Marc Marquez macht sich offensichtlich keine Gedanken um den Titel, oder doch?

MotoGP 2013

— 04.07.2013

Crutchlow: "Marquez schert sich nicht um die WM"

Rookie Marc Marquez geizt auch in der MotoGP nicht mit Risiko-Freude - Ohne den Sturz in Mugello wäre der Spanier jetzt WM-Leader

Moto2-Weltmeister Marc Marquez spaltet die Meinungen. Die einen lieben den Herzblut-Racer für seinen Willen und auf Grund seines enormen Talents. Doch durch die fragwürdigen Manöver, die sich Marquez in der Vergangenheit leistete, stehen dem gleichzeitig viele Kritiker gegenüber. In der MotoGP sorgte der Honda-Werkspilot erstmals in Jerez für Aufsehen, als er Weltmeister Jorge Lorenzo in der letzten Kurve abdrängte.

Beim Katalonien Grand Prix in Barcelona bescherte Marquez der Teamleitung am Honda-Kommandostand einen erhöhten Puls, als er in der Schlussphase nur knapp das Heck von Dani Pedrosas RC213V verpasste. Mit etwas weniger Glück hätte Marquez nicht nur die 16 Punkte für Platz drei weggeworfen, sondern Teamkollege Pedrosa um dessen Punkte für Platz zwei gebracht.

Marquez und Honda hatten Glück. Doch wie lange geht das bei Honda noch gut? Momentan führt Pedrosa die Meisterschaft mit neun Punkten Vorsprung auf Lorenzo an. Weitere 14 Zähler dahinter folgt Marquez, der durch seinen Sturz beim Italien Grand Prix in Mugello 20 wertvolle Punkte einbüßte. Ohne den Sturz würde der Rookie die Wertung mit einem Punkt Vorsprung auf Pedrosa anführen.

Sollte er seine Risikofreude nicht lieber ein bisschen besser kontrollieren, da er zweifellos einer der Kandidaten für den WM-Titel in der laufenden Saison ist? "Er sieht sich nicht als Kandidat für die Meisterschaft", analysiert Tech-3-Pilot Cal Crutchlow. "Er hat also nichts zu verlieren. Doch ich denke, dass er weiß, in Wirklichkeit einer der Kandidaten für die Meisterschaft zu sein. Doch er schert sich einfach nicht darum."

Marquez betont immer wieder, dass er durch seinen Rookie-Status Fehler machen darf und gleichzeitig nicht an den Titel denken muss. Da er erst 20 Jahre alt ist, hat er noch viele Jahre vor sich. Doch denkt man bei lediglich 23 Punkten Rückstand nicht automatisch an den Titel? Crutchlow denkt nicht, dass Marquez in Zukunft weniger Risiken eingehen oder seinen Teamkollegen mit Samthandschuhen anfassen wird. "Wenn Dani vor ihm fährt, dann kümmert ihn das nicht. Das konnten wir in Barcelona sehen", so Crutchlow.

Fotoquelle: FGlaenzel

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