MotoGP-Neuling Bradley Smith macht Fortschritte bei der Elektronik

MotoGP 2013

— 04.07.2013

Traktionskontrolle macht Smith schneller

Erst im Regen lernt der MotoGP-Rookie, die Traktionskontrolle seiner Yamaha M1 richtig zu nutzen - Klare Steigerung der Leistungen seit Mugello

Es war der Frankreich Grand Prix in Le Mans, der für Bradley Smith von großem Wert war. Im Regenrennen fuhr er zwar nur Platz neun ein, sammelte aber gleichzeitig wertvolle Erfahrungen. Seitdem kommt der Brite mit seiner Tech-3-Yamaha deutlich besser zurecht. Platz sechs beim Katalonien Grand Prix in Barcelona und Startplatz sechs bei der Dutch TT in Assen belegen den Aufwärtstrend.

"Ich lernte im Regenrennen von Le Mans mehr als es im Trockenen der Fall gewesen wäre", erklärt Smith. "Ich brachte die Traktionskontrolle nie ans Limit. Dadurch konnte ich sie nicht als Hilfe nutzen. Dadurch konnte ich nicht das Maximum herausholen. Man kann die Traktionskontrolle nutzen, um an einigen Stellen schneller zu sein. Dann geht man härter ans Gas und die Traktionskontrolle verhindert, dass man per Highsider abfliegt."

"Ich kam aber nie an dieses Limit, weil ich es mit meiner Hand kontrollierte. Ich habe meine eigene Traktionskontrolle in meinem Hintern genutzt (lacht; Anm. d. Red.). In der Moto2 war man es so gewohnt", schildert der ehemalige Moto2-Pilot, der in dieser Saison seine erste MotoGP-Saison absolviert. Besonders die Elektronik erschwert den Aufsteigern das Zurechtkommen in der Königsklasse. Da ist Smith keine Ausnahme. Doch durch das Regenrennen in Frankreich verbesserte sich der Brite deutlich.

"Im Regen kommt man gar nicht an der Traktionskontrolle vorbei. Egal, wie sanft man ans Gas geht, die Traktionskontrolle muss durch die viele Leistung der Motorräder immer regeln", berichtet er. "Wenn man will, dass die Traktionskontrolle im Nassen einen Vorteil ermöglicht, muss man sie ans Limit bringen. Da die Haftung im Nassen geringer ist, regelt die Traktionskontrolle bei niedrigeren Geschwindigkeiten. Zudem regelt sich sanfter. Mir fehlte zu Beginn das Vertrauen, um das Motorrad im Trockenen an diese Grenze zu bringen. Nun habe ich das aber im Nassen mitbekommen und weiß, wie es sich im Trockenen anfühlen muss."

"Ich habe also im Nassen gelernt, wie ich die Traktionskontrolle richtig nutze und kann das nun im Trockenen anwenden", unterstreicht der Tech-3-Pilot, der überzeugt ist, dass man in der MotoGP nur schnell ist, wenn man die Elektronik intensiv nutzt. "Man muss die Traktionskontrolle nutzen, um das Maximum aus diesen Maschinen herauszuholen. Man muss sie aber auch richtig nutzen. Ich habe nun ein besseres Verständnis dafür."

Fotoquelle: Tech 3

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