Stefan Bradl beendete den Test in Argentinien als Schnellster

MotoGP 2013

— 09.07.2013

Bridgestone: Argentinien sorgt für Überraschungen

Der neue Kurs in Argentinien beansprucht die Reifen stark - Reifenlieferant Bridgestone arbeitet an den Mischungen für den Grand Prix im kommenden Jahr

Vergangene Woche flogen Stefan Bradl (LCR-Honda), Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) und Alvaro Bautista (Gresini-Honda) nach Argentinien, um erste Erfahrungen auf dem Kurs Rio Honda zu sammeln und den Event zu promoten. Im kommenden Jahr macht die MotoGP Halt auf dem Kurs in Südamerika, der bei den Fahrern gut ankam. Bradl beendete den Test als Schnellster. Regen verringerte die Testzeit am zweiten Tag.

Auch Bridgestone sammelte wichtige Erkenntnisse. "Der Kurs ist ziemlich anspruchsvoll", bemerkt Hiroshi Yamada, der Chef der Motorsport-Abteilung. "Ich glaube, wenn es um die Belastung der Reifen geht, kann man ihn mit Phillip Island oder dem Sachsenring vergleichen. Wenn es langgezogene Kurven und Hochgeschwindigkeitskurven gibt, dann belastet das die Reifen stark."

"Kurve sechs ist solch eine Kurve, in der beim Test sehr hohe Reifentemperaturen aufgetreten sind. Durch die schmutzige Strecke waren die Rundenzeiten langsamer, als sie beim Grand Prix im kommenden Jahr sein werden. Wir rechnen mit vier Sekunden pro Runde. Dadurch könnten die Reifentemperaturen höher sein, wenn wir wieder hierhin kommen", prognostiziert der Japaner.

"Der Asphalt weckt einen sanften Eindruck, ist aber ziemlich aggressiv. Wir müssen also Reifen entwickeln, die gut mit hohen Temperaturen umgehen können und nicht so stark verschleißen. Zudem müssen sie die Haftung bieten, die auf diesem schnellen und flüssigen Kurs benötigt wird", erklärt Yamada. "Die Daten, die wir gesammelt haben, helfen uns dabei, eine Vorstellung zu erhalten, welche Reifenspezifikationen wir für den Grand Prix im kommenden Jahr entwickeln sollen."

"Es wäre aber besser gewesen, wenn der Kurs etwas sauberer gewesen wäre und wir zwei Tage im Trockenen gehabt hätten", berichtet der Motorsport-Chef von Bridgestone, der etwas überrascht war: "Eine unserer interessantesten Erkenntnisse ist, dass es neun Rechts- und fünf Linkskurven gibt und die linke Seite der Hinterreifen deutlich höhere Temperaturen generiert als die rechte."

"Das liegt an den schnellen Linkskurven. Doch durch die Anzahl an Rechtskurven verschleißt die rechte Seite stärker", analysiert der Bridgestone-Mitarbeiter, der bereits eine Vorstellung hat, welchen Reifen die Fahrer im kommenden Jahr verwenden werden: "Ich denke, dass unsere Hinterreifen für den Grand Prix im kommenden Jahr auf diesem Kurs die hitzeresistente Konstruktion verwenden werden."

Fotoquelle: LCR

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