Dani Pedrosa gewann die vergangenen drei MotoGP-Rennen am Sachsenring

MotoGP 2013

— 10.07.2013

Bridgestone erwartet hohen Verschleiß

Der Sachsenring verlangt den Einheitsreifen von Bridgestone einiges ab: Die vielen Linkskurven sorgen für hohe Reifentemperaturen

Bridgestone leistete sich bei den vergangenen Rennen keine Schwächen. Die Einheitsreifen aus Japan funktionierten zuletzt gut. Auf dem Sachsenring muss sich der MotoGP-Reifenlieferant aber einer Herausforderung stellen. Das anspruchsvolle Layout der winkligen Strecke beansprucht die Pneus stark. Bridgestone reagiert darauf mit den asymmetrischen Hinterreifen, die im Falle des Sachsenring-Rennens links härter sind als auf der rechten Flanke.

"Der Deutschland-Grand-Prix ist ein wichtiges Rennen im MotoGP-Kalender, weil viele Zuschauer und das enge Layout des Sachsenrings über die Jahre für dramatische Rennen gesorgt haben", bemerkt Hiroshi Yamada, der Chef der Motorsport-Abteilung. Von 2010 bis 2012 diktierte Honda-Werkspilot Dani Pedrosa das Geschehen am Sachsenring. Der Spanier peilt in diesem Jahr seinen vierten Sieg in Folge an.

"Dani hat das Rennen zuletzt dominiert. Er ist aber nur einer der Fahrer, die sich in Topform befinden", weiß Yamada. "Die Zeichen stehen also gut, dass wir am Sonntag einen engen Kampf sehen werden. Wir nähern uns der Halbzeit der Saison. Ich denke, dass die Ergebnisse der kommenden Rennen entscheidend für den Kampf um den Meistertitel in diesem Jahr sein werden."

Stefan Bradl, Cal Crutchlow und Alvaro Bautista hatten kaum Zeit für etwas Ruhe, weil sie in Argentinien getestet haben. Das gilt auch für Reifenlieferant Bridgestone: "Es waren einige stressige Wochen durch die Dutch TT und den erfolgreichen MotoGP-Test in Argentinien. Nun freue ich mich, nach Deutschland zurückzukommen. Das ist ein wichtiger Markt für Bridgestone. Die lokalen Fans sind sehr leidenschaftlich, wenn es um Motorradrennen geht."

"Der Sachsenring ist für die Reifen ein anspruchsvoller Kurs, weil er langgezogene Kurven hat, in denen sich die Motorräder lange in Schräglage befinden", analysiert Shinji Aoki, der Chef der Entwicklungsabteilung von Bridgestone. "Die schnellen Linkskurven, die zur Gegengeraden und zur Start/Ziel-Geraden führen, sorgen für hohe Temperaturen auf der linken Flanke der Hinterreifen. Um den Anforderungen der Strecke gerecht zu werden, haben wir asymmetrische Hinterreifen mit einer härteren Mischung auf der linken Reifenflanke."

"Die weichere Mischung auf der rechten Flanke hilft, die Temperaturen zu erhalten, um die maximale Sicherheit in den langsamen Rechtskurven zu gewährleisten. Unsere Vorderreifen sichern ein gutes Aufwärmverhalten für die frischen Vormittagssessions und sorgen für die maximale Stabilität am Vorderrad, wenn das Tempo angezogen wird", erklärt der Japaner. "Es ist ein kurzer Kurs mit einer ziemlich niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Belastung der Reifen führen zu einem hohen Verschleiß. Deswegen muss man ein gutes Setup und einen Fahrstil finden, um möglichst effizient zu fahren."

Fotoquelle: Repsol

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