MotoGP 2013

— 12.07.2013

Bradl-Bestzeit nach Lorenzo-Sturz

Stefan Bradl fährt am Freitag die schnellste Runde auf dem Sachsenring und wird von seinen Fans gefeiert - Schwere Stürze von Jorge Lorenzo und Cal Crutchlow



Perfekter Auftakt für Stefan Bradl auf dem Sachsenring: Der Deutsche fuhr im zweiten Freien Training die schnellste Runde und ließ sich in der Auslaufrunde von seinen Fans feiern. Bradl drehte am Nachmittag bei Sonnenschein insgesamt 23 Runden. In seinem 15. Umlauf markierte er mit seiner LCR-Honda die Bestzeit von 1:22,030 Minuten. Im Gegensatz zu Bradl konnten einige andere Topfahrer ihre Zeiten vom Vormittag nicht verbessern.

Im letzten Angriff schob sich Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa, der in den vergangenen drei Jahren auf dem Sachsenring gewonnen hat, auf Rang zwei. Sein Rückstand auf Bradl betrug 0,209 Sekunden. Das zweite Training wurde von zwei schweren Stürzen überschattet. Jorge Lorenzo sorgte für einen großen Schreckmoment: Als das Training freigegeben wurde, brannte er wie gewohnt auf Anhieb eine schnelle Runde in den Asphalt, doch dann wurde der Weltmeister plötzlich in Kurve zehn per Highsider von seiner Yamaha abgeworfen.

Lorenzo prallte mit dem Rücken und der linken Schulter auf den Asphalt, konnte aber selbständig weggehen. Er öffnete sofort die Lederkombi und griff nach seinem operierten linken Schlüsselbein. Da die M1 mitten auf der Strecke lag, wurde das Training nach zehn Minuten für einige Momente unterbrochen. Lorenzo kehrte an die Box zurück, ließ sich dann aber zur Clinica Mobile fahren. Sein Schlüsselbein kühlte er mit einem Eisbeutel. Es wurde ein Röntgenbild seiner linken Schulter gemacht. Ersten Gerüchten zufolge soll die Titanplatte bei seinem Schlüsselbein bei dem Sturz verbogen worden sein.

Als das Training nach der Unterbrechung wieder freigegeben wurde, stürzte der nächste Yamaha-Pilot. Cal Crutchlow rutschte in der schnellen Kurve elf aus und purzelte ins Kiesbett. Seine Tech-3-Yamaha überschlug sich mehrmals im Kiesbett und trug viele Schäden davon. Auch der Brite wurde ins Medical Centre gebracht und auf mögliche Verletzungen am linken Unterarm hin untersucht. Er stieg anschließend nicht mehr auf seine Ersatzmaschine. Es ist aber geplant, dass er morgen wieder normal fährt.

Nicky Hayden (Ducati) und Bryan Staring (Gresini) rutschte im Omega in Kurve drei das Vorderrad weg. Beide purzelten ins Kiesbett, doch es waren im Vergleich zu Lorenzo und Crutchlow harmlose Ausrutscher. Marc Marquez pflügte kurz vor Trainingsende in Kurve eins durch das Kiesbett und blieb auf seiner Honda sitzen. Der Rookie beendete das zweite Freie Training hinter Bradl und Pedrosa auf dem dritten Rang.

Die Zeit von Lorenzo aus seiner dritten Runde reichte immer noch für Platz vier. Sein Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi landete auf Position fünf. Der Assen-Sieger fuhr seine persönlich schnellste Runde im 14. von 24 Umläufen. Auf Bradl fehlten Rossi 0,365 Sekunden. Trotz Ausrutscher war Hayden als Sechster der bestplatzierte Ducati-Vertreter.

Dovizioso mit altem Ducati-Rahmen

Für Aufsehen sorgte wieder einmal Aleix Espargaro (Aspar), der mit der siebtschnellsten Runde auch auf dem Sachsenring klar der schnellste CRT-Pilot war. Auf der kurzen und winkeligen Strecke betrug sein Rückstand auf die Spitze nur sieben Zehntelsekunden. Andrea Dovizioso musste am Nachmittag mit dem Standard-Rahmen an seiner Ducati fahren. Am Vormittag beschädigte der Italiener den neuen Rahmen bei einem Sturz.

Da Ducati nur einen neuen Rahmen im Gepäck hatte, kommt die Neuentwicklung an den kommenden Tagen nicht mehr zum Einsatz. Das zweite Training beendete Dovizioso auf Platz acht. Dahinter folgten Alvaro Bautista (Gresini-Honda) und Andrea Iannone (Pramac-Ducati) auf den Positionen neun und zehn. Rookie Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) wurde Elfter, gefolgt von Randy de Puniet (Aspar) und Michele Pirro (Pramac-Ducati).

Stark in Szene setzte sich auch Michael Laverty, der mit der Eigenkonstruktion von Paul-Bird-Motorsport Platz 16 belegte. Rückkehrer Hiroshi Aoyama (Avintia) überprüfte in 24 Runden den Zustand seiner beiden operierten Finger an der linken Hand. Keine Runde fuhr am Nachmittag Karel Abraham (Cardion AB).

Fotoquelle: FGlaenzel

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