Der Schein trügt: Zwischen 2008 und 2010 waren sich Lorenzo und Rossi nicht einig

MotoGP 2013

— 17.07.2013

Rossi bereut Verhalten in der Vergangenheit

Valentino Rossi erklärt, warum die Harmonie im Yamaha-Team ist nicht mit der Unruhe in der ersten Rossi/Lorenzo-Ära von 2008 bis 2010 zu vergleichen ist

Als Jorge Lorenzo in der Saison 2008 ins Yamaha-Werksteam kam, stand der Frieden im Team auf dem Spiel. Vorbei war die Zeit, in der Colin Edwards die Nummer-zwei-Rolle übernahm und Rossi nicht die Show stahl. Rookie Lorenzo wackelte von Anfang an am Thron und wollte Teamkollege Valentino Rossi von Beginn an schlagen. Wenig später trennte beide Yamaha-Werkspiloten eine Mauer. Ein Beispiel für gute Teamarbeit war diese Situation nicht.

Mugello 2010 war der Höhepunkt des teaminternen Duells: Rossi stürzte durch den Druck von Teamkollege Lorenzo im Freien Training und fiel für einige Rennen aus. Lorenzo trug bei der Siegerehrung - er beendete den Italien-Grand-Prix als Zweiter - ein Rossi-Shirt, um seinen Teamkollegen zu ehren. Doch der "Doktor" bedankte sich für diese Geste nicht und antwortet mit 'Nächste Frage', als er darauf angesprochen wurde. Fortan herrschte dicke Luft.

Drei Jahre später regiert Harmonie. Rossi kehrte nach zwei enttäuschenden Jahren bei Ducati in sein altes Team zurück und akzeptierte den Nummer-zwei-Status. Von der Unruhe, die zwischen 2008 und 2010 herrschte, ist derzeit keine Spur. "Das ist ziemlich lange her. Nun hat sich die Situation zwischen mir und Jorge geändert", betont Rossi, der nicht gern über den Vorfall mit dem T-Shirt spricht.

"Ich habe mich oft zu dem Vorfall geäußert und denke, dass unsere Beziehung zu Beginn nicht so einfach war. Ich war mehr über Yamaha als über ihn verärgert. Ich verstand anfangs nicht, warum Yamaha nach den vielen Erfolgen einen so starken Fahrer in meine Box holte. Yamaha traf aber schlussendlich die richtige Entscheidung, weil sie auch an die Zukunft denken mussten", gesteht Rossi ein.

"Nun ist die Situation eindeutiger und wir haben eine gute Beziehung. Sicher sind wir Rivalen, aber gleichzeitig sind wir ein gutes Team auf einem hohen Niveau", betont der "Doktor", der den teaminternen Kampf als positiv einstuft: "Das ist gut für uns und auch für Yamaha, um das Motorrad zu entwickeln und möglichst viele Punkte zu holen."

Fotoquelle: Yamaha

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