Cal Crutchlow hat die Unterstützung der Dorna im Rücken

MotoGP 2013

— 07.07.2013

Crutchlow baut auf die Unterstützung der Dorna

Cal Crutchlow hat die Unterstützung von Promoter Dorna im Rücken - Der charismatische Brite ist für die Meisterschaft sehr wichtig geworden

Cal Crutchlow hat eine steile Karriere in der MotoGP hingelegt. Schon in seinem Rookie-Jahr 2011 sorgte der Brite für Spektakel, doch zu oft lag er im Kiesbett. Im Vorjahr platzte bei ihm der Knoten und die ersten Podestplätze folgten. In diesem Jahr ist der 27-Jährige der stärkste Fahrer hinter den vier Werksfahrern von Honda und Yamaha. In der WM-Wertung ist Crutchlow derzeit vor Valentino Rossi, der in Assen einen Befreiungsschlag landen konnte, Vierter. In drei der vergangenen vier Rennen kletterte er auf das Podest. Crutchlow zählt neben Überflieger Marc Marquez zu den Entdeckungen der vergangenen Jahre.

Mit seiner charismatischen und offenen Art, gepaart mit seinem spektakulären Stil, hat Crutchlow viele Fans gewonnen. Er ist ein Charakter und ein Unikat im beinharten Rennzirkus. Deshalb ist er für Promoter Dorna auch eine wichtige Figur, nicht nur für den Markt in Großbritannien. "Wir haben jemanden entdeckt, der auf und neben der Strecke wirklich fantastisch ist", wird Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta von 'Motor Cycle News' zitiert. Offen ist noch, wo Crutchlow im kommenden Jahr fahren wird.

Er wünscht sich ein besseres Salär, das seinen Leistungen angemessen ist, und Werksunterstützung, um ganz vorne gegen die Spanier kämpfen zu können. Crutchlow weiß, dass er gute Karten hat, denn die Dorna steht voll hinter ihm. "Für uns ist die Position von Cal sehr wichtig. Wir haben das auch im Dorna-Vorstand besprochen. Jeder kann seine eigenen Entscheidungen treffen, aber ich habe ihnen gesagt, dass er für die Meisterschaft sehr wichtig ist."

Der Einfluss der Dorna ist groß. Schon im Vorjahr merkte Ezpeleta an, dass Rossi in diesem Jahr wieder ein konkurrenzfähiges Motorrad haben wird. Mehr wollte er nicht verraten. Schließlich kam es zum Comeback bei Yamaha. Der Sieg in Assen hat gezeigt, wie wichtig ein starker Rossi für die MotoGP ist. Sein Triumph hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt und dem Sport Aufmerksamkeit geschenkt. Deswegen wird die Dorna alle Hebel in Bewegung setzen, damit auch Crutchlow Topmaterial erhalten wird.

"Wir versuchen ihm so gut wie möglich zu helfen, damit er das bestmögliche Equipment hat, um in den Rennen erfolgreich zu sein", so Ezpeleta. "Das ideale Szenario wäre, wenn er bei Yamaha bleiben würde. Sie und Cal müssen aber glücklich sein. Sollte das nicht der Fall sein, dann müssen wir andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Cal macht sich so gut. Er ist auch eine fantastische Persönlichkeit und alle sind mit ihm glücklich", streut der Spanier Rosen.

Suzuki fällt für die kommende Saison aus. Entweder Crutchlow bleibt bei Tech 3 und erhält bessere Unterstützung, oder er geht doch zu Ducati. Dem Vernehmen nach laufen wieder Verhandlungen, die im Vorjahr zu keinem gemeinsamen Nenner geführt haben. Sollte Nicky Hayden keinen neuen Vertrag erhalten, dann wäre der Platz neben Andrea Dovizioso frei. In diesem Falle würde Ducati mit der gleichen Fahrerpaarung fahren, wie Tech 3 im Jahr 2012.

Poncharal: Ducati hat Interesse

"Ich weiß, dass von Ducati ein großes Interesse an Cal besteht", meint Tech-3-Teamchef Herve Poncharal bei 'Motor Cycle News'. "Sollte es zustande kommen, dann wäre es recht lustig, denn das bedeutet, dass sie 2014 mit den gleichen Fahrern wie wir im Jahr 2012 fahren würden. Das war kein schlechtes Team", verweist der Franzose auf die insgesamt acht Podestplätze von Dovizioso/Crutchlow.

Poncharal richtet sich darauf ein, dass er Crutchlow womöglich verlieren wird. "Sein ultimatives Ziel ist es, dass er Werksfahrer wird. Das wird bei Yamaha in den nächsten 18 Monaten nicht passieren. Ist es dann besser, wenn man in ein Werksteam wie Ducati wechselt, wo man zunächst zurückliegt und die Herausforderung hat aufzuholen?", fragt sich Poncharal. Die Ergebnisse von Dovizioso zeigen am besten, wie weit Ducati hinter Honda und Yamaha zurückliegt.

Fotoquelle: Tech 3

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