MotoGP 2013

— 22.06.2013

Lorenzo: Man kann nicht immer gewinnen

Konstanz ist auch in der MotoGP der Schlüssel zum Erfolg: Weltmeister Jorge Lorenzo spricht über die richtige Taktik, um den Titel zu holen



Mit einem Sieg kann man fünf Punkte auf seinen Gegner gutmachen. Sieht man die Ziellinie nicht, kann man 25 Punkte mit einmal verlieren. Dieses einfache Rechenbeispiel hat auch Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo verinnerlicht. Besonders in der zweiten Saisonhälfte 2012 konzentrierte sich der Spanier darauf, unnötige Risiken zu vermeiden und stattdessen als Zweiter lieber 20 als gar keine Punkte zu holen.

"Manchmal tritt man an, um zu gewinnen. Aber bei anderen Rennen muss man die Punkte sehen. Man muss mit zweiten oder dritten Plätzen zufrieden sein und an die Meisterschaft denken", bemerkt Lorenzo im Gespräch mit 'Autosport'. In der laufenden Saison konnte der Weltmeister von 2010 und 2012 bereits drei Rennen gewinnen - mehr als jeder andere Pilot. Zudem sah er bei jedem Rennen die Zielflagge und punktete.

"Man muss verstehen, dass man die Meisterschaft als Ganzes betrachtet und nicht nur versucht, jedes Rennen zu gewinnen", betont der Spanier. "Manchmal geht das nicht, weil andere Fahrer stärker sind oder das Motorrad nicht gut läuft oder nicht mit der Strecke zurechtkommt. Man muss ruhig bleiben und versuchen, das Rennen zu beenden." Das traf für Lorenzo in Le Mans zu. Im Regen funktionierte die M1 des amtierenden Weltmeisters nicht so gut wie im Vorjahr, als er sich den Sieg holte. Mit viel Geduld fuhr er als Siebter durchs Ziel. Dafür kassierte er neun Punkte.

Im Kampf mit WM-Leader Dani Pedrosa konnte Lorenzo zuletzt Boden gutmachen. Zehn Punkte konnte er bei den Rennen in Mugello und Barcelona näher herankommen. Doch im Vergleich zum Honda-Werkspiloten muss Lorenzo nach wie vor auf das Getriebe, das ohne Zugkraftunterbrechung arbeitet, verzichten. Der Nachteil ist besonders beim Herausbeschleunigen in Schräglage zu spüren.

"Es macht nicht so viel aus", vergleicht Lorenzo. "Es ist kein großer Vorteil, doch ein bis zwei Zehntelsekunden pro Runde können zu zweieinhalb bis fünf Sekunden werden (am Ende eines Rennens; Anm. d. Red.). Diese fünf Sekunden in jedem Rennen zu haben, wäre eine große Sache." Noch ist offen, wie viel Zeit Yamaha für die Entwicklung noch benötigt.

Fotoquelle: Bridgestone



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