Frührentner Casey Stoner ist mit der momentanen Situation unzufrieden

MotoGP 2013

— 04.07.2013

Stoner findet keinen Frieden

Ex-Champ Casey Stoner beschwert sich über den Stress, den er trotz des MotoGP-Rücktritts in diesem Jahr hat und denkt über ein Jahr Auszeit nach

Mehr Ruhe, weniger PR-Termine und Zeit mit der Familie - so oder so ähnlich sah Casey Stoners Wunschvorstellung nach dem Rücktritt im Vorjahr aus. Vorbei die Zeiten, in denen der Ausnahmekönner von einem Interview zum nächsten musste - so die Theorie. Doch in der Praxis konnte das Vorhaben nicht umgesetzt werden. Selbst in der V8-Supercar-Serie (DVS) muss Stoner einige Medientermine wahrnehmen. Zudem kostete der Umzug von der Schweiz nach Australien Kraft.

"Ich hatte eine stressige Zeit, um ehrlich zu sein. Wir kamen erst vor ein paar Tagen wieder nach Australien", berichtet er 'Speedcafe.com'. Die vergangenen Wochen waren für den Australier keine Erholung. "Leider drehte sich auch nicht alles um den Rennsport, wie ich es erhofft hatte. Einige Dinge waren enttäuschend. Ich wäre gerne etwas freier und zufriedener", bemerkt der MotoGP-Weltmeister von 2007 und 2011.

"Dieses Jahr ist im Grunde so stressig wie die anderen Jahre, wenn man die vergangenen Monate ausklammert. Es war extrem stressig. Wir mussten von einer Veranstaltung zur nächsten reisen und dann wieder direkt weiter. Es war nicht so, wie ich es ursprünglich geplant hatte", gesteht Stoner. "Ich würde gerne einfach nur Rennen fahren und nichts anderes machen. Doch ich denke nicht, dass das möglich ist. Ich versuche, die Zeit im Auto bestmöglich zu genießen."

"Ich wollte mir in diesem Jahr eine Auszeit gönnen, doch dann haben wir die Lage besprochen und uns gedacht, dass die DVS optimal wäre", schildert der ehemalige Honda-Werkspilot. In der V8-Serie gibt es nur sehr wenige Tests. Der Druck ist gering. "Die Idee erschien mir perfekt, doch es wurde viel stressiger als ich dachte", erklärt Stoner. "Ich brauch einfach ein Jahr Pause. Ich mache das alles seitdem ich vier Jahre alt bin. Ich reiste ohne Unterbrechung und brauche einfach Zeit, um all das zu erledigen, was wir uns vorgenommen haben."

Legt Stoner in der kommenden Saison also wirklich die Beine hoch? "Bisher wurde nichts beschlossen. Wir wissen nicht, was wir machen werden, doch im kommenden Jahr wird sich alles definitiv mehr um mich und meine Familie drehen", kündigt er an. "Ich möchte es etwas ruhiger angehen und mein Leben leben." Im V8-Supercar-Fahrerlager hat es Stoner momentan nicht leicht.

"Ein paar von den DVS-Jungs sind sauer auf mich, weil ich nicht zu ihnen runtergehe und rede, wenn wir uns berühren oder so, aber es ist einfach nicht möglich für mich, zu ihnen runterzugehen und mit ihnen zu reden", berichtet er. "Das ist enttäuschend, weil es eine tolle Truppe ist und wir gegeneinander fahren. Man kann das nicht mit einer europäischen Serie vergleichen. Alle sind sehr zugänglich und man kann mit ihnen reden. Doch es ist schwierig für mich."

Fotoquelle: Repsol

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