Jorge Lorenzo ist die Härte in Person: Trotz Schlüsselbeinverletzung wird er starten

MotoGP 2013

— 29.06.2013

Startfreigabe: Lorenzo fährt in Assen

Jorge Lorenzo hat von den Ärzten grünes Licht erhalten: Trotz Schlüsselbeinverletzung darf der Weltmeister bei der Dutch TT in Assen starten

Jorge Lorenzo hat von den Ärzten die endgültige Startfreigabe für den Grand Prix der Niederlande in Assen erhalten. Zunächst musste sich der Weltmeister in der Früh einem Check unterziehen, woraufhin er die Erlaubnis für die Teilnahme am Warmup erhielt. Lorenzo stieg auf seine Yamaha und fuhr als wenn nichts gewesen wäre. Er drehte elf Runden und büßte sieben Zehntelsekunden auf die Spitze ein. Um 11:00 Uhr musste sich der Spanier erneut den Ärzten stellen, die ihn schließlich fit für das Rennen erklärten. Am Nachmittag warten 26 lange Runden auf Lorenzo.

"Endlich sind wir hier für das Rennen. Im Warmup hatte ich in den ersten Runden starke Schmerzen", gibt Lorenzo dennoch zu. Speziell bei der Beschleunigung war es für ihn schwierig. "Ich dachte darüber nach, ob ich aufhören soll oder weiterfahre. Glücklicherweise fuhr ich weiter und die Schmerzen nahmen mit jeder Runde ab. Ich habe mich daran gewöhnt, meinen Körper so an das Motorrad anzupassen, um Schmerzen zu umgehen."

"Im Rennen wird es ein Problem werden, wenn ich jemanden auf der Bremse überholen muss, weil ich für dieses Manöver die Schulter nicht voll belasten kann. Trotzdem habe ich einen guten Rhythmus und fühle mich in den Kurven besser, aber natürlich schlechter als am Donnerstag. Trotzdem habe ich mich für den Rennstart entschieden. Eine Zielankunft wäre ein Sieg für mich, aber ich möchte zumindest fünf Punkte oder mehr holen."

"Sollten es weniger Punkte werden, dann wäre es mit dieser Mühe nicht viel. Am Ende des Rennens werden wir sehen, ob es die Anstrengend wert war. Nach diesen zwei schwierigen Tagen bin ich sehr stolz auf mich und mein Team, das mich sehr gut unterstützt hat." Es gab einige Gerüchte, ob sich Yamaha dazu entschließen würde einen sechsten Motor - per Reglement sind nur fünf Triebwerke pro Saison erlaubt - einzusetzen. Die fällige Strafe ist dafür ein Start vom Ende des Feldes. Dafür hat man für den Rest der Saison einen zusätzlichen frischen Motor in der Allokation.

Das wird aber nicht geschehen: Lorenzo wird mit dem dritten Motor seiner Allokation fahren und Startplatz zwölf einnehmen. Obwohl er gestern nicht am Qualifying teilnahm, hat er diesen Startplatz inne. Lorenzo hatte sich mit seiner Zeit vom ersten Freien Training direkt für Q2 qualifiziert. Da er am Freitag nicht fuhr, wurde er als Zwölfter gereiht - eine Auswirkung des neuen Qualifying-Formats. 48 Stunden nach seinem Hochgeschwindigkeitssturz, bei dem er sich das linke Schlüsselbein gebrochen hat, wird Lorenzo in der Startaufstellung stehen.

Laut Reglement darf ein Fahrer 24 Stunden nach einer Narkose ein Rennen starten. Deshalb wurde Lorenzo am Donnerstagabend per gechartertem Privatflieger nach Barcelona geflogen, wo er zwischen 02:00 Uhr und 04:00 Uhr in der Nacht auf Freitag operiert wurde. Dabei wurde das Schlüsselbein mit einer Titanplatte und acht Schrauben fixiert. In der WM liegt Lorenzo sieben Punkte hinter Honda-Konlkurrent Dani Pedrosa zurück.

Fotoquelle: Yamaha

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