es gab sofort einen kapitalen Motorschaden.

Damals war ein ganz frisches Triebwerk sofort im Eimer. Bei Cal Crutchlow sieht die Situation ähnlich wie im Werksteam aus. Auch der Brite hat schon den vierten Motor im Einsatz, aber bei ihm wurde kein Motor von der Liste gestrichen. Bradley Smith fuhr in Barcelona mit dem dritten Triebwerk und hat noch zwei komplett fische Motoren.

Alle vier Honda-Fahrer hatten erst die ersten beiden Motoren im Einsatz. Genauso sieht die Situation bei Pramac-Ducati aus. Dagegen setzten die Ducati-Werksfahrer Nicky Hayden und Andrea Dovizioso in Barcelona zum ersten Mal auch den dritten Motor ein. Hayden drehte damit nur im ersten Freien Training Runden, während Dovizioso damit auch das Rennen fuhr. Yamaha ist derzeit von den drei Herstellern in der bedenklichsten Situation. Den CRT-Fahrern stehen pro Saison zwölf Triebwerke zur Verfügung.

Fotoquelle: Yamaha

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