Bei Ducati ist man momentan ratlos: Was sorgt für den Rückstand zu den Japanern?

MotoGP 2013

— 27.06.2013

Hayden: "Steifigkeit ist nicht das Problem"

Ducati tritt auf der Stelle: Werkspilot Nicky Hayden erklärt, warum die Entwicklungsmaschine nicht die gewünschten Fortschritte gebracht hat

Bereits bei den Vorsaison-Tests war klar, dass Ducati mit der GP13 ähnlich weit zurückliegen wird wie in den vergangenen Jahren. Doch die Arbeit des Ducati-Testteams ließ Fahrer und Fans hoffen. Michele Pirro arbeitete parallel an der sogenannten Labor-Maschine, die beim Thema Steifigkeit Experimente zuließ. Im Vergleich zu Honda und Yamaha hat Ducati auf diesem Gebiet Nachholbedarf. Erst seit der vergangenen Saison setzt die Desmosedici auf einen Aluminium-Profilrahmen.

Doch es scheint, als ob die Entwicklungsmaschine Ducati nicht weiter gebracht hat. Bei den jüngsten Vergleichs-Tests in Mugello und Barcelona stellten die Stammpiloten der Neuentwicklung kein gutes Zeugnis aus. "Es ist wahr, dass das Labor-Motorrad kein Fortschritt war. Was ich auf keinen Fall machen möchte ist ein Schritt rückwärts. Das Pumpen des Hinterrades und der Mangel an Grip führten dazu, dass meine Rundenzeiten noch schlechter waren", beklagt Ex-Champ Nicky Hayden enttäuscht.

"Wir haben seit dem Malaysia-Test am Labor-Motorrad gearbeitet. Pirro hat viel Zeit und Anstrengungen investiert. Einige seiner Kommentare waren sehr positiv. Natürlich hatten wir große Erwartungen, auch wenn wir nicht dachten, damit eine oder zwei Sekunden schneller sind", schildert Hayden. "Wir hofften, dass einige unserer Probleme behoben wurden. Das war kein unrealistisches Ziel. Das sollten wir erwarten. Ich denke, dass die Ducati-Ingenieure das ebenfalls erwarteten."

"Es wurde ein neues Motorrad gebaut, das getestet wurde, Geld und Kraft kostete und nicht viel besser ist. Das ist eine Enttäuschung", betont der US-Amerikaner. "Wir haben offenbar nicht genug gearbeitet und müssen smarter und besser agieren." Hayden kommt zu dem Entschluss, dass die Steifigkeit wohl nicht das Problem sein kann, wenn man trotz vieler Tests keine Fortschritte macht.

"Wir haben uns sehr auf die Steifigkeit konzentriert und bei dem Motorrad viel an der Steifigkeit herumprobiert. Ich bin nur ein Fahrer und kein Ingenieur, würde aber behaupten, dass die Steifigkeit nicht wie gedacht das große Problem ist. Wir müssen uns einige andere Bereiche ansehen", fordert der Weltmeister von 2006, der keine vorzeitigen Schlüsse ziehen will, aber dennoch von seiner Theorie überzeugt ist.

"Ich möchte nicht für die Ingenieure sprechen und die Probleme der Presse schildern, aber vielleicht sollten wir an der Gewichtsverteilung, der Lage des Motors oder in anderen Bereichen arbeiten. Die Steifigkeit hat nicht zum Erfolg geführt. Wir müssen uns ansehen, was Sinn macht", erklärt Hayden. "Ich weiß nicht, was wir brauchen. Ich würde es gerne wissen." In Assen setzen Hayden und Teamkollege Andrea Dovizioso nach wie vor auf die GP13 und haben nur noch einen Trumpf: "Regen ist schlecht für die Fans, aber gut für die Ducati-Piloten."

Fotoquelle: Ducati

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