Zum ersten Mal hat Stefan Bradl in der Königsklasse eine Pole-Position erobert

MotoGP 2013

— 20.07.2013

Bradl erobert seine erste Pole-Position

Der Deutsche Stefan Bradl schnappt Marc Marquez die Pole-Position in Laguna Seca weg und steht zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere auf dem besten Startplatz

Sensation in Kalifornien: Stefan Bradl erobert die Pole-Position in Laguna Seca und steht zum ersten Mal in seiner Karriere auf dem besten Startplatz. Der Deutsche brannte im letzten Versuch die Bestzeit in 1:21,176 Minuten in den Asphalt. Sein LCR-Honda-Team brach in der Boxengasse in Jubel aus. "Es ist sehr schön auf der Pole zu stehen. Es war eine meiner besten Runden überhaupt", schwärmt Bradl nach seiner ersten Pole-Position.

"Ich habe mir bei diesem Qualifying viel Mühe gegeben, weil ich wusste, dass die Zeiten eng beisammen liegen. Ich hatte mit meinem zweiten Reifen eine freie Runde und habe es probiert. Speziell im letzten Sektor war ich sehr schnell. Ich versuche es zu genießen. Morgen wird es sicher anders, aber ich weiß, dass ich die Pace habe." Marc Marquez war der Favorit für die Pole-Position, doch der Rookie stürzte in seinem zweiten Angriff in Kurve sechs und musste tatenlos zusehen, wie ihm Bradl Platz eins wegschnappte.

Marquez beendete das Training mit einem Rückstand von 17 Tausendstelsekunden auf dem zweiten Platz. "Vielleicht hätte ich etwas schneller sein können. Mit dem zweiten Reifen habe ich vielleicht etwas zu früh gepusht", merkt der Honda-Werksfahrer, der zum ersten Mal in Laguna Seca ist, an. "Schon in der ersten Kurve griff ich an, weil sich der Grip gut anfühlte. Ich bin etwas zu schnell in die Kurve gefahren und mir ist das Vorderrad weggerutscht."

"Trotzdem bin ich zufrieden, weil ich einen guten Rhythmus habe und mich auf dem Bike sehr gut fühle. Ich glaube, dass ich morgen ein gutes Rennen fahren kann." Zum ersten Mal in dieser Saison fuhr Alvaro Bautista (Gresini-Honda) als Dritter in die erste Startreihe. "Ich freue mich sehr, denn es ist ein gutes Ergebnis für uns. Wir haben nicht viel vom letzten Rennen geändert", meint der Spanier über seine Leistungssteigerung. "Seit meinem Crash in Barcelona haben wir uns Schritt für Schritt gesteigert."

"Hier hatte ich vom ersten Training an ein gutes Gefühl. Im Vorjahr hatte ich auf dieser Strecke große Probleme. Jetzt bin ich sehr glücklich. Wir haben eine sehr gute Rennpace. In den ersten Rennrunden muss man aufpassen, bis die Reifen auf Temperatur kommen." In den Schlussminuten entwickelte sich eine spannende Zeitenjagd, bei der Honda schließlich mit drei Motorrädern die Oberhand behielt. Die zweite Startreihe ist in Yamaha-Hand.

Superstar Valentino Rossi fehlten 0,242 Sekunden auf Bradl. Das bedeutete im engen Spitzenfeld Platz vier in der zweiten Reihe. Mehrere Probleme musste Cal Crutchlow meistern. Im vierten Freien Training zerstörte der Brite eine seiner Tech-3-Yamahas bei einem Sturz. Mit dem Ersatzmotorrad kehrte Crutchlow mehrmals zurück an die Box. Ein Sensor beim vorderen Stoßdämpfer gab falsche Rückmeldungen, weshalb die M1 zu Wheelies neigte.

Am Ende griff Crutchlow schließlich in die Zeitenjagd ein und wurde mit einem Rückstand von 0,244 Sekunden Fünfter. Weltmeister Jorge Lorenzo belegte mit seiner Werks-Yamaha den sechsten Platz. Auch dem Spanier, der von seiner zweiten Schlüsselbeinoperation zurückkehrt, fehlten nur 0,277 Sekunden auf die Spitze. Dahinter wurde die Lücke größer. Vizeweltmeister Dani Pedrosa (Honda) war um mehr als eine halbe Sekunde langsamer als Bradl und wird am Sonntag von Startplatz sieben versuchen einige WM-Punkte zu retten.

Bester Ducati-Vertreter war Andrea Dovizioso als Achter. Auf dem anspruchsvollen, aber kürzestem Kurs im Kalender betrug sein Rückstand 0,850 Sekunden. Sein Teamkollege Nicky Hayden landete auf Platz zehn. Dovizioso fährt in den USA mit einem neuen Rahmen, während Lokalmatador Hayden zwar mit einem speziellen Helmdesign fährt, aber mit der Standard-Desmosedici antreten muss. Zwischen die beiden Ducati-Werksfahrer schob sich Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) auf Rang neun. Bester CRT-Vertreter war Aleix Espargaro als Elfter. Sein Aspar-Teamkollege Randy de Puniet stürzte in Q2 und setzte keine Zeit. Dadurch belegte der Franzose Startplatz zwölf.

Q1: Pedrosa erfüllt Pflichtaufgabe

Im ersten Qualifying-Segment musste Pedrosa antreten, da er sich in den Freien Trainings nicht direkt für Q2 qualifiziert hatte. Der amtierende Vizeweltmeister schaffte die Hürde problemlos und stellte in 1:22,017 Minuten die Bestzeit auf. Damit war er mehr um eine halbe Sekunde schneller als die restlichen Teilnehmer und war mit einem Versuch sicher für Q2 qualifiziert. Problemlos zog auch de Puniet in den nächsten Abschnitt ein, obwohl der Aspar-Pilot um 0,677 Sekunden langsamer als Pedrosa war. Somit machten sich die weiteren CRT-Fahrer die Startplätze 13 bis 23 untereinander aus.

Hector Barbera (Aspar) kam de Puniet bis auf eine Zehntelsekunde nahe und belegte schließlich Platz drei. Der Spanier wird am Sonntag die fünfte Startreihe anführen. Alex de Angelis, der einzige Pramac-Ducati-Vertreter in Laguna Seca, wird aus der Mitte der fünften Reihe starten. Lokalmatador Colin Edwards (Forward) wird von Position 16 angreifen. In der sechsten Reihe werden Danilo Petrucci (Ioda), Claudio Corti (Forward) und Yonny Hernandez (Avintia) stehen.

Die Plätze 19 bis 21 in der siebten Reihe gingen an Karel Abraham (Cardion), der im Qualifying von seiner ART stürzte, Michael Laverty (PBM) und Hiroshi Aoyama (Avintia). Ganz hinten werden sich Bryan Staring (Gresini) und Lukas Pesek (Ioda) aufstellen. Der Grand Prix geht am Sonntag über 32 Runden.

Fotoquelle: LCR-Honda

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