Die Forward-Motorräder werden 2014 von Yamaha-Motoren angetrieben

MotoGP 2013

— 16.07.2013

Forward fährt 2014 mit Yamaha-Motoren

Mit Forward hat Yamaha einen ersten Kunden gefunden, der im kommenden Jahr M1-Motoren leasen wird - Wechselt Bradley Smith zum italienischen Team?

Forward wird in der MotoGP-Saison 2014 mit Yamaha-Motoren an den Start gehen. Eine mündliche Vereinbarung mit dem japanischen Hersteller über das Leasing der M1-Motoren wurde vom italienischen Team bestätigt, der schriftliche Vertrag soll in den nächsten zwei bis drei Wochen besiegelt werden. Welches Chassis das CTR-Team im kommenden Jahr einsetzen wird, steht noch nicht fest, allerdings ist wahrscheinlich, dass Forward FTR die Treue hält. In dieser Saison fahren Colin Edwards und Claudio Corti mit einer FTR-Kawasaki.

Die Übereinkunft mit Yamaha beinhaltet nach Angaben des Teams das Leasing von drei Motoren pro Motorrad sowie zwei Überholungen. Damit stünden den Forward-Piloten, genau wie den Fahrern der Werksteams, pro Saison fünf Aggregate zur Verfügung. Im Gegensatz zu den M1 des Werksteams sowie von Tech 3 wird der Yamaha-Motor bei Forward aber von der Magneti-Marelli-ECU gesteuert, außerdem dürfen die CRT-Teams im Rennen 24 anstatt 20 Liter tanken.

Der Forward-Deal ist für Yamaha nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht lukrativ, sondern verschafft den Japanern auch bei der Platzierung ihrer Fahrer mehr Flexibilität, denn möglicherweise streiten sich bei Tech 3 drei Fahrer um zwei Motorräder. Bradley Smith besitzt einen Vertrag für die kommende Saison, und Moto2-Pilot Pol Espargaro wurde von Yamaha ebenfalls schon für Tech 3 verpflichtet. Cal Crutchlow macht zwar regelmäßig klar, dass er im kommenden Jahr ein Werksmotorrad fahren will, bei Honda und Yamaha ist jedoch kein Platz für ihn.

Bliebe nur noch die Alternative Ducati, wo es gewisse Anzeichen dafür gibt, dass Nicky Hayden langsam keine Lust mehr hat, mit der Desmosedici der Spitze hinterherzufahren. Ob Ducati aus sportlicher Sicht für Crutchlow wirklich reizvoll ist, darf jedoch bezweifelt werden. So wird dem Briten möglicherweise nichts anderes übrig bleiben, als zähneknirschend bei Tech 3 zu verlängern. Teamchef Herve Poncharal und Yamaha werden dem charismatischen und schnellen Briten kaum die Türe vor der Nase zuschlagen.

Den Fahrerstau bei Tech 3 könnte Yamaha dann beheben, indem sie Smith zu Forward transferieren. Ein Szenario, über das sich Forward-Teamchef Giovanni Cuzari bereits seine Gedanken gemacht hat. "Nach Möglichkeit würden wir gerne mit Colin und Claudio weitermachen, aber wenn wir uns für Honda oder Yamaha entscheiden, könnte es sein, dass sie einen Fahrer nominieren wollen", hatte er Italiener am Wochenende noch vor Bekanntgabe des Yamaha-Deals zu 'MCN' gesagt.

Fotoquelle: Bridgestone

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