Marc Marquez holte seine dritte Pole-Position in seiner Rookie-Saison

MotoGP 2013

— 13.07.2013

Pole-Position für Marquez auf dem Sachsenring

Marc Marquez setzt sich im Qualifying durch und holt sich die Pole-Position auf dem Sachsenring - Cal Crutchlow und Valentino Rossi in Reihe eins - Stefan Bradl Vierter

Marc Marquez hat sich in einer spannenden Zeitenjagd die Pole-Position für den Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring gesichert. Der Honda-Werksfahrer brannte im Qualifying eine Runde in 1:21,311 Minuten in den Asphalt und setzte sich im Zeitenkrimi durch. Nach Assen und Le Mans ist es bereits seine dritte Pole-Position in seiner Rookie-Saison. Tech-3-Yamaha-Pilot Cal Crutchlow mischte ebenfalls ganz vorne mit und war nur um 0,123 Sekunden langsamer als Marquez. Die erste Startreihe komplettierte Superstar Valentino Rossi.

Zum ersten Mal seit Estoril 2010 wird der Yamaha-Werksfahrer einen Grand Prix aus der ersten Reihe in Angriff nehmen. Sein Rückstand auf Marquez betrug 0,182 Sekunden. Auch Stefan Bradl präsentierte sich stark und war ein Anwärter auf die erste Reihe. Allerdings klappte Bradl bei Trainingshalbzeit das Vorderrad im Omega ein. Mit der Ersatz-Honda des LCR-Teams ging der Deutsche anschließend wieder auf die Strecke. Unter dem Strich fehlten ihm 0,551 Sekunden auf die Bestzeit von Marquez. Das bedeutete Startplatz vier.

Die deutschen Fans bekamen eine spannende Zeitenjagd der MotoGP-Stars zu sehen. "Ich bin ein sehr gutes Qualifying gefahren", freut sich Marquez. "Beim ersten Versuch habe ich nicht den optimalen Grip gefunden. Mit dem zweiten Reifen war es dann besser, ich bin drei sehr gute Runden gefahren. Morgen wird sicher interessant, weil Cal und Valentino sehr stark sind. Es wird auch interessant sein, wie die Yamaha hier funktioniert."

"Ich werde mein Bestes geben. Der Startplatz in der ersten Reihe ist sehr wichtig, weil man hier nicht einfach überholen kann. Ich peile morgen das Podium an, mit etwas Glück auch den Sieg", kündigt er an. Zum dritten Mal in Folge fuhr Crutchlow in die erste Reihe. Nach den beiden schweren Stürzen am Freitag zeigte der Brite seine bekannt kämpferische Leistung. "Ich freue mich, dass ich zurück in der ersten Reihe bin. Der Sachsenring ist nicht mein Lieblingskurs."

"Nach den beiden Stürzen gestern war es heute auf dem Motorrad nicht einfach. Ich habe viele Abschürfungen auf den Armen", sagt Crutchlow. "Morgen wird es sicher nicht einfach werden. Hoffentlich habe ich morgen ein gutes Rennen." Groß war die Freude auch bei Rossi. Zum ersten Mal seit fast drei Jahren wird er in der ersten Reihe stehen. "Ich bin sehr glücklich. Im Qualifying hatte ich seit langer Zeit Mühe."

"Seit Assen bin ich aber konkurrenzfähiger geworden. An diesem Wochenende bin ich eine gute Pace und gute Rundenzeiten gefahren. Mir gelang eine sehr gute Runde und die Pole-Zeit war nicht so weit weg. Mein Ziel war ein Startplatz in der ersten Reihe. Ich kann eine gute Pace fahren, das Motorrad ist okay", sagt Rossi. Sein Blick ist nun dem Grand Prix gewidmet: "Ich muss mich für morgen aber noch verbessern, weil das Motorrad etwas zu stark rutscht."

