Shuhei Nakamoto und Honda müssen für 2014 noch einige Probleme lösen

MotoGP 2013

— 03.07.2013

Production-Racer: Honda hadert mit der Standfestigkeit

Bei den Tests in Japan hat sich herausgestellt, dass die neue Kunden-Honda noch nicht zuverlässig ist - Interesse hält sich momentan in Grenzen

HRC hat in dieser Saison reichlich Arbeit: Neben der Entwicklung der RC213V, mit der Dani Pedrosa den Titel für Honda holen soll, entwickeln die Ingenieure noch an zwei weiteren Baustellen. Zum einen hat man bereits den 2014er-Prototyp fertig gestellt, der beim Test in Aragon debütierte. Weiterhin wird am Production-Racer entwickelt, der in der kommenden Saison an den Start rollen soll.

Vier oder fünf Motorräder möchte Honda verkaufen. Doch die Nachfrage hält sich noch in Grenzen. Die privaten Teams favorisieren momentan das Angebot von Yamaha. Ab 2014 verleasen die Japaner die M1-Motoren. Forward, Aspar und Marc VDS haben bereits Interesse bekundet. Doch wie ist der Stand bei Honda? "Es gibt Anfragen, aber nicht so viele Reservierungen", gesteht HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto im Gespräch mit 'Solomoto.es'.

"Das Gresini-Team möchte das Motorrad kaufen. Einige andere Teams interessieren sich für die Details", fügt Nakamoto hinzu. Während Yamaha für das Leasing von fünf Motoren 800.000 Euro aufruft, wollte Honda ursprünglich für eine Million Euro ein komplettes Motorrad ausliefern. "Wir möchten das Motorrad für eine Million Euro verkaufen, doch das wird schwierig. Im Preis ist das komplette Motorrad und die Wartung des Motors inbegriffen", bemerkt Nakamoto.

Bei den Tests in Japan fuhren die Honda-Testpiloten solide Zeiten. "Das Kunden-Motorrad ist auf der Geraden in Motegi etwa sechs km/h langsamer", berichtet Nakamoto. "Das kommt sehr nah an das heran, was ich vorher erwartete. Akiyoshi fuhr das Motorrad. Wenn der finale Motor fertig ist, wird es schneller sein." Doch momentan plagen Honda noch Zuverlässigkeitsprobleme.

Im Vergleich zu den RC213V-Triebwerken verzichten die Motoren der Kunden-Maschine auf die pneumatischen Ventile. Dadurch sollten die Drehzahlen niedriger sein. Momentan arbeitet Honda daran, die Temperaturen in den Griff zu bekommen. Die Wasser- und Öl-Temperaturen sind im aktuellen Entwicklungsstadium zu hoch. Weitere kleine Probleme sorgen ebenfalls für Kopfzerbrechen.

Dass der Honda-Production-Racer die momentanen CRT-Bikes hinter sich lassen wird, bezweifelt Nakamoto nicht. Der Japaner weist aber gleichzeitig auf die Fähigkeiten der Fahrer hin: "Man muss bedenken, dass zum Beispiel Toni Elias auf allen Motorrädern gleich schnell ist. Die Motorräder, die Bradl und Bautista momentan fahren, entsprechen denen von Dani und Marc. Doch die Werks-Piloten sind schneller. Es hängt also alles von den Fähigkeiten der Fahrer ab."

Fotoquelle: Repsol

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