Espargaro mischt die Prototypen auf

"Ich befürchte, dass Marc in der zweiten Rennhälfte konstanter fahren kann. Deshalb müssen wir noch einen Fortschritt schaffen." In Szene setzte sich auch Aleix Espargaro. Auf dem winkeligen Sachsenring kommt der Leistungsnachteil seiner Claiming-Rule-Aprilia nicht so stark zum Tragen. Zudem spielte er das gute Handling der ART aus. Espargaro mischte munter mit den Prototypen mit und eroberte Startplatz fünf. Einmal mehr hielt er alle Ducati-Fahrer in Schach. Werksfahrer Nicky Hayden komplettierte als Sechster die zweite Startreihe.

Die Plätze sieben bis neun in der dritten Reihe gingen an Bradley Smith (Tech-3-Yamaha), Alvaro Bautista (Gresini-Honda) und Andrea Dovizioso (Ducati). Bis Bautista betrug der Abstand zu Marquez weniger als eine Sekunde. Zum ersten Mal fuhren Claudio Corti (Forward) und Danilo Petrucci (Ioda) in Q2 mit und eroberten mit den Positionen zehn und elf ihre besten Ergebnisse in ihrer MotoGP-Karriere.

Dani Pedrosa nahm nicht am Qualifying teil. Bei einem Highsider im dritten Freien Training am Vormittag hat sich der WM-Führende die linke Schulter angeschlagen. Knochen sind keine gebrochen. Noch steht nicht fest, ob der Honda-Werksfahrer am Sonntag den Grand Prix starten kann. Pedrosa hatte sich in der kombinierten Zeitenliste der ersten drei Freien Trainings direkt für Q2 qualifiziert. Da er nicht am Qualifying teilnahm, ist für ihn der zwölfte Startplatz reserviert. Weltmeister Jorge Lorenzo hat seinen Start bereits am Freitag abgesagt. Am Samstagvormittag wurde der Spanier in Barcelona an seinem verletzten linken Schlüsselbein operiert.

Q1: Petrucci & Corti schlagen de Puniet

Ein Fahrer nahm nicht am ersten Qualifying-Abschnitt teil: Pramac-Pilot Andrea Iannone war im vierten Freien Training gestürzt. Dabei hatte er sich die rechte Schulter ausgekugelt und verbrachte deshalb das Qualifying in der Clinica Mobile. In der Anfangsphase der 15 Minuten flog Bryan Staring per Highsider im Omega von seiner FTR-Honda. Der Brite krabbelte Richtung Wiese und legte sich sofort auf die Trage der Streckenposten. Kurz darauf klappte Yonny Hernandez im Omega das Vorderrad ein. Es war ein harmloser Ausrutscher, doch der Motor seiner ART sprang anschließend nicht an.

Somit kämpften zehn CRT-Bikes und Pramac-Pilot Michele Pirro um die zwei besten Plätze, die den Einzug ins Q2 garantieren. Pirro hatte keine Chance mit der Ducati und wurde Fünfter. Die Bestzeit stellte Petrucci in 1:23,100 Minuten auf. Platz zwei belegte Corti, der um 48 Tausendstelsekunden langsamer war. Zwei neue Gesichter zogen damit ins Q2 ein. Randy de Puniet (Aspar) konnte die Chance nicht nutzen und verpasste um 0,004 Sekunden die Zeit von Corti.

Somit schied der Franzose als Dritter aus und wird am Sonntag von Startplatz 13 losfahren. Neben de Puniet werden in der fünften Reihe Hector Barbera (Avintia) und Pirro stehen. Reihe sechs ist in der Hand von Michael Laverty (PBM), Hernandez und Colin Edwards (Forward). Karel Abraham (Cardion), Hiroshi Aoyama (Avintia) und Lukas Pesek belegten die Plätze 19 bis 21 in der siebten Startreihe. Die letzten beiden Startplätze gingen an Staring und Iannone. Ob Iannone am Sonntag fahren kann, ist noch offen.

Fotoquelle: FGlaenzel

